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Arbeiten in Ecuador: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Arbeiten im Ausland

Ecuador ist bekannt für die atemberaubenden Anden und die Artenvielfalt, welche man insbesondere auf den Galapagos Inseln betrachten kann. Genauso farbenprächtig sind die Webereien die beispielsweise auf Ponchos zur schau gestellt werden. Ecuador eignet sich somit bestens für den Urlaub, aber ist arbeiten in Ecuador genauso schön?

Wenn du dir derzeitig diese Frage stellst und dich nun genauer erkundigen möchtest, dann ist dieser Artikel für dich. Wir zeigen dir mehr über das Alltagsleben und wo du am besten einen Job findest. Zudem zeigen wir die worauf du dich beim Arbeiten in Ecuador freuen kannst, aber auch was für Nachteile sich ergeben könnten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Vergleich zu Deutschland ist der Alltag etwas hektischer. Pünktlichkeit und Präzision wird in Ecuador eher kleingeschrieben. Dafür sind Ecuadorianer um einiges offener, sodass man sich schneller einlebt.
  • Besonders anfangs kann man der Kriminalität zum Opfer fallen. Auch im Bereich Verkehr und Gesundheit muss man mit qualitativen Einschränkungen rechnen. In der Stadt ist der Lebensstandard sehr gut, aber auch dementsprechend teurer.
  • Da nur wenige Ecuadorianer sich eine gute Ausbildung leisten können, sind gut ausgebildete Fachkräfte sehr gefragt. Für Ausländer ist der Einstieg im Tourismus, der Bildung, der Hotellerie und Gastronomie empfehlenswert.

Arbeiten in Ecuador: Was du wissen solltest

Damit du dich besten vorbereiten kannst, haben wir dir im Folgenden die wichtigsten Punkte rund ums Thema Arbeiten in Ecuador zusammengestellt. Zuerst kommen ein paar allgemeine Aspekte über Ecuador. Als Nächstes kommen die wichtigsten Dinge, die du bei der Vorbereitung beachten solltest und schließlich noch wo du einen Job in Ecuador finden kannst.

Was solltest du über das Leben in Ecuador wissen?

Bevor man einen Umzug nach Ecuador überhaupt in Erwähnung zieht, sollte einem bewusst sein auf was man sich überhaupt einlässt. Im Folgenden haben wir dir eine kurze Zusammenstellung bezüglich Bevölkerung und Alltagsleben in Ecuador bereitgestellt.

Ecuador hat wunderschöne Landschaften zu bieten. (Bildquelle: unsplash / Andrés Medina)

Mentalität

Die Mentalität der Leute ist hier schon anders. Man verschiebt gerne Dinge auf morgen, erledigt alles auf den letzten Drücker. Wenn beispielsweise die Lieferung eines Produktes für Montag zugesagt wird, ist davon auszugehen, dass es erst eine Woche später geliefert wird. Es ist interessant, ein Deutscher steht hier als Inbegriff für Zuverlässigkeit und Organisation, sodass es Deutsche meist nicht schwer haben, in Ecuador einen Arbeitsplatz zu finden.

Im beruflichen Umfeld sind Deutsche sehr geschätzt in Ecuador.

Dafür sind Ecuadorianer auch freundlich und im Vergleich zu deutschen offene Menschen, sodass es anfangs nicht zu schwer sein sollte neue Kontakte zu knüpfen. Die Gemeinschaft ist wichtig und man hilft der Familie und Nachbarn sehr gerne bei Schwierigkeiten. Aber auch Fremden gegenüber ist man sehr zuvorkommend. Ecuadorianer feiern gerne und das auch oft, denn es gibt zahlreiche Feste. Ebenso wie Deutschland teilen sie eine große Liebe für den Fußball.

Religion & Ethnizität

Der Großteil der Bewohner ist katholisch. In ländliche Regionen ist man tendenziell konservativer. Ursprüngliche Naturreligionen haben sich auch in den Katholizismus eingeschlichen, sodass man manchmal Symbole entdeckt, die nichts mit dem Christentum per se zu tun haben. Die Evangelien sind zu einem kleineren Teil Vertreten und noch weniger gibt es Atheisten.

Die Frau auf dem Bild gehört zum im Amazonastiefland indigenen Volk der Shuar. Auf Deutsch bedeutet das Wort Shuar so viel wie „Menschen“. (Bildquelle: hbieser / Pixabay)

Die größte ethnische Gruppe sind die Nachkommen von Ecuadorianischen Einwohnern und Europäern. Nebst Spanier, Italiener und Franzosen sind das auch Deutsche. Fast gleich viele Ecuadorianer sind Indigener Herkunft. Dazu gehören im Küstenvorland Chachi, Cayapa, Awá. Ein weiteres Volk sind die Tsáchilas, bei denen eine besondere Tradition die Einfärbung der Haare mithilfe der Achiote Frucht ist.

