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Engagement Marketing

Täglich werden wir von Werbebotschaften überschwemmt online sowie auf den Straßen und in den Transportmitteln. Verbraucher sind sensibel gegenüber Werbung geworden und es wird zunehmend schwieriger Kunden mit Marketing zu erreichen.

Du interessierst dich für Marketing und möchtest dennoch etwas besonders machen, um mit deinem Unternehmen in Erinnerung des potenziellen Konsumenten zu bleiben? Vielleicht hast du sogar von Engagement Marketing gehört und wolltest dieses ausprobieren?

In diesem Beitrag erfährst du die wichtigsten Fakten über Engagement Marketing und bekommst wichtige Tipps zum Umzusetzen. Wir helfen dir bei deiner Auswahl für deine Marketingstrategie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Engagement Marketing basiert auf aktive Kunden-Teilnahme und regt an mit den entsprechenden Marken bzw. Brandidentitäten sich auseinandersetzen.
  • Wir alle wollen mit Gleichgesinnten uns verbunden fühlen und werden nur Ideen unterstützen, die uns ehrlich und authentisch begegnen. Geschichte deiner Marke sollte ehrlich und sympathisch sein, dann werden dir Menschen zuhören.
  • Die einzige Emotion die Konversionsrate drosselt, ist die Gleichgültigkeit. Wenn du Engagement initiierst und dich auch daran aktiv beteiligst, gibst du den Menschen genau das Gefühl, was jeder sich wünscht: Bedeutung und Wichtigkeit.

Glossareintrag: Der Begriff Engagement Marketing im Detail erklärt

In den letzten Jahren hat sich einiges in der Marketing Welt verändert. Der Kunde fühlt sich als Individuum mit seinen persönlichen Interessen und Hobbys, Massenmarketing erreicht viele Konsumenten nicht mehr.

Verbraucher werden mit vielen Informationen überschwemmt, das meiste davon wird nur kurz wahrgenommen und potenzielle Kunden fühlen sich nicht zum Kauf animiert. Kunden an Interaktionen zu beteiligen und dazu zu bringen sich mit der Marke zu beschäftigen, ist das neue Ziel von Engagement Marketing. Dazu stellt sich die Frage, wie du mit der Überflut an Informationen umgehst und mit deinem Produkt herausstechen kannst.

Wie bleibt dein Unternehmen am längsten im Gedächtnis des Kunden hängen? Und das Wichtigste: wie schaffst du es, ihn an deine Marke zu binden und du seine erste Wahl bei seiner Kaufentscheidung bist. In diesem Artikel erfährst du das Wesentliche über Engagement Marketing und bist als Marketer bestens gewappnet, dein nächstes Marketing Ziel umzusetzen.

Was ist Engagement Marketing?

Engagement Marketing ist ein Teil des Online-Marketings mit aktiver Komponente. Der Kunde wird in die Marketingmaßnahmen eingebunden und soll zum aktiven Interagieren mit den Inhalten angeregt werden. Das Ziel ist es auf kreative Weise in einen Dialog mit den Nutzern zu treten.

Aktive Teilnahme regt die Kunden an mit den entsprechenden Marken bzw. Brandidentitäten sich auseinandersetzen. Dabei werden positive Erlebnisse und eine persönliche Assoziation mit der Marke oder dem Unternehmen angestrebt.

Das Ziel von Engagement Marketing ist auf kreative Weise in einen Dialog mit den Nutzern zu treten. Aktive Teilnahme regt die Kunden an mit den entsprechenden Marken bzw. Brandidentitäten sich auseinandersetzen. (Bildquelle: Edu Lauton / unsplash)

Positiv beeinflusste emotionale Kundenbindung sorgt für ansehnlicheres Image des Unternehmens und kann zu Bekanntheit des Produkts beitragen, sowie neue Märkte erschließen.

Wie funktioniert Engagement Marketing?

Engagement Marketing ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Marketing, Kundenbindung und Branding. An positive Erfahrungen erinnert sich jeder lange und gern. Der Einsatz vom strategischen und ideenreichen Content führt zu bedeutungsvollen Interaktionen.

Der Kunde wird in das Werbegeschehen aktiv eingebunden. Dabei entsteht Identifikation mit Werten des Unternehmens und diese führt zu erhöhten Chance von Conversion. Diese neue Marketing-Strategie erfordert eine veränderte Philosophie bezüglich Kommunikation deiner Marke an die entsprechende Zielgruppe.

Die Kunden werden nicht als eine breite Masse, sondern als Individuen basierend auf ihrem Beruf und ihren Interessen ergebnisorientiert kontinuierlich über einen längeren Zeitraum angesprochen.

In einer im Mai 2019 wurde eine Umfrage von globalen Marketingfachleuten zur Messung des Erfolgs von Content-Marketing durchgeführt(1). Im Folgenden wurden die Ergebnisse der Metriks und ihrer Wichtigkeit zusammengefasst.

  • Generierte Leads: 51%
  • Neue und wiederkehrende Besucher: 50%
  • Konvertierungsrate: 43%
  • Likes, Kommentare, Shares: 32%
  • Verweildauer auf der Seite, Ansichten: 29%
  • Anzahl der Downloads: 25%
  • Seite / Scroll-Tiefe: 10%

51 Prozent der Befragten gaben an, dass die wichtigste Metrik zur Messung des Content-Engagements die Anzahl der generierten Leads sei. Auch die Zahl der neuen oder wiederkehrenden Besucher war für die Hälfte der befragten Marketingexperten eine entscheidende Messgröße.

Was sind die Vorteile beim Engagement Marketing?

Bei gängigