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Glossar

Domain

Du möchtest dein Unternehmen anhand einer Webseite online präsent machen? Oder deine Weltreise in einem Blog mit dokumentieren? Dann benötigst du eine Domain, um dich dem Internet zugänglich zu machen. Du bist dir aber nicht ganz sicher was das ist? Wir wollen dir hier erklären, was es damit auf sich hat, wie du dazu kommst und was die rechtlichen Rahmenbedingungen sind.

In unserem Beitrag zum Begriff Domain 2021 informieren wird dich über den Domain-Aufbau, die Registrierung einer Domain sowie deren rechtlichen Hintergrund. Wir wollen dir bei deinem Einstieg in die Internetpräsenz weiterhelfen, damit du erfolgreich mit deiner Idee durchstarten kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Domain ist eine Internetadresse, welche anstatt des Zahlencodes mithilfe der alphabetischen Methode verständlicher und leichter merkbar gemacht wurde.
  • Eine Domain besteht aus verschiedenen Bestandteilen, welche in weitere Subdomains untergliedert werden können: Root-Label, Top-Level-Domain, Second-Level-Domain, Third-Level-Domain, usw.
  • Eine Domain kann über Domain-Anbieter für bestimmte Zeiträume „gekauft“, besser gesagt, gemietet werden. Dabei sind technische Voraussetzungen als auch rechtliche Vorgaben zu beachten.

Glossareintrag: Der Begriff Domain im Detail erklärt

Der Begriff Domain ist dir schon öfter untergekommen, du weißt aber nicht genau, worum es sich dabei handelt? Wir möchten dich über den Begriff aufklären und dir die häufigsten Fragen zu diesem Thema beantworten.

Was ist eine Domain?

Auf deiner Webseite befindet sich ganz oben eine Leiste mit der URL (= Uniform Resource Locator). Um auf deine Internetseite zu gelangen, benötigst du diese einzigartige Webadresse. Grundsätzlich ist eine Webseite durch einen Nummerncode aufzurufen. Da jedoch der Zahlencode schwierig zu merken ist, wird jener durch Nameserver in eine alphabetische Methode umgewandelt.

[1]

Sogenannte Premium-Domains liefern begehrte Begriffe für Domainnamen, haben aber auch höhere Preise.

Die Domain ist Bestandteil einer URL. Sie gibt die hierarchische Struktur einer Ressource innerhalb des Domain Name System (DNS) an. Durch das Domain Name System wird der Domainname in eine zugehörige IP-Adresse aufgelöst und umgekehrt. Informationen darüber befinden sich auf den Nameservern.[2]

Eine Domain kann für eine eigene Website, eine E-Mail-Adresse, eine Weiterleitung, den Verkauf, einen Blog, einem Cloud-Speicher, usw. registriert werden.

Wie ist eine Domain aufgebaut?

Ein voll qualifizierter Domainname (FQDN = Fully Qualified Domain Name) gibt eine genaue Adresse eines Zielrechners in der Baumhierarchie des Domain Name System an. Im Nameserver wird eine Verbindung von voll qualifizierter Domainname und tatsächlichem Aufenthaltsort des Objekts über Einträge hergestellt. Diese verweisen auf eine IP-Adresse eines Servers.

[2]

Eine Domain wird von rechts nach links gelesen, wobei das Element ganz rechts der höchsten Ebene der Baumhierarchie zugeordnet wird. Einer Domain können weitere Subdomains oder Labels hinzugefügt werden.[2]

Die Top-Level-Domains untergliedern sich in gesponserte und länderspezifische Domains. Seit 2013 gibt es neue Top-Level-Domains. (Bildquelle: 123rf / deniskot)

Eine Subdomain befindet sich in der Hierarchie der DNS unter einer anderen Domain. Die Second-Level-Domain ist zum Beispiel die Subdomain der Top-Level-Domain. Die Third-Level-Domain ist wiederum die Subdomain unterhalb der Second-Level-Domain, usw.

Auf der höchsten Ebene befindet sich die Root-Domain (Root- oder Null-Label). Diese hat leere Kettenzeichen. Eine Ebene darunter befindet sich die Top-Level-Domain (TLD). Dazu gehören .com, .org, .de. Direkt unter der TLD befindet sich die Second-Level-Domain. in unserem Beispiel wäre das .example. Direkt unter jener befindet sich die Third-Level-Domain www.