Die größte Gruppe indigener Einwohner findet man im Andenhochland: die Kichwa oder auch Quichua. Auf regionaler Ebene werden sie in die Gruppen Salasaca, Saraguro, Puruháes und die Otavaleños geteilt.

Letzteres ist weltweit berühmt für die schön bunten Ponchos. Im Amazonastiefland findet man die zweitgrößte Gruppe: die Shuar. Eine Besonderheit ist die Herstellung von Schrumpfköpfen. Dabei wird der abgetrennte Kopf erhitzt und geschrumpft der Mund wird zugenäht. Weitere Gruppen sind die Huaorani und Cofanes. Der Anteil Afro Ecuadorianer beträgt nur wenige Prozent, noch weniger gibt es Menschen, die ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammen.

Gesundheit

Bei der Gesundheit kann es bei der Ankunft erst zu Beeinträchtigungen kommen wie Atmung, schnellerem Herzschlag, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Diese Symptome sollten mit der Zeit abschwingen. Es empfiehlt sich vor der Reise mit entsprechenden Impfungen auf dem neusten Stand zu sein. Eine Gelbfieber Impfung empfiehlt sich im östlichen Anden Gebiet.

Bei der Ankunft kommt es aufgrund der hohen Lage oft zu Problemen mit der Gesundheit.

Des Weiteren lohnt es sich über Malaria, Denguefieber, Gelbfieber oder den Zika Virus zu informieren. Diese können insbesondere in Jahreszeiten mit starken Niederschlägen vermehrt vorkommen. Das Gesundheitswesen ist allgemein relativ gut. Seit 2008 ist die Grundversorgung kostenlos. Allerdings muss man sagen, dass die Ausstattung teils etwas spärlich ist insofern man nicht in einer größeren Stadt ist.

Wirtschaft

Die ecuadorianische Wirtschaft ist in erster Linien durch natürliche Ressourcen geprägt. Dazu gehören die Lebensmittel Bananen und Kakao sowie auch das Erdöl. An zweiter Stelle liegt die Bauindustrie.

Die meisten Artikel des täglichen Lebens kommen aus Ecuador selbst. Wenn es jedoch um elektronische Produkte geht können die Preise in die hohe schellen aufgrund hoher Importzölle. Dies kann sich oft nur die Oberschicht leisten.

Europäische oder nordamerikanische Marken sind ebenso teuer da sie hierzulande ein großes Prestige genießen. Der Tourismus Sektor ist nebst den weltberühmten Galapagos Inseln erst am Anfang. Dabei hat die natürliche Vielfalt Ecuadors sehr viel zu bieten und könnte der Armut entgegenwirken.

Welche Dokumente braucht es für die Arbeit in Ecuador?

Für die Einreise in ein anderes Land ist es wichtig, dass man die entsprechenden Papiere vorweisen kann. Als erstes gehört dazu ein Reisepass (auch ein vorläufiger), bei den Kleinen ein Kinderreisepass. Ein Personalausweis ist nicht gültig! Zum Zeitpunkt der Reise sollte der Reisepass mind. 6 Monate gültig sein. Der Einreisestempel ist Pflicht und der Pass muss stets dabei sein.

Daneben braucht es für die Dauer des Aufenthaltes eine gültige Reisekrankenversicherung. Welche dies ist, ist einem selber überlassen. Es lohnt sich im Voraus zu informieren.

Was für ein Visum braucht es für die Arbeit in Ecuador?

Wenn du bis jetzt noch nie in Ecuador warst und erstmals das Alltagsleben genauer kennenlernen möchtest, dann eignet sich ein Aufenthalt von 90 Tagen. Während dieser Zeit bräuchtest du als deutscher kein Visum. Der erste Tag beginnt beim Einreisedatum. Du könntest deinen Aufenthalt dann um weitere 90 Tage verlängern. Du müsstest dafür noch während deines Aufenthaltes das ecuadorianische Außenministerium kontaktieren.

Mit dem Visum für befristetes Arbeiten steigen deine Chancen für ein dauerhaftes Visum.

