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Ad Visibility

Ad Visibility wird benutzt um Daten für Werbetreibende und Website-Publisher aufzunehmen. Diese Daten zeigen wie oft und wie lange ein Nutzer eine Werbung auf dem Bildschirm hat. Der Aufwand ist sehr gering und die Ergebnisse sind zuverlässig. Es wird gerne in Verbindung mit Ad Impressions benutzt, um ein noch besseres Bild herzustellen. So können Werbende ihre Werbekampagnen verbessern und Publisher ihre Preise anpassen, je nach Platzierung der Werbung auf ihrer Seite.

Dieses Glossar soll einen Überblick über das Thema Ad Visibility geben. Nach einer einfach zu verstehenden Definition gehen wir ins Detail über die Funktionsweise von Ad Visibility, welche rechtlichen Rahmenbedingungen es gibt, welche Vor- und Nachteile die Nutzung dieses Programms aufzeigt und zum Schluss, was unser Fazit zu Ad Visibility ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ad Visibility hilft dabei herauszufinden wie oft und wie lange ein Nutzer eine Werbung auf Websites sieht.
  • Ad Visibility sorgt für mehr Transparenz und Vertrauen zwischen Werbetreibenden und Publishern und ist sehr genau.
  • Ab wann eine Werbung als „gesehen“ gilt, ist schwer zu sagen. Deshalb gibt es die 50/1-Regel, die mittlerweile Standard ist.

Glossareintrag: Der Begriff Ad Visibility im Detail erklärt

In diesem Abschnitt wollen wir dir helfen zu verstehen, was Ad Visibility ist, wie es verwendet werden kann, welche rechtlichen Nutzungsbedingungen zu beachten sind und welche Vor- und Nachteile Ad Visibility mit sich zieht.

Was ist Ad Visibility?

Ad Visibility ist ein Begriff aus dem Online-Marketing, welcher 2011 erfunden wurde. Das Grundprinzip dahinter ist, dass verfolgt werden kann, wie lange und wie oft eine Werbung auf einer Website sichtbar auf dem Bildschirm ist (1).

Wieso bracht man so etwas? Zum Einbringen von Daten, die den Erfolg der Werbung messen. Durch Ad Visibility können Firmen, die Online-Werbekampagnen gestartet haben, herausfinden, wie erfolgreich die Platzierung ihrer Werbung auf einer Website war (3). Das hängt zudem auch davon ab, ob der Nutzer die Website auf einem großen Bildschirm, Tablet oder Smartphone geöffnet hat (6). Gegebenenfalls kann diese geändert werden, um mehr Ad Visibility zu erlangen. Dies bietet einen eindeutigen Vorteil gegenüber Printmedien, welche ähnliche Daten nur mit Umfragen erreichen können, allerdings weniger sicher und genau (5).

Die Daten von Ad Visibility können Werbetreibenden dabei helfen eine Menge Geld zu sparen und machen Publisher vertrauensvoller und effizienter. (Bildquelle: pixabay.com / Photo Mix)

Ein weiterer Grund Ad Visibility zu nutzen ist, dass das Vertrauen zwischen Werbetreibenden und Publishern gestärkt wird. So lassen sich auch die Preise für Werbungen leichter nachvollziehen (3).

Wie funktioniert Ad Visibility?

Solange die Werbung auf dem Bildschirm zu sehen ist, sendet ein Skript Signale an den Ad Server aus (1). Wenn das Signal aufhört, bedeutet das, dass der Nutzer weiter gescrollt hat oder die Seite verlassen hat. Das Signal wird aber auch unterbrochen, wenn der Nutzer z.B. einen neuen Tab/ein neues Programm öffnet, ohne die Seite mit der Werbung zu schließen (2).

Ad Visibility wird meistens als Ergänzung zu Ad Impressions benutzt. Ad Impressions dienen dazu herauszufinden wie viel Reichweite die Werbung hat, wie viele Nutzer die Werbung wahrnehmen. Es gibt aber keine Auskunft, wie viele Nutzer die Website besuchen, denn dafür ist die Page Impression zuständig. Da Ad Impression aber auch nicht zeigen kann, ob der Nutzer wirklichen Blickkontakt mit der Werbung hatte, wird eben Ad Visibility gerne dazu benutzt (4).