Die Bereiche werden durch Punkte voneinander getrennt. Jeder Abschnitt darf maximal 63 Zeichen lang sein. Die Gesamtlänge eines vollständigen Domainnamens darf nicht mehr als 255 Zeichen haben.

In den folgenden Absätzen möchten wir euch nun die einzelnen Domain-Abschnitte näher veranschaulichen.

Top-Level-Domain (TLD)

Top-Level-Domains können für bestimmte Länder oder Städte stehen, sind kommerziell oder dienen Informationszwecken. Sie stehen für mehr Kundenvertrauen und schnelle Wiedererkennbarkeit.

Top-Level-Domains sind die höchste Ebene der Namensauflösung. Sie werden von Registrierstellen (NIC = Network Information Center) verwaltet. Diese sind für den Betrieb von Nameserver und der Vergabe von Second-Level-Domains zuständig.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Top-Level-Domains: einerseits die generischen und andererseits die länderspezifischen Domains. Generische Top-Level-Domains werden wiederum in gesponsert (sTLD) und nicht gesponsert (uTLD) unterschieden.(2)

  • Gesponserte Top-Level-Domains, dazu gehören .edu (educational), .gov (government), .int (international), werden von unabhängigen Organisationen betrieben.
  • Nicht gesponserte Top-Level-Domains sind unter der Kontrolle von ICANN und der Internet Society. Sie setzen sich aus mindestens drei Zeichen zusammen und stehen für einen bestimmten Begriff. Dazu zählen .com (commercial), .info (information), .net (network), .org (organization).

Länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLD = country Code) bestehen aus einem Zwei-Buchstaben-Code: .de steht für Deutschland, .es für Spanien, .at für Österreich. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Das Vereinigte Königreich verwendet .uk anstatt des reservierten .gb. Die Europäische Union verwendet .eu, obwohl es kein eigenständiger Staat ist.

Seit 2013 werden neue Domainendungen von der ICANN (= Internet Corporation für Assigned Names and Numbers) freigegeben. (3) Diese neuen Top-Level-Domains (nTLDs) sind spezifischer und ermöglichen eine größere Auswahl an Domains (.berlin, .shop, .business, sport, .reise, .music, .yoga, .blog, .online, .web).

Second-Level-Domain (SLD)

Bei der Second-Level-Domain handelt es sich um den eigentlichen Domainnamen. Dieser ist unter gewissen Regeln frei wählbar. Die Regeln können sich bei den Registrierstellen der jeweiligen Top-Level-Domains unterscheiden. Alle Domainnamen mit der Endung .de werden über DENIC verwaltet, registriert und geprüft.(4)

Es gibt jedoch Einschränkungen bzw. Sonderfälle, wo die Second-Level-Domain bereits vorgegeben ist und erst die Third-Level-Domain frei gewählt werden kann. Dies ist zum Beispiel in Österreich bei Hochschulen (ac.at) und Behörden (gv.at) der Fall. In Australien ist die Second-Level-Domain allgemein fest vorgegeben (com.au).(2)

Bei Spezial- oder Pseudo-Domains und für bestimmte Zwecke reservierte Name (.bit, .example, .test) ist es nicht möglich, eine Top-Level- oder Second-Level-Domain einzurichten.

Wir wollen dir hier einige Tipps geben, wie du deinen perfekten Domainnamen erstellen kannst:

  • Der Domainname sollte kurz und merkbar sein.
  • Domainnamen mit Keywords werden von Google nicht gerankt, locken dennoch Besucher an.
  • Eine geeignete Top-Level-Domain (generisch, neu oder länderspezifisch) sollte gefunden werden.
  • Eine Domain kann mit oder ohne Bindestrich registriert werden. Bei mehr als zwei Wörtern ist ein Bindestrich zur besseren Übersicht ratsam.
  • Domainnamen können auch mit Umlauten geschrieben werden. Jedoch sollten vor allem für den E-Mail-Verkehr die Umlaute ausgeschrieben werden. Generell sind Umlaute und Zahlen im internationalen Raum schlechter verständlich und sollten daher vermieden werden.
  • Bei einem Unternehmen ist es vorteilhaft in der Domain den exakten Firmennamen zu verwenden. Dadurch weiß der Besucher was ihn erwartet.
  • Sonderzeichen wie Fragezeichen, Punkte oder Schrägstriche sind nicht zu verwenden.

