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AMP: Was ist das und wie nutze ich es?

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Wenn eine Webseite zu lange für den Aufbau braucht, kann der Nutzer schnell ungeduldig werden und die Webseite innerhalb kürzester Zeit wieder verlassen. Derartige Abbrüche sind für Webseitenbetreiber unvorteilhaft. Sie möchten die User schließlich auf ihrer Seite halten und zu längeren Verweildauern anregen.

Mithilfe von AMP kann die Ladezeit auf mobilen Endgeräten optimiert werden, was sowohl den Nutzern als auch den Webseitenbetreibern zugutekommt. In unserem Artikel werden wir uns näher mit AMPs beschäftigen. Dafür haben wir dir die wichtigsten Fragen rund um das Thema herausgesucht und detailliert beantwortet. So wirst du alle wichtigen Informationen für deine Entscheidung erhalten, ob du AMP für deine Webseite verwenden solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • AMP wurde als Open-Source-Standard von Google entwickelt und soll das schnelle Laden auf mobilen Endgeräten, wie dem Smartphone oder dem Tablet, ermöglichen. Dank spezieller Technikelemente werden die Funktionen sichergestellt.
  • Für den Aufbau einer AMP-Seite müssen Veränderungen in der Head der Webseite vorgenommen werden. Zudem kann AMP über Plugins auch bei WordPress integriert werden.
  • AMP-Seiten haben den großen Vorteil, dass sie viermal schneller laden als gewöhnliche Webseiten. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass diverse Stilelemente in dem AMP-Format nicht übernommen werden können. So können beispielsweise keine Formulare ausgefüllt oder der Newsletter abonniert werden.

Hintergründe: Was ist AMP?

AMP kann dabei helfen, Webseiten bezüglich ihrer Ladezeit zu optimieren. Doch wie funktioniert das genau und eignet sich AMP für deine Webseite? Um dies zu klären, haben wir für dich die wichtigsten Fragen rund um das Thema AMP nachstehend beantwortet.

Wofür steht die Abkürzung AMP und was bedeutet das?

AMP ist die Abkürzung für Accelerated Mobile Pages. Ins Deutsche übersetzt bedeutet dies so viel wie „beschleunigte Mobilseiten“ – und genau darum geht es letztendlich. Mithilfe des von Google entwickelten Open-Source-Standards sollen Webseiten auf mobilen Endgeräten schneller laden können. Auf diese Weise müssen Nutzer nicht allzu lange warten bis die Seite geladen ist und die Absprungrate der Nutzer verringert sich.

Wenn das Laden einer Webseite zu lange dauert, sind viele Nutzer schnell genervt und beenden das Aufrufen der Seite. (Bildquelle: Andrea Piacquadio / Pexels)

AMP wurde speziell für Web-Publisher entwickelt. Diese sollen so ihren Besuchern ein besseres Nutzungserlebnis versprechen können. Selbst wenn die Bandbreite vergleichsweise gering ist, sollen AMP-Seiten problemlos und schnell geladen werden können.

Wie funktioniert AMP?

Dank AMP können Webseiten nahezu ohne Verzögerung auf mobilen Endgeräten, wie dem Smartphone oder dem Tablet, geladen werden. Wie dies genau funktioniert, werden wir dir mithilfe der nachfolgenden Fragen im Detail erläutern.

Welche Techniken verwendet AMP zur Performance?

Um ein schnelles Laden zu ermöglichen, hat AMP Möglichkeiten zur Optimierung entwickelt. Diese müssen miteinander kombiniert werden, um ein schnelles Laden der AMP-Seite sicherzustellen. Welche Techniken dazu gehören und was jeweils darunter zu verstehen ist, soll dir die folgende Tabelle verdeutlichen: (1)