Das folgende Video zeigt dir noch einmal in einem anderen Format, was wir dir gerade erklärt haben und kann dir so helfen Ad Visibility (oder wie im Video verwendet wird Ad Viewability) noch besser zu verstehen.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sollte ich bei Ad Visibility beachten?

Seit 2014 gibt es Richtlinien für Ad Visibility, die von dem Media Rating Council (MRC) festgelegt wurden. Der erste wichtige Punkt ist, dass diese Richtlinien nur für Computer-Bildschirme gelten, nicht in etwa für Smartphone-Bildschirme. Doch solange es keine expliziten Richtlinien für Smartphone-Werbungen gibt, sollen diese Bedingungen, so gut wie es möglich ist, gelten (7).

Die 50/1-Regel ist ein Standard zur Messung von sichtbaren Werbungen. Grundsätzlich darf eine Werbung erst gezählt werden, wenn mindestens 50 % der Werbung für eine Sekunde oder länger auf dem Bildschirm des Nutzers erscheint. Dieses Prinzip wird die 50/1-Regel genannt (7).

Es müssen alle ungültigen Aktivitäten so wie Aktivitäten von Bots herausgefiltert werden. Für die echten Nutzer gilt Transparenz, denn sie müssen darauf hingewiesen werden, wenn Ad Visibility auf der Website benutzt wird (7).

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Ad Visibility?

Ad Visibility hat viele Vorteile: Durch die Recherche können Werbetreibende ihre Werbekampagnen optimieren und ihr Budget besser planen. Für Publisher liegt der Vorteil darin, dass sie ihre Preismodelle verbessern können und lernen, wo Werbungen auf ihren Websites am häufigsten und längsten gesehen werden. Der Aufwand um das Skript für Ad Visibility zu programmieren ist gering und die Ergebnisse sind zuverlässig (5).

Wo es Vorteile gibt, sind aber auch Nachteile verborgen. Obwohl das Programm sehr zuverlässig ist, liegt es an den Programmierern zu entscheiden ab wann eine Werbung als sichtbar zählt. Die häufigste Methode ist die 50/1-Regel. Das bedeutet, die Hälfte der Werbung wurde für mindestens 1 Sekunde gesehen (5). Durch diesen Standard werden die Ergebnisse noch zuverlässiger.

Zusätzlich kommt noch dazu, dass Ad Visibility nicht mehr gezählt wird, wenn der Nutzer ein anderes Browserfenster öffnet oder mehrere Seiten gleichzeitig offen hat. Es kann aber nur ein aktives Fenster geben (5).

Fazit

Ad Visibility kann, zusätzlich zu anderen Methoden wie Ad Impressions, sowohl für Werbetreibende als auch für Publisher von sehr großen Nutzen sein. Da Ad Visibility immer bekannter und beliebter wird, ist es für die heutige Zeit fast schon zum selbstverständlich geworden um für Qualitätssicherung in Online-Werbekampagnen zu sorgen. Wir haben dir die wichtigsten Definitionen und Informationen mit auf den Weg gegeben.

Wer sich Gedanken macht sich selbst ein Programm für Ad Visibility zu besorgen, sollte sich zuerst gründlich mit den rechtlichen Aspekten der MRC auseinandersetzen. Wir haben einen Überblick über die wichtigsten Richtlinien gegeben, aber dennoch solltest du dir das ganze Dokument selbst durchlesen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://omr.com/de/glossary/ad-visibility/ [2] https://www.onlinemarketing-praxis.de/glossar/ad-visibility [3] https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/glossar/a/ad-visibility/ [4] https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/glossar/a/ad-impression/ [5] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-ad-visibility [6] ADTRADER CONFERENCE 2013 – Ad Visibility als Kennzahl zur Qualitätssicherung – https://www.youtube.com/watch?v=JLfzxEtWe4E [7] http://www.mediaratingcouncil.org/063014%20Viewable%20Ad%20Impression%20Guideline_Final.pdf

Bildquelle: pixabay.com / CyberRabbit

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