Third-Level-Domain

Eine gängige Bezeichnung der Third-Level-Domain ist www. Es ist nicht der Standard, kann verändert oder auch weggelassen werden.

Eine Third-Level-Domain kann unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Trennung von Diensten: Innerhalb einer Organisation kann auf verschiedene Dienste zugegriffen werden. Traditionelle Subdomains sind zum Beispiel www. für Webserver, m. für mobile Endgeräte oder mail. für Mailserver. Diese Third-Level-Domains sind nur konventionell und nicht vorgegeben.
  • Logische Gliederung: Der Third-Level-Domain können auch verteilte Filialen oder Abteilungen eines Unternehmens (personal.example.com), eigenständige Web-Auftritte oder verschiedene Sprachversionen (en.example.com) zugeteilt werden. Umleitungen können festgelegt und auf bestehende Subdomains weitergeleitet werden.
  • Schnellzugriff: Third-Level-Domains können auch als Schnellzugriff-URLs für Landing Pages oder bestimmte Unterseiten herangezogen werden. Somit können lange Links einfach gekürzt werden. Dadurch erscheinen diese attraktiver und sind leichter zu merken.

Wie funktioniert die Registrierung einer Domain?

Bei der Registrierung einer Domain solltest du folgende Schritte beachten:

  1. Domaincheck: Bevor du dich für eine Domain registrierst, solltest du einen Domaincheck machen. Dieser wird meist bei Webseiten von Domain-Anbietern zur Verfügung gestellt. So siehst du gleich, welche Domainnamen noch frei sind.
    Ist die Domain bereits vergeben, können andere Endungen meist eine gute Lösung sein. Nichtsdestotrotz kannst du dich auch mit dem aktuellen Inhaber in Verbindung setzen und einen Verkaufspreis aushandeln.
  2. Domainname: Du solltest einen Namen wählen, der zu dir, deiner Tätigkeit oder deinem Unternehmen passt. Mit einer Kombination aus Name, Tätigkeitsbeschreibung und Ortsbezeichnung kannst du nicht viel falsch machen.
  3. Registrierung: Du hast die passende Domain gefunden? Nun kannst du dich kostenpflichtig dafür registrieren. Sofern du dich als Inhaber der Domain einträgst, wirst du auch dessen Eigentümer. Die Rechnung ist gleich am Anfang zu begleichen. Vor Vertragsende muss die Domain verlängert werden, ansonsten wird dir die Domain entzogen.
  4. Abschluss: Anschließend wird die Registrierung an die zuständige Registrierstelle weitergeleitet. Je nach Ort unterschiedlich kann dies von wenigen Minuten bis zu mehreren Tagen dauern. Die Website ist innerhalb von 48 Stunden weltweit verfügbar.

Insofern kann man hier von keinem Kauf sprechen, da die Rechte nur auf Zeit übertragen werden und nicht für immer. Abhängig von der jeweiligen Registrierstelle kannst du dich für 1–10 Jahre für eine Domain registrieren lassen.

Wo kann ich mich für eine Domain registrieren?

Es gibt unterschiedliche Domain-Anbieter. Diese schließen Verträge mit Registrierstellen und vertreiben entweder ein breites Spektrum oder nur eine Anzahl von exklusiven Top-Level-Domains. Der Preis kann dahingehend von Anbieter zu Anbieter variieren, da Verträge mit Registrierstellen unterschiedlich ausgehandelt werden.

Es gibt verschiedene Anbieter bei denen du deine Domain registrieren kannst. (Bildquelle: unsplash / Stephen Phillips)

Domain-Anbieter werben mit verschiedensten Services und Supports, wie Verlängerung oder Kündigung der Domain, bis hin zu Domaincheck und Reservierung. Ebenso Zusatzleistungen wie Hosting-Umgebung, Speicherplatz, Homepage-Baukästen, SEO- und Marketing-Tools, E-Mail-Postfächer und Unterstützung bei einem Domain-Wechsel bzw. -Umzug werden von einigen Anbietern angeboten.