Optimierungselement Beschreibung
asynchrones JavaScript Speziell für AMP wurde eine JavaScript-Struktur entwickelt, wodurch externe Ressourcen nur asynchron geladen werden. So wird das Rendering der Webseite nicht blockiert.
Größenangabe der Ressourcen Hierbei lädt AMP das Seitenlayout vor dem Download externer Ressourcen, sodass ein schnelleres Laden ermöglicht wird.
keine Blockierung durch Erweiterungsmodule AMP sorgt dafür, dass Elemente wie Lightboxes oder Tweets das Rendering sowie Seitenlayout nicht blockieren.
kein JavaScript von Drittanbietern AMP beschränkt die Skripte von Drittanbietern, um das Laden der Webseite nicht zu behindern.
vollständiges CSS (= Cascading Style Sheets) Die Verwendung von Inline Styles bei AMP HTML Seiten und einer Beschränkung des Stylesheets sorgen für ein schnelles Laden.
CDN (= Content Delivery Network) Mithilfe von CDN werden wiederkehrende Elemente nicht jedes Mal neu geladen.
Preconnect API Durch Prerendering wird die schnelle Verfügbarkeit einer Website sichergestellt. Dies beansprucht oftmals stark die CPU (= Central Processing Unit) und Bandbreite. AMP konzentriert sich darauf, sowohl die CPU als auch die Bandbreite beim Prerendering zu reduzieren.

Dank der Kombination dieser technischen Elemente kann eine AMP-Seite schneller als gewöhnliche Webseiten laden. Besonders bedeutend ist die veränderte JavaScript-Struktur, welche ein asynchrones Laden ermöglicht.

Wie baue ich eine AMP-Seite auf?

Eine AMP-Seite besteht im Wesentlichen aus den drei Bestandteilen AMP-HTML, AMP JS (= JavaScript) und AMP CDN. Diese Bestandteile müssen in der Head der Webseite integriert werden. Bei der AMP-Seite muss zudem beachtet werden, dass diverse HTML-Tags ersetzt werden müssen beziehungsweise nicht mehr verwendet werden können. (2)

Bei dem Aufbau einer AMP-Seite müssen auch die Richtlinien von Google beachtet werden. (3)

Die AMP-Seite legt ihren Fokus auf Schnelligkeit bei einer guten Lesbarkeit. Daher sollte die eigene Webseite nicht nur als AMP-Seite aufgebaut werden. Viel mehr sollte die AMP-Seite eine Ergänzung zu der normalen Webseite sein, welche letztendlich die vollständige und mobilfreundliche Version darstellt.

Wie nutze ich AMP bei WordPress?

Der Aufbau einer AMP-Seite kann auch mithilfe von WordPress erfolgen. WordPress bietet diverse AMP-Plugins an, welche zunächst installiert werden müssen. Nach der Installation muss das Plugin aktiviert werden und es kann ein eigenes Design ausgesucht werden. Zudem sollte jeder, der sich für ein AMP-Plugin entscheidet, sich in Ruhe alle Einstellungen des Settings durchlesen und diese gegebenenfalls ändern. (4)

Welche Vor- und Nachteile hat AMP?

Nachdem wir uns in erster Linie mit der Funktionsweise von AMP beschäftigt haben, gehen wir jetzt auf einzelne Vor- sowie Nachteile ein. Welche alle dazu gehören, stellen wir übersichtlich in einer gegenüberstellenden Tabelle dar: (5, 6, 7)

Vorteile Nachteile
AMP-Seiten laden etwa viermal schneller als gewöhnliche Webseiten. Dies kann auch dazu führen, dass die Nutzer länger auf der Webseite verweilen. Auf AMP-Seiten sind oftmals Interaktionsmöglichkeiten wie das Ausfüllen eines Formulars oder die Beantragung eines Newsletters nicht möglich.
Die Inhalte der Webseite werden nicht durch Anzeigen blockiert.Viele Analytics-Tools können nicht verwendet werden.
Die User Experience kann erhöht werden, insofern die Webseite auch gut gestaltet wird. Die Nutzung von JavaScript und des CSS-Designs sind nur beschränkt möglich.
AMP-Seiten erscheinen im Google-Ranking weiter oben, was letztendlich zu mehr Traffic auf der Webseite führt. Für AMP-Seiten müssen andere Tags als auf der regulären Seite verwendet werden.

Die Verwendung von AMP ist nicht nur mit Vorteilen, sondern auch mit diversen Nachteilen verbunden. Ein großer Vorteil besteht allerdings darin, dass AMP als Rankingfaktor bei Google gewertet wird. Ob jedoch die Vor- oder Nachteile überwiegen, sollte jeder für sich selbst festlegen.

Warum sollte ich AMP verwenden?

Ob man AMP verwendet, sollte gut informiert entschieden werden. Generell kann AMP viele Vorteile, wie in der letzten Frage erläutert, mit sich bringen. Die Nachteile sollten dabei aber nicht außer Acht gelassen werden.

