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Arbeiten in Belgien: Alles was du darüber wissen musst

Arbeiten im Ausland

Arbeit in Belgien zu finden, muss nicht unmöglich sein. Mit der richtigen Recherche und einem fundierten Grundwissen, kann die Suche nach der geeigneten Arbeit in Belgien wesentlich einfacher gestaltet werden. EU-Bürger haben den Vorteil direkt eine Arbeitserlaubnis in Belgien zu erhalten. Nicht EU-Bürger müssen sich zunächst um eine belgische Arbeitserlaubnis kümmern. Mithilfe einer Arbeitserlaubnis bist du schon ein Schritt näher einen passenden Job in Belgien zu finden.

Wir haben uns mit diesem Thema ausführlich beschäftigt und dir die wichtigsten Fragen und Antworten heraus gesucht. Mithilfe unseres Ratgebers hoffen wir dir die Entscheidung so einfach wie möglich zu machen, ob das Arbeiten in Belgien das richtige für dich ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Belgien ist mehr als nur der Hauptsitz der Europäischen Union. Zudem haben viele deutsche Firmen ihre Niederlassung in Belgien. Belgien bietet eine ausgeprägte Architektur aus der Renaissance und stellt zusätzlich einer der Niederlassungen der NATO dar.
  • Als EU-Bürger braucht man kein Visum oder eine Aufenthaltsgenehmigung, um in Belgien einzureisen. Ausländer, die länger als drei Monate bleiben, müssen sich jedoch bei der örtlichen Gemeindeverwaltung eine Aufenthaltsgenehmigung erholen.
  • In Belgien werden grundsätzlich zwei Sprachen gesprochen. Dazu gehören: Niederländisch und Französisch. Etwa 60% der Einwohner sprechen Niederländisch und die restlichen 40% Französisch. Englisch wird überall verstanden, besonders in der Stadt Brüssel, wo viele Menschen mit anderem Sprachhintergrund arbeiten. Das Beherrschen mehrere Sprachen ist von großer Bedeutung in Belgien.

Arbeiten in Belgien: Was du wissen solltest

Es gibt einige Fakten, die du wissen solltest, bevor du dich dazu entscheidest in Belgien zu arbeiten. Es gelten andere Regelungen und Gesetze in Belgien als in Deutschland. Daher ist es wichtig, sich vorher zu informieren, bevor du nach Belgien ziehst und dort anfängst zu arbeiten.

Was brauche ich, um in Belgien arbeiten zu können?

Die erste Voraussetzung die erfüllt werden muss, ist dass du eine belgische Arbeitserlaubnis hast. Die beruflichen Voraussetzungen sind oft vereinheitlicht worden auf die gesamte EU. Das heißt, bestimmte Qualifikationen, wie z.B. im medizinischen Bereich, werden automatisch akzeptiert.

Andere Berufe hingegen benötigten einen Nachweis, dass die bestimmte Ausbildung und Erfahrung den gleichen Inhalt und Dauer wie die Ausbildung in Belgien vorweist. Die geforderten Qualifikationen müssen somit von dem jeweiligen Arbeitsamt beziehungsweise Arbeitgeber akzeptiert werden.

Oft wird auch erwartet, dass du eine oder mehrere der einheimischen Sprachen fließend oder verhandlungssicher sprichst. Wenn bestimmte Anforderungen nicht direkt erfüllt werden, ist es oft möglich durch eine zusätzliche Prüfung oder Fortbildung die Anerkennung für eine Qualifikation in Belgien zu erhalten.

Mittlerweile finden immer mehr Jobs online statt. Auch in Belgien ist ein solcher Wandel zu Remote Jobs und digitalisierten Tätigkeiten zu beobachten. (Bildquelle: unsplash.com / Tim Gouw)

Dennoch sind Berufe in Belgien sehr geregelt. Die meisten Berufe, wie z.B. Fotograf, Elektriker, Maurer etc. müssen bei der zuständigen Handwerkskammer eingetragen werden. Dies ist besonders von Bedeutung, wenn du dich entscheidest dich in Belgien selbstständig zu machen.

Wie finde ich in Belgien einen Job?

Stellenausschreibungen sind wohl die herkömmlichste Ressource, um Arbeit in Belgien zu finden. In den nationalen und lokalen Zeitungen und Zeitschriften können viele Ausschreibungen gefunden werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Stellenausschreibungen, die in den Zeitungen gezeigt werden, sich meistens an die Menschen, die flämisch sprechen. Die wichtigsten Tageszeitungen in Belgien sind unter anderem: Le Soir , De Standaard, He laatste Nieuws und De Gazet van Antwerpen.

Die meisten belgischen Ausschreibungen richten sich an die Menschen, die flämisch sprechen.

Spezifische Jobs oder branchenspezifische Publikationen sind auf Foren oder Online zu finden. Ebenso ist es mögliche aus Deutschland aus bestimmte Stellen in Belgien zu erhalten. Hier werden oft besondere Fähigkeiten gefragt und womöglich die Voraussetzung Deutsch sowie weitere Fremdsprachen sprechen zu können, wie Englisch, Französisch und Flämisch.

Zu den internationalen Zeitungen und Zeitschriften, in denen manchmal geschäftsführende Posten in Belgien inseriert werden, gehören die Financial Times , die Frankfurter Allgemeine Zeitung , im Wall Street Journal (für Manager), dem Economist (Stellenanzeige für den Wirtschaftssektor, Lehraufträge an Universitäten und Verwaltungsposten sowie Führungspositionen in internationalen Organisationen, die International Herald Tribune und zudem die Londoner Sonntagszeitungen.

Diese Tabelle bietet eine gute Übersicht über möglich Jobs in Belgien.

Wie sieht eine belgische Bewerbung aus?

Die belgische Bewerbung unterscheidet sich sehr von den deutschen Vorschriften, die für eine geeignete Bewerbung gelten. Im Gegensatz zu deutschen Bewerbungen, die generell digital angefertigt werden, schreibst du die Bewerbung in Belgien mit der Hand. Es ist wichtig sich an der jeweiligen Anzeige oder angebotene Stelle zu orientieren. Die Bewerbung sollte in der Sprache der Region sein, in der du dich bewirbst. Ausnahme ist es, wenn es sich um ein internationales Unternehmen handelt.

Das Niederländisch, das im Norden von Belgien gesprochen wird, wird unter anderem auch Flämisch genannt.

In Belgien ist es von Bedeutung alle umfassenden Angaben zur Person in die Bewerbung mit einfließen zu lassen. Dazu gehören beispielsweise auch Daten, wie die Geburtsdaten der Kinder und Freizeitaktivitäten.

Grundlegende Daten, wie die Begründung, warum du den Job machen möchtest gehören zur Voraussetzung. Die Bewerbung sollte genau so wie in Deutschland deine Qualifikationen und alle beruflichen Erfahrungen beinhalten. Hierbei sollten keine Ferienjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten missen, wenn diese vorhanden sind.

Bewerbungsmappe: Das solltest du bei der Erstellung beachten

Beim Vorstellungsgespräch herrschen die gleichen Regeln wie in Deutschland: ein seriöses und professionelles Auftreten sowie gut vorbereitet zu sein. Zeugnisse, Beurteilungen und Zertifikate sollten mit zum Bewerbungsgespräch mitgenommen werden.

Wie viel verdient man in Belgien?

Im Jahr 2018 wurde ein Durchschnitt für Vollzeitbeschäftigte von 3.627 Euro brutto pro Monat errechnet. Diese Zahlen stammen aus dem belgischen Statistikamt. Dieser Wert ist das Ergebnis aus dem Betrag, bei dem 50 % der Lohnempfänger weniger und 50 % der Lohnempfänger dementsprechend mehr verdienen. Der Wert liegt daher bei 3.361 Euro brutto pro Monat.