Wir haben dir hier einige Domain-Anbieter angeführt:

  • easyname.de
  • united-domains.de
  • strato.de
  • ionos.de
  • sedo.com

Welche rechtliche Rahmenbedingungen sollte ich bei einer Domain beachten?

Zunächst müssen die formalen Regeln der jeweiligen Vergabestelle eingehalten werden. Diese Domain-Registrierstellen sind für die Vergabe und Koordination einer oder mehrere bestimmten Top-Level-Domains zuständig. Unter anderem muss ein Wohnsitz im jeweiligen Land nachgewiesen oder Unterlagen wie eine Ausweiskopie übermittelt werden. In Deutschland ist die Domain-Registrierstelle DENIC.

[4]

Bei der Vergabe von Domains ist die ICANN die oberste Instanz. Sie ist für die Koordination und Vergabe von Namen und Adresse im Internet zuständig.

Vor allem bei der Namensfindung von Domains sollte stark auf Marken-, Namen- und Wettbewerbsrechte geachtet werden. Wir haben dir hier ein paar Rechte angeführt, welche du beachten solltest.[5]

  • Es ist rechtlich nicht erlaubt Marken und Namen von fremden Unternehmen für eine Domain zu nutzen, um mehr Besucher anzulocken. Wenn du jedoch trotzdem den Namen einer fremden Marke nutzen möchtest, musst du den Rechteinhaber um Genehmigung bitten, am besten mit einer schriftlichen Bestätigung.
  • Private Vor- und Nachnamen, auch von Prominenten, unterliegen dem namensrechtlichen Schutz §12 BGB.
  • Werktitel von Bücher, Zeitschriften, Filme, TV-Sendungen, Software etc. unterliegen dem Titelschutz. Daher solltest du auch bei der Erstellung von Fanseiten vorsichtig sein.
  • Du solltest ebenso Städtenamen, Kfz-Kennzeichen, Behörden oder Bezeichnungen staatlicher Einrichtungen aus deiner Domain auslassen.
  • Domains mit gezielten Tippfehlern von bekannten Domains sind Verletzungen vom Marken-, Namen- oder Titelschutzrecht.

Demzufolge solltest du keine Blindregistrierung durchführen. Du kannst deinen Domainnamen in die Suchmaschine eingeben oder eine rechtliche Prüfung beim Rechtsanwalt in Auftrag geben.[5]

Es empfiehlt sich auch eine Markenrecherche durchzuführen, mittels einer Identitätsrecherche beim Deutschen Patent- und Markenamt. Oder mittels einer Ähnlichkeitsrecherche bei einem spezialisierten Rechtsanwalt bezüglich ähnlich klingender Wort- und aussehender Bildermarken.[5]

Des Weiteren solltest du deine Webseite rechtssicher gestalten (Impressum, AGB etc.).

Damit keine Rechte Dritter verletzt werden, sollte bei der Erstellung einer Domain für ein Unternehmen oder auch bei Unklarheiten ein Rechtsanwalt zur Hilfe gezogen werden!

Fazit

Eine möglichst kurze und einprägsame Domain hilft dir oder deinem Unternehmen im Gedächtnis zu bleiben. Besonders neuen Top-Level-Domains können in Kombination mit Second-Level-Domains kreative Domainnamen ergeben und dadurch einen hohen Wiedererkennungswert erlangen. Länderspezifische und gesponserte Top-Level-Domains sind eine traditionelle Wahl, deine Website im Internet zu platzieren.

Bei verschiedensten Domain-Anbietern kannst du neben der Registrierung oft auch einen Domaincheck machen. Meist sind auch weitere Service- und Zusatzleistungen inkludiert. Auf alle Fälle solltest du bei der Wahl deines Domainnamens darauf achten, nicht die Rechte Dritter zu verletzten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.sistrix.de/frag-sistrix/onpage-optimierung/was-ist-der-unterschied-zwischen-einer-url-domain-subdomain-hostnamen-usw/ [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Domain_(Internet) [3] https://www.icann.org/resources/pages/approved-with-specs-2013-09-17-en [4] https://www.denic.de/domains/de-domains/domainrichtlinien/ [5] https://www.e-recht24.de/artikel/domainrecht/7484-domainrecht-was-sie-bei-der-wahl-und-registrierung-ihrer-domain-beachten-muessen.html

Bildquelle: unsplash / Kevin Bhagat

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