Falls bei der Umsetzung von AMP noch Unsicherheiten bestehen, kann eine Beratung mit einem Webseitenentwickler durchaus sinnvoll sein. (Bildquelle: fauxels / Pexels)

Gerade Aspekte wie das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder die Möglichkeit zur Abonnierung des Newsletters sorgen für einen tieferen Kundenkontakt, was AMP letztendlich verhindert.

AMP-Seiten haben viele Vorteile, wie ein höheres Google-Ranking oder ein schnelleres Laden.

Wenn man sich bei der Implementierung von AMP unsicher ist, sollte man sich von einem Webseitenentwickler beraten lassen. Dieser wird näher darüber Auskunft geben können, ob in dem speziellen Fall die Verwendung von AMP sinnvoll ist oder eben eher weniger. Bei Webseiten, die ohnehin schon schnell laden, wäre die Verwendung von AMP nicht unbedingt zielführend.

Wie unterscheiden sich AMP und PWA?

Wenn man sich mit AMPs beschäftigt, wird man sicherlich auch über den Begriff PWA stolpern. PWAs sind Progressive Web Apps, welche an sich Webseiten sind, aber wie Apps wirken. Dies ist bereits ein großer Unterschied zwischen AMPs und PWAs. Während PWAs als Webseite wie eine App wirken, sehen AMPs wie gewöhnliche Webseiten aus. Weitere Unterschiede folgen in der Auflistung: (8)

  • AMP-Seiten können auf jedem Betriebssystem problemlos verwendet werden. Bei PWAs können bei IOS Probleme in der Darstellung entstehen.
  • AMP zählt als Rankingfaktor bei Google, wohingegen PWA keinen Vorteil für SEO bietet.
  • PWA kann im Gegensatz zu AMP offline arbeiten.
  • Bei AMP-Seiten sind die Interaktionsmöglichkeiten stark begrenzt. PWAs sind speziell darauf ausgerichtet, mit den Nutzern zu interagieren.

Auch wenn diverse Unterschiede zwischen PWAs und AMP-Seiten bestehen, so sind beide Formate für mobile Endgeräte ausgelegt. Zudem sollen beide Format für ein besseres Nutzungserlebnis der User sorgen, indem letztendlich sowohl AMP als auch PWAs mit geringeren Ladezeiten punkten.

Wird AMP auch zukünftig sinnvoll sein?

Am 19. April 2021 hat Google angekündigt, dass bereits ab Mitte Juni 2021 ein Update bezüglich der Nutzerfreundlichkeit als Rankingfaktor in Kraft tritt. Die Einführung der Page-Experience als Rankingfaktor soll dabei schrittweise vorgenommen werden. Für AMP-Webseitenbetreiber folgt daraus allerdings, dass sie mehr Konkurrenz bekommen. Denn mit dem Update können nun auch Webseiten ohne AMP in den Top-Stories erscheinen. (9)

Auch zukünftig werden AMP-Seiten im Ranking tendenziell gut abschneiden.

Folglich ist AMP nicht mehr zwingend erforderlich. Trotzdem sollte berücksichtigt werden, dass AMP-Seiten beim Ranking tendenziell gut abschneiden. Daher kann auch zukünftig die Verwendung von AMP sinnvoll sein. Diesbezüglich hat Google sogar einen Ratgeber zur Optimierung von AMP-Seiten erstellt, um die Nutzer auf das Update vorzubereiten. (10)

Fazit

AMP soll die Mobilfreundlichkeit von Webseiten optimieren. So soll jeder problemlos die AMP-Webseite auf seinem Smartphone oder Tablet laden können – auch wenn zwischenzeitlich nur eine niedrige Bandbreite verfügbar ist. Das schnelle Laden wird durch eine Reihe von kombinierten Technikelementen ermöglicht.

Bevor du dich für oder gegen die Implementierung vom AMP entscheidest, solltest du in Ruhe die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Bei der Verwendung von AMP gehen schließlich diverse Stilelemente verloren und dies erscheint nicht für jede Unternehmenswebseite sinnvoll. Eine AMP-Seite aufzubauen kann leicht durch Veränderungen in der Head der Webseite geschehen. Bei WordPress kann dagegen mit AMP-Plugins zur Umsetzung gearbeitet werden.

(Titelbild: Marek Levák / Unsplash)

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