Durch die derzeitige läge haben sich einige systemrelevante Berufe,, die während der Ausgangssperre im Frühjahr 2020 häufig mit Kunden und Patienten in Kontakt kamen und deshalb keine Telearbeit machen konnten, beeinflusst. Das heißt, der Medianwert sinkt auf 3.312 Euro pro Monat und der durchschnittliche Bruttomonatslohn auf 3.553 Euro.

Wichtige Fakten über Löhne in Belgien: 

  • Hochschulabschlüsse: Hochschulabschlüsse erhöhen wie auch in Deutschland die Chance auf einen höheren Lohn. Im Gesundheitswesen erhalten hoch qualifizierte Arbeitskräfte wie Ärzte oder Zahnärzte einen Monatslohn, der weit über dem nationalen Durchschnitt liegt. Personal mit niedrigeren Qualifikationen, wie z.B. Pflegehelfer, erhalten jedoch ein Gehalt wesentlich unter dem nationalen Durchschnitt.
  • Berufliche Ausbildungen: Berufe, wie im Verkauf und Einzelhandel gehören zu den am schlechtesten bezahlten Berufen in Belgien. Ihr Monatslohn liegt dabei fast 30% unter dem nationalen Durchschnitt.
  • Luftfahrtberufe und Ausbildungen: Die Luftfahrt zahlt generell überdurchschnittlich viel in Belgien. Das heißt, Piloten und Maschinenbauer etc. Andere Arbeitsplätze hingegen, wie im Transport- und Logistikbereich zeigen wesentlich niedrigere Löhne als der belgische Durchschnittsgehalt. Kuriere zeigen hierbei den geringsten Lohngehalt. Sie verdienen nur rund 2.526 Euro brutto pro Monat.
  • Reinigungskräfte und Betreuer: Reinigungspersonal und Betreuer in Kindertagesstätten verdienen im Durchschnitt ein Drittel weniger. Mit einem Bruttomonatsgehalt von 2.317 Euro sind Betreuer in Kindergärten und Kindertagesstätten der am schlechtesten bezahlte Beruf in Belgien.

Welche Steuern und Versicherungen muss ich in Belgien zahlen?

Es gibt sicherlich einige Vorteile, die man durch das Arbeiten in Belgien erhalten kann. Einer der wesentlich ist, dass der Steuerabzug maximal auf 39,7 Prozent in Belgien ist. In Deutschland kann der Steuerabzug bis zu 42 Prozent sein.

Dies gilt bei den Spitzenverdienern. Wohnst du in Belgien, aber arbeitest du in Deutschland muss deine Tätigkeit in Deutschland versteuert werden. Um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden wird der in Deutschland steuerpflichtige Arbeitslohn von der belgischen Einkommensteuer freigestellt. Deutschland zu versteuern.

Der Unterschied zwischen den beiden Ländern ist jedoch nicht sehr hoch. Sie gehören zu den Industrieländern mit den höchsten Steuersätzen. Dennoch ist gibt es kaum ein Industrieland, das Deutschland übertrifft. Dort ist das Einkommen so stark mit Steuern und Sozialabgaben belastet wie kaum ein anderes.

Je nach Dauer des Aufenthaltes in Belgien sind unterschiedliche arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften zu beachten:

Ja nach Aufenthaltsdauer ändern die sich Abgabenpflicht und die Abgabenhöhe.

Die Mehrwertsteuersätze in Belgien bestehen aus dem normalen Satz von 21 %, dem Zwischensatz von 12 % sowie der ermäßigten Umsatzsteuer von 6 %, die festgelegten Sätze müssen bezahlt werden, wenn du dich entscheidest in Belgien zu arbeiten.

In Belgien besteht Krankenversicherungspflicht genauso wie in Deutschland. Diese Basiskrankenversicherung wird grundsätzlich direkt von dem Lohn einbehalten. Diese Beiträge sind bereits enthalten in den insgesamt 13,07% Beiträgen, die zur sozialen Sicherheit gehören. Oftmals verlangen die Krankenkassen eine zusätzliche Versicherung, die im Durchschnitt zwischen 13 € und 15 € pro Monat betragen.