Es ist wichtig, dass du dies rechtzeitig tust. Ansonsten musst du mit einer Geldstrafe rechnen. Nachfolgend wäre sogar ein spezielles Touristenvisum mit einer Gültigkeit bis zu einem Jahr möglich. Mit diesem Visa wäre das Arbeiten jedoch nicht erlaubt. Dies ist sowieso nicht nötig da 90 -180 Tage ohnehin reichen, um sich einen Eindruck über das Land zu verschaffen.

Hast du dich bereits entschieden zeitlich befristet in Ecuador zu arbeiten. Dann brauchst du ein Visum der Kategorie 12 VI. Für Freiwilligen- und Missionsarbeit ist das Visum 12 VII. Mit diesen Visa kannst du dich 180 Tage Aufhalten mit der Möglichkeit auf Verlängerung. Es schafft eine gut Voraussetzung, um bei Wunsch auch dauerhaft zu bleiben. Bei dauerhaftem Aufenthalt ist das Visum 9-II für Investoren, Visum 9-III für Unternehmer und das Visum 9-V für Freiberufler nötig. Bei allen Visa entstehen Unkosten sowohl beim Visa per se als auch der Bewerbung.

Wie ist die Wohnsituation in Ecuador?

Damit du in Ecuador arbeiten und leben kannst ist eine geeignete Wohnung entscheidend. So wie überall sind die Kosten für Wohnungen in Großstädten wie beispielsweise Quito, Guayaquil und Cuenca relativ hoch. Je weiter man aufs Land herausgeht, desto günstiger.

  • 1-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum: ca. 360 €
  • 1-Zimmer-Wohnung außerhalb: ca. 240 €
  • 3-Zimmer-Wohnung Stadtzentum: ca. 610 €
  • 3-Zimmer-Wohnung außerhalb: ca. 420 €

Die Tabelle zeigt ungefähre Werte wie sie durchschnittlich über ganz Ecuador verteilt sind. Im Vergleich zu Deutschland liegen die Kosten etwas tiefer, das Gleiche gilt aber auch für den Lohn.

Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?

Die Lebenshaltungskosten in Ecuador sind tiefer als in Deutschland. Man bezahlt mit US Dollar. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Bargeld kann prinzipiell von den meisten Bankautomaten direkt mit der EC-Karte abgehoben werden. Nicht alle Automaten akzeptieren die Karten von Maestro oder Cirrus. Die meisten Bankautomaten sind auf 200 Euro pro Abhebung begrenzt. Hier findest du die Kosten für gängige Produkte:

  • 1 Kg Reis: ca. 1.15 €
  • Weißbrot: ca. 1.30€
  • 1Kg Apfel: ca. 1.75€
  • 1 Kg Bananen: ca. 0.90€
  • 1 Salat: ca. 0.60€
  • 1 Kg Kartoffeln: ca. 0.90€
  • Einheimisches Bier 0.5L: ca. 1.15€
  • Cola 0.33l: ca.0.65 €
  • 1.5 L Wasser: ca.0.95 €

Nach den Produkten findest du hier noch ein paar Dienstleistungen zum Vergleich:

  • 1 Monat öffentliche Transportmittel: ca. 18.50 €
  • 1 Monat Fitness Club: ca. 37.15€
  • 1 Monat Kindergarten: ca. 265.55€

Die Werte sind lediglich Richtwerte und können sich je nach Stadt unterscheiden. Vor allem die Galapagos Inseln sind um einiges teurer als das Festland. Ecuador ist eines der günstigeren Länder Südamerikas, bietet aber eine immer noch relativ gute Infrastruktur. Der Transport ist besonders günstig.

Wie viel verdient man bei der Arbeit in Ecuador?

Der durchschnittliche Lohn beträgt um die 400 €. Der Gehalt fällt im Durchschnitt tiefer aus als in Deutschland. Über die Höhe des Lohns entscheiden die üblichen Kriterien wie Art der Arbeit sowie auch Erfahrungen.

Der Quiltota ist der westlichste Vulkan in den Anden. Er ist höchstwahrscheinlich im 13. Jahrhundert zuletzt ausgebrochen. (Bildquelle: Robinson Recalde / Unsplash)

In Ecuador sind ausländische Titel (hauptsächlich aus den USA und Europa) hoch angesehen. Ein Masterabschluss ist vergleichsweise weniger wichtig und wird meist nur in Führungspositionen erwartet.

Welche Jobportale für Arbeit in Ecuador gibt es?

Mittlerweile gibt es zahlreiche Online Jobbörsen, mit denen man eine Stelle finden kann. Ihr Vorteil liegt im Zugriff von überall. Wenn du noch unsicher bist bezüglich eines Umzuges nach Ecuador, dann lohnt es sich online auf Erkundungstour zu gehen. Wenn du erst mit einer festen Stelle verreisen möchtest, dann erkundigst du dich am besten bei diesen Webseiten nach offenen Stellen.

