fbpx
Glossar
0

Beacon

Wann immer die Museumsführung von einer App übernommen wird, die den Besuchern immer passende Informationen liefert, oder in der Shopping-Mall Standort-basierende Push-Nachrichten direkt aufs Smartphone der Kunden gesendet werden, sind Beacons am Start. Die kleinen Sender werden im Marketing immer beliebter und eröffnen viele neuen Möglichkeiten.

Mit diesem Glossareintrag möchten wir dir näher bringen, was sich hinter dem Begriff “Beacon” verbirgt und wie sie funktionieren. Außerdem zeigen wir verschiedene Einsatzmöglichkeiten auf und erläutern dir, wie du dein Marketing rechtssicher mit Beacons auf ein neues Level heben kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beacons senden mit einem stromsparenden Bluetooth-Modus kurze Nachrichten in und sprechen damit bluetoothfähige Geräte in ihrer unmittelbaren Umgebung ab.
  • Damit du diese entstehenden Daten nutzen kannst, muss auf den Smartphones deiner Kunden eine entsprechende Software installiert werden.
  • Durch die eigenständige Installation dieser Software durch den Kunden selbst sicherst du rechtlich die Nutzung von Beacons ab.

Glossareintrag: Der Begriff Beacon im Detail erklärt

Wir erklären dir, was Beacons genau sind und wie du sie einsetzen kannst. Außerdem klären wir dich über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu Beacons auf.

Was ist sind Beacons?

Der Begriff Beacon stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Funkbake. Das beschreibt sehr gut, was die kleinen Geräte tun: Sie senden periodisch kurze Nachrichten in ihre unmittelbare Umgebung, können aber keine empfangen. Oft gehen diese Meldungen nicht über die eigene ID hinaus. Dabei sprechen sie intelligente Geräte an, wie z. B. Smartphones. Diese verarbeiten das Signal des Beacons mithilfe von installierter Software und ermöglichen damit ein vom aktuellen Standort abhängiges Marketing. Kombiniert mit Google Ads zum Beispiel, kannst du so das Verhalten deiner Kunden analysieren. Auch angepasste Push-Benachrichtigungen sind so möglich.

Die bekanntesten Beacon-Vertreiber sind die iBeacons von Apple und Eddystone von Google.

Smartphones sind ein häufiges und praktisches das Ziel der sendenden Beacons, da die Kunden sie fast immer bei sich haben. So lassen sich sehr zuverlässige und flächendeckende Analysen mit den Beacons durchführen. (Bildquelle: unsplash.com / Sara Kurfeß)

Wie funktioniert die Beacon-Technologie?

Mithilfe von Low-Energie-Bluetooth (BLE) senden Beacons in der Regel ununterbrochen und bis zu 50 Meter weit. Ein Smartphone zum Beispiel registriert die Meldungen erstmal ohne weitere Voraussetzungen, da BLE im Hintergrund läuft. Da die Beacons grundsätzlich aber nur senden können, muss auf dem Gerät eine speziell dafür konzipierte App installiert sein, um aktiv mit den Kunden zu kommunizieren. Dazu senden die Beacons ihre eigene ID in ihre Umgebung hinaus. Wenn sich also mehrere Beacons in der Nähe des Smartphones befinden, registriert die App die verschiedenen Beacons und kann anhand der jeweiligen Signalstärken, den eigenen Standort ziemlich genau bestimmen.

Beacons sind unfassbar simpel konzipiert und sehr vielseitig einsetzbar.

Beacons werden oft mit Batterien betrieben und lassen sich so unabhängig und kabellos im Geschäft platzieren. Einmal konfiguriert und platziert, sind die Beacons einsatzbereit.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sollte ich beim Einsatz von Beacons beachten?

Grundsätzlich passiert mit den gesendeten Nachrichten auf den Smartphones der Kunden erstmal nichts, erst wenn diese selbst sich die dazu passende App herunterladen und diese die Erlaubnis geben, im Hintergrund zu arbeiten, wirken sich die Beacons aus. Daher brauchst du dir keine Sorgen machen, dass die Beacons zu einem rechtlichen Problem werden, wenn du ein paar kleine Regeln befolgst.

  • Einwilligung: Auch wenn ein Kunde deine beaconnutzende App heruntergeladen hat, solltest du innerhalb dieser einmal die Einwilligung abfragen, ob die App im Hintergrund arbeiten und Ortungsdienste nutzen darf.
  • Datenschutz: Die Verarbeitung der Nutzerdaten darf ohne konkrete Zustimmung nur anonymisiert erfolgen.
  • Transparenz: Wer möglichst offen darlegt, welche Daten wie verarbeitet werden, hat es oft einfacher, sowohl aus der Sicht des Rechts als auch die des Kundens.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Beacons?

Insgesamt sind Beacons sehr praktische, kleine Gerätschaften, die sehr individuell einsetzbar sind. Mit geringem Aufwand kannst du damit deine Kunden im Geschäft analysieren und steuern. Dafür musst du aber diesen vorher die Nutzung der Software interessant machen und diese entsprechend vermarkten.

Um Beacons als Marketingstrategie nutzen zu können, musst du dein eigenes Marketing vermarkten.

Insgesamt ist die Akzeptanz der Technologie vor allem in Deutschland nicht besonders hoch, weshalb du hier mit Beacons nur eine ziemlich kleine Zielgruppe ansprichst, und zwar eher die junge, experimentierfreudige Generation. Aber ein antiquiert wirkendes Angebot deinerseits kann durch den gezielten Einsatz von digitalen Medien und Beacons genau dieser Zielgruppe passend schmackhaft gemacht werden. Der Aufbau dieses digitalen Marketings kostet allerdings auch Zeit und Geld, denn dieses muss wohlüberlegt und gut dosiert eingesetzt werden, um die Kunden nicht zu verschrecken. Die Beacons selbst sind dagegen schon für wenig Geld in guter Qualität erhältlich.

Fazit

Beacons können ein nützliches Hilfsmittel für dein Marketing sein, unter der Voraussetzung, dass du die passende Zielgruppe ansprechen möchtest. Besonders die junge Generation kann man durch den Einsatz von Beacons neugierig auf das eigene Produkt machen. Wenn die eigene Zielgruppe aber eher älter ist, dann sind die kleinen Sender fehl am Platz.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.wordstream.com/blog/ws/2018/10/04/beacon-technology [2] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-beacon [3] https://blog.hubspot.de/marketing/geofencing [4] https://www.mobile-zeitgeist.com/beacon-kompendium-25-die-rechtliche-fragestellungen

Bildquelle: unsplash.com / Krisztina Papp

Weitere Glossarbeiträge

Featured Artikel im Glossar
Menü