Brauch ich ein Visum, um in Belgien arbeiten zu können?

Es gibt drei Arten von Arbeitserlaubnissen, die unterschieden werden. Diese gelten für Nicht-EU Mitglieder. EU-Bürger, die sich entscheiden in Belgien zu arbeiten, erhalten automatische eine belgische Arbeitserlaubnis. Es wird unterschieden zwischen der Arbeitserlaubnis A, B und C. Diese Arten beschreiben jeweils eine bestimmte Gültigkeit und Regelung.

Die drei Arten von Arbeitserlaubnis:

  • Arbeitserlaubnis A: Die Arbeitserlaubnis A wird generell verliehen, wenn du bereits mehrere Jahre in Belgien mit der Arbeitserlaubnis B gearbeitet hast. Diese Arbeitserlaubnis wird nur in bestimmten Kategorien an ausländische Arbeitnehmer vergeben. Sie beschreibt für jeden Beruf im Lohn- oder Gehaltsverhältnis bei jedem Arbeitgeber eine unbeschränkte Gültigkeit. Diese Arbeitserlaubnis verlangt eine selbstständige Beantragung vom ausländischen Arbeitnehmer. Das Antragsformular ist bei Ministerium wirtschaftlicher Migration der bestimmten Provinz einzureichen.
  • Arbeitserlaubnis B: Generell gilt für die Arbeitserlaubnis B das diese auf einen bestimmten Beruf im Lohn- oder Gehaltsverhältnis beschränkt ist und dies für einen festgelegten Arbeitgeber gilt. Diese Erlaubnis ist eine Standarderlaubnis und ist generell gültig für höchstens 12 Monate. Eine Verlängerung der Erlaubnis ist jedoch möglich. In diesem Fall sollte der Antrag vom Arbeitgeber beim Ministerium wirtschaftlicher Migration(externe Webseite) der Provinz eingereicht werden.
  • Arbeitserlaubnis C: Bei dieser Erlaubnis handelt sich meistens um andere Beschäftigungsgründe als Arbeiten in Belgien. Dazu gehören beispielsweise Studenten oder Asylanten. Die Arbeitserlaubnis C beschränkt sich auf höchstens 12 Monate, kann jedoch unter Umständen auch verlängert werden. Der Arbeitnehmer sollte den Antrag beim Ministerium wirtschaftlicher Migration der bestimmten Provinz einreichen.

Zusätzlich ist es möglich eine Berufskarte anzumelden. Diese ist wichtig, wenn du eine selbstständige Aktivität ausüben möchtest. Sie erlaubt dir, einen bestimmten Beruf für eine bestimmte Periode in Belgien auszuüben. Generell ist diese 1 Jahr bis höchstens 5 Jahre gültig. Es ist wichtig vorab zu Recherchen, ob die Berufskarte für den gewünschten Beruf erhältlich ist. Für einige freiberufliche Beschäftigungen ist eine Berufskarte nicht mal notwendig.

Wie ist die Arbeitsmoral in Belgien?

In Belgien arbeitet man im Durchschnitt 37- 38 Stunden pro Woche. Somit ist dies ähnlich strukturiert wie in Deutschland, das heißt die normale Arbeitszeit darf generell acht Stunden am Tag und 39 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Bei auftretenden Überstunden müssen diese ausgeglichen bzw. entlohnt werden.

Belgien verbindet nicht nur viel Geschichte, sondern auch viel Kunst und Kultur. Die belgische Bevölkerung ist zudem sehr sprachgewandt aufgrund ihrer unterschiedlich gesprochenen Sprachen. (Bildquelle: unsplash.com / Thomas Somme)

Ein wesentlicher Unterschied zur deutschen Arbeitsmoral ist, dass in Belgien im ersten Jahr einer beruflichen Tätigkeit kein gesetzlicher Anspruch auf bezahlten Urlaub besteht. Erst ab dem ersten Jahr treten die gesetzlich vorgegebenen 20 Tage in Kraft. Zusätzlich gibt es 10 gesetzliche Feiertage pro Jahr, die unabhängig von den gesetzlichen Urlaubstagen sind.