Allgemein:

  • OpcionEmpleo
  • Multi Trabajos
  • CompuTrabajo
  • Craigslist

Bildung:

  • learn4good
  • ESL Employement
  • Total ESL
  • Tesall
  • CEDEI – Centro de Estudios Interamericanos
  • EF Education First
  • Ilingua

Unternehmer und Führungskräfte:

  • glassdoor
  • lateinamerikaverein
  • AHK Ecuador (Praktika)

Ein Großteil der Stellen (vor allem, wenn sie nicht im Bildungswesen oder auf den höheren Managementebenen sind) werden lokal vermittelt. Deshalb wärst du wohl erfolgreicher, wenn du mit etwas erspartem bereits nach Ecuador hinreist

Wo finde ich Freiwilligen/ Sozial Arbeit in Ecuador?

Volontärs sind immer gefragt und so wirst du auch in Ecuador eine Stelle finden. Freiwilligen Arbeit eignet sich für jene die gerne eine neue Kultur kennenlernen möchten und einen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

Ein weiterer Vorteil der freiwilligen Arbeit ist die Verbesserung der Sprachfähigkeiten. Freiwilligen Arbeit findest du im Bereich Umweltschutz, Kinderbetreuung, Organic Farming, Soziale Arbeit und Tierschutz. Nachfolgend findest du eine Liste von Freiwilligen Arbeit Anbietern:

  • travelworks
  • freiwilligenarbeit
  • workaway
  • farmarbeit
  • ICYE
  • wegweiser-freiwilligenarbeit
  • manatapu

Da bei einem Aufenthalt Unkosten für Essen, Transport und Schlaffen entstehen, muss man meist einen bestimmten Preis zahlen. Dieser ist aber längst nicht so hoch wie bei einem normalen Urlaub. Als Student kannst du den Aufenthalt manchmal sogar als Praktikum anrechnen. Erkundige dich diesbezüglich im Voraus.

Was solltest du beachten bei der Arbeit in Ecuador?

Ecuador ist ein wunderschönes Land, dass im Vergleich zu Deutschland aber auch andere Begebenheiten besitzt, die einem vor der Reise bewusst sein sollten. Zuerst einmal gibt es einen Unterschied im Verhalten der Hochland Bevölkerung und den Menschen der Küste. Auf dem Hochland sind die Menschen zurückhaltender, was nicht ein Anzeichen von Ablehnung sondern des Respektes ist.

Ein weiterer Punkt ist die gesellschaftliche Stelle einer Frau. In Ecuador unterscheidet sich Gleichberechtigung um einiges im Vergleich zu Deutschland.

Zudem wird einer Frau mehr hinterher gepfiffen und das Verhalten ist allgemein „Macho“-mässiger, wie man Umgangssprachlich gerne sagt. Im Geschäftsalltag sollte man dies aber weniger spüren, da man da mehr respektiert und geachtet wird.

In Ecuador kann man von Papageien über Buckelwale, Amazonasdelfine, Jaguare, Iguanas und Seelöwen so ziemlich jede erdenkliche Art finden. (Bildquelle: Tom Winckels / unsplash)

Ein weiterer Punkt ist der Verkehr und Sicherheit. In Ecuador geht vieles weniger geordnet vonstatten. Dazu gehört die Einhaltung der Verkehrsregelungen. Dieser Aspekt verbessert sich aber stetig, was unter anderem auch auf die höheren Bussen zurückzuführen ist. Bei der Ankunft solltest du dich gut auf deine Wertsachen achten. Insbesondere vor vorgetäuschten Unfällen die als Ablenkungsmanöver dienen und das vor allem in Metropolen wie Quito, Guayaquil, Cuenca sowie allgemein Küstenregionen.

Des Weiteren gehören Delikte wie Kreditkartenbetrug, Bußgeld Betrug von in Uniform verkleideten Menschen sowie Diebstahl mit Gewaltandrohung oder Sexualdelikte dazu.

Eine Region, die besonders gefährlich werden kann, ist die Grenze zu Kolumbien. Dort ist es in der Vergangenheit bereits zu Entführungen gekommen. Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Länder ist Ecuador aber relativ sicher. Wenn du auf dich und deine Güter achtest, dann sollte dir auch nichts passieren.

Welche Jobfelder gibt es in Ecuador?

Ganz allgemein fehlt es dem ecuadorianischen Bildungssystem an gut ausgebildeten Fachkräften und Akademikern. Das liegt daran, dass sich nach den obligatorischen 6 Schuljahren viele nicht die Oberstufe leisten können, die darauffolgende Universität erst recht nur eine kleine Schicht.