Wissenswertes zum Umzug nach Belgien

Der erste Schritt zum Umzug nach Belgien ist, dass innerhalb acht Werktagen du dich nach der Einreise bei der Gemeindeverwaltung melden musst und hierbei den Personalausweis oder Reisepass vorlegen musst. Dadurch erhältst du die Anwesenheitsanzeige und Anweisungen zu den weiteren Schritten. Diese Anzeige dient lediglich als provisorisches Aufenthaltsdokument.

Wenn Reisepass oder Personalausweis abgelaufen sind, kann es andernfalls später zu beträchtlichen Zusatzaufwand führen und die Ummeldung erschweren.

  • Unterlagenabgabe bei der Gemeinde: Es müssen nach dem Umzug bestimmte Unterlagen bei der Gemeinde eingereicht werden. Dazu gehören: die Meldebescheinigung mit Zivilstand der letzten Wohnsitzgemeinde, den Einkommensnachweis gegebenenfalls auch den Arbeitsvertrag und die drei letzten Lohnbescheinigungen des Arbeitgebers, die Bescheinigung des Steuerberaters für Selbstständige, die Rentenbescheinigung, Nachweis des Wohnsitzes in Belgien sowie Kauf- oder Mietvertrag für Haus oder Wohnung, den Nachweis einer gültigen Krankenversicherung, die auch für den Wohnsitz bzw. Daueraufenthalt in Belgien gilt.
  • Ausstellung der Aufenthaltsdokumente: Nach der Ausstellung der Aufenthaltsdokumente und die geforderten Dokumente und Nachweise vollständig vorliegen (Frist zur Vorlage: maximal drei Monate), stellt die Gemeinde die Anlage 8 aus, die eine Anmeldebescheinigung definiert. Oftmals wird dieses Dokument direkt ausgestellt.
  • Nachweis für Arbeitsbeschäftigung vorlegen: Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer und Selbstständige müssen ihre Arbeitsbeschäftigung nachweisen. Dies erfolgt durch eine bestimmte Bescheinigung des Arbeitgebers oder durch den Arbeitsvertrag. Selbstständige benötigen hingegen eine Bescheinigung über ihre Anmeldung bei der Banque Carrefour des Entreprises (Zentrale Unternehmensdatenbank) und eine Unternehmensnummer.
  • Arbeitssuchende: Wer nach Belgien zieht und dort eine Arbeit sucht, benötigt für die Anmeldung bei der Gemeinde den Nachweis der Anmeldung beim zuständigen belgischen Arbeitsamt oder Kopien von allen Bewerbungsschreiben, die bereits vorliegen.
  • Autoanmeldung: EU-Bürger ist es möglich ihr persönliches Hab und Gut zoll- und steuerfrei nach Belgien mitzubringen. Dennoch müssen Kraftfahrzeuge offiziell eingeführt werden und dementsprechend am Wohnsitz in Belgien angemeldet werden.
  • Miete und Mietrechte: Der Mietmarkt für Wohnungen oder Häuser wird in Belgien meist durch eine Vielzahl von Publikationen in Zeitungen erschlossen. Darunter zählen: Tageszeitungen und kostenlose Anzeigenblätter, die in regelmäßig erscheinen. Auch Maklerbüros können dabei helfen, eine geeignete Wohnung zu finden.

Arbeiten in Belgien: Diese Jobs und Arbeitsfelder sind besonders gefragt

Wichtige Branchen, die in Belgien stets gefragt sind: die Logistikbranche, der Tourismus, die chemische Industrie, die Metallindustrie und die Automobilindustrie. Dies sind die wesentlichen Branchen, bei denen es sich stets lohnt nach offenen Stellen in Belgien zu schauen.