Wenn du nur eine geringe oder sogar gar keine Ausbildung hast, dann könnte es schwer werden. Denn da hast du eine große Konkurrenz an Arbeitern, die meist bereit sind zu einem tieferen Lohn zu arbeiten oder sich als Einheimische besser mit örtlichen Begebenheiten und Sprache auskennen. Nur weil es unter Umständen schwerer sein kann, bedeutet dies aber nicht, dass du es gar nicht probieren solltest.

Als Ausländer in Ecuador eignen sich insbesondere diese Jobfelder:

  • Tourismusbranche: Der Tourismus ist derzeitig noch in den Kinderschuhen und hat noch großes Ausbau potenzial. Mit deinen Kenntnissen über den deutschsprachigen Raum (Deutschland aber auch Schweiz, Österreich) könntest du Reisen planen und bewerben, die sich den gesellschaftlichen Wünschen und Begebenheiten der Deutschen anpassen. Du kannst aber auch vor Ort als Reiseleiter Führungen auf Deutsch anbieten.
  • Hotellerie und Gastronomie: Die Vielfalt ist besonders groß in diesem Sektor. Dort solltest du auch mit minimalen Sprachkenntnissen einen Job als Reinigungskraft finden. Mit relativ guten Spanisch Sprachkenntnissen kommt auch der Service infrage. Wenn du sehr ehrgeizig bist, kannst du auch gleich ein Restaurant eröffnen. Wenn du dich auf deutsche Speisen fokussiert, kannst du dich von der Masse abheben. Falls du im Hotellerie Bereich studiert hast, kannst du auch leichter in eine Führungsposition kommen.
  • Bildung: Mit Lehrerabschluss und guten Spanisch Kenntnissen kannst du gut als Lehrer arbeiten. Mit guten Spanisch Kenntnissen aber ohne Lehrerdiplom kannst du als Nachhilfelehrer arbeiten. In manchen Regionen könntest du aufgrund des Lehrermangels trotzdem als Lehrerin arbeiten. Ansonsten bietet sich spezifisch die Arbeit als Deutschlehrer an. Schließlich kommt noch der Job als Übersetzter bei Staat oder Unternehmen infrage.
  • NGO: In der Freiwilligen Arbeit kannst du neben Missionararbeit auch im Umweltschutz, der Kinderbetreuung, im Organic Farming, der sozialen Arbeit und dem Tierschutz tätig. Dort kommt es darauf an wie gut deine Ausbildung im jeweiligen Bereich ist. Wenn du mit Menschen arbeiten möchtest, sollte dein Spanisch auf einem guten Niveau sein. Mehr dazu haben wir dir unter „Wo finde ich Freiwilligen/ Sozial Arbeit in Ecuador?“ notiert.
  • bei Zweigstellen ausländischer Unternehmen: Der Vorteil der ausländischen Zweigstelle eines dir bekannten Unternehmen ist, dass du mit den Grundzügen der Organisation bereits bekannt bist. So bist du nicht komplett abgeschnürt von deinen deutschen Kollegen, kannst aber zugleich eine andere Kultur kennenlernen. Je nach Unternehmen werden solche Stellen als temporär oder langfristig angeboten.

Wenn du bei einem deutschen Unternehmen angestellt bist deren Vertretung in Ecuador arbeitet, dann hast du den Vorteil eines höheren Gehaltes sowie einer Absicherung durch das deutsche Sozialsystem. Die genannte Branchen eignen sich insbesondere, wenn dein Spanisch noch nicht so gut ist. Mit der Zeit ist es aber wichtig, dass du die Sprache erlernst. Dies vor allem, weil viele Ecuadorianer nicht so gut Englisch können, wie das in anderen Länder der Fall sein mag.

Fazit

Alles in einem ist Ecuador ein tolles Land. Ob es sich auch zum Arbeiten eignet, hängt davon ab wie sehr du dich auf die örtlichen Begebenheiten einzulassen kannst. Mit einer deutschen Ausbildung hast du zumindest schon einen großen Wettbewerbsvorteil.

Du wirst in Ecuador weniger Geld verdienen, aber auch dementsprechend weniger Ausgaben haben. Wenn du bereit bist ein Stück an Sicherheit und Komfort abzugeben, im Gegenzug für eine Bekanntschaft mit einer neuen Kultur und atemberaubenden Natur, dann lohnt sich ein Umzug auf jeden Fall.

Bildquelle: unsplash / Andrés Medina

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