Mit einer Arbeitslosenquote von über acht Prozent sind offene Stellen nicht allzu leicht zu finden. Dennoch hat man einen wesentlichen Vorteil mit einem Hochschulabschluss. Oft liegt es auch daran, dass Absolventen drei oder vier Sprachen fließend beherrschen.

Ein Umzug nach Belgien lohnt sich zudem, da viele deutsche Firmen und Unternehmen Niederlassungen in Belgien haben. Wir haben dir die wesentlichen Berufe und Branchen aufgelistet bei denen es sich lohnt in Belgien zu schauen:

Wissenschaftliche Berufe

Einen großen Teil der Wirtschaft in Belgien machen die wissenschaftliche Berufe aus. Belgien stellt sogar einer der wichtigsten Chemiestandorte der Welt dar. Die Biopharmazie wächst besonders und somit auch die Nachfrage für qualifizierte Mitarbeiter. Brüssel gehört weltweit zu einer der führenden Chemiekonzerne. Sie umfasst die Fertigung, Forschung und das Logistikzentrum.

Hinzu kommt der Pharmasektor, der zuletzt sehr stark herangewachsen ist. Die Forschung profitiert zusätzlich von einem dichten Netz an akademischen Einrichtungen, die Studierende benötigt und Absolventen dieser Bereiche.

Wissenschaftliche Berufe bzw. Industrien, bei denen es sich lohnt nach Arbeit in Belgien zu suchen, sind v.a. die chemische und die pharmazeutische Industrie.

Gesundheitsbereich

Generell sind Berufe im Gesundheitsbereich immer gefragt. Das heißt, Altenpfleger, Krankenschwestern, Krankenpflegern, Ärzte etc. werden immer benötigt. Die Ausbildungsvoraussetzungen sind einheitlich auf die unterschiedlichen Bundesländer bestimmt. Eine dreijährige Berufsausbildung ist meist die Grundvoraussetzung.

Für die Fachärzte besteht die Grundvoraussetzung einer langjährigen Ausbildung. In diesen Berufen ist es nicht möglich als Quereinsteiger anzufangen. Es benötigt stets eine jahrelange Ausbildung, um diese Berufe in Belgien auszuüben. Gleiches gilt in den anderen EU-Ländern.

In Belgien sind verschiedene Einrichtungen im Gesundheitssektor, wie Krankenhäuser oder Seniorenheime, immer auf der Suche nach qualifiziertem Pflegepersonal. (Bildquelle: unsplash.com / Georg Arthur Pflueger)

IT-Branche

Die IT-Branche zeigt stets Bedarf für mehr Personal. High-Tech-Unternehmen sind Unternehmen, wo am meisten Stellen in dieser Branche zu finden sind. Die meisten High-Tech- und Dienstleistungsunternehmen haben sich im flämischen Teil rund um Brüssel angesiedelt. Dennoch liegt eine hohe Arbeitslosigkeit vor und es ist wichtig zu schauen, wo in Belgien welche Jobs gefragt sind. Zumal die Konkurrenz unter den Hochschulabsolventen sehr groß ist.

Die meisten bringen nicht nur die Skills für den jeweiligen Beruf mit sich, sondern circa 10 Prozent der Abgänger sprechen zusätzlich noch vier Sprachen und ungefähr 25 Prozent davon sprechen immerhin drei Sprachen. Die IT-Branche sucht dennoch stets nach qualifizierten Mitarbeitern.

Handwerker

Handwerkliche Berufe sind stets gefragt. Es gibt zahlreiche Bereiche für handwerkliche Berufe, die in Belgien gefragt sind. Freiberufliche oder festangestellte Jobs werden in der handwerklichen Branche gesucht. Oft wird Neu- oder Quereinsteiger die Möglichkeit gegeben in diese Berufe einzusteigen. Industrien, wo sehr oft neue Mitarbeiter gesucht werden:

  • die Glas- und Papierindustrie
  • die Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie und die Metallverarbeitung

Gastronomie

Die Gastronomie oder Nahrungs- und Genussmittelindustrie ist ein großer Bereich, bei denen sich Jobs in Belgien ergeben können. Alle Dienstleistungsunternehmen gehören ebenfalls dazu. Die beliebtesten Locations, um einen Job in der Gastronomie zu finden, sind: Antwerpen, Gent, Brügge, Lüttich, Namur und in der Hauptstadt Brüssel. Insbesondere in den Großstädten mit viel Tourismus bieten sich Gastronomiejobs an.

Als Kellner oder Kellnerin verdienst du durchschnittlich 1229 USD. Das Durchschnittsgehalt in Belgien ist 2119 USD. Mit bestimmter Berufserfahrung kann das Gehalt schon mal variieren. Generell wird die mittlere Schulreife erwartet, um in der Gastronomie arbeiten zu können.

Besonders in den belgischen Städten gibt es großen Bedarf an Mitarbeitern in der Gastronomie. (Bildquelle: unsplash.com / Lefteris kallergis)

Ingenieure

Ingenieure sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in Belgien gefragt. Hast du Qualifikationen in dem Bereich ist in dem Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau sicherlich eine große Chance offene Stellen zu finden. Die beliebtesten Orte, um einen Job in diesen Branchen zu finden, sind: Gent, Brügge, Lüttich, Namur, Antwerpen und in der Hauptstadt Brüssel.

Diese Jobs erwarten eine jahrelang Hochschulausbildung. Die Voraussetzungen stimmen mit denen in Deutschland überein. Das durchschnittliche Gehalt für Ingenieure liegt bei circa 3984 USD. Weitere Industrien, wie die Textilindustrie ist ebenfalls von großer Bedeutung in Belgien.

Fazit

Die Versicherungen und die Arbeitsbedingungen sind in Belgien und Deutschland sehr ähnlich geregelt. Die maximale Arbeitszeit ist gesetzlich auf 8 Stunden pro Tag und 39 Stunden pro Woche begrenzt. Dies trifft auf beide Länder zu. Für Überstunden müssen Zuschläge gezahlt werden. Auch in Belgien steht dem Arbeitnehmer ein Jahresurlaub von mindestens 20 Werktagen zu. Der Unterschied ist allerdings, dass diese erst ab dem zweiten Beschäftigungsjahr in Kraft trifft. Wohingegen in Deutschland dies bereits direkt im ersten Beschäftigungsjahr gilt.

Ein wesentlicher Vorteil in Belgien ist, dass erhaltene Dividenden zu 100 % steuerbefreit sind. Wohingegen in Deutschland diese zu versteuern sind. Deutschland trägt zudem den Spitzenplatz in der Untersuchung von den Beiträgen für Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Diese Sozialabgaben sind weit höher als in anderen Industrieländern.

Dennoch sind die Einkommensteuer höher in Belgien als in Deutschland. Ein Vorteil in Deutschland ist in der Partnerschaft der besondere Freibetrag für den Zweitverdiener. Du siehst also, dass die beiden Länder sich nicht im großen Ausmaß unterscheiden. Beide Länder sind an der Spitze der EU-Länder für die höchsten Steuerabzüge. Letztendlich muss man daher abwägen, welche Vor- und Nachteile der jeweiligen Länder entscheidend sind, denn beide Länder bieten ihre Besonderheiten und Vorteile.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.justlanded.com/deutsch/Belgien/Landesfuehrer/Jobs/Die-Sozialversicherung [2] http://docplayer.org/1771601-Mit-umzug-nach-belgien-wissenswertes-tipps-adressen-fuer-ihren-umzug-www-grenzinfopunkt-eu-www-grensinfopunt-eu.html#show_full_text [3] https://www.vlaanderen.be/de/arbeiten/arbeits-und-beschaeftigungserlaubnis

Bildquelle: unsplash.com / Libby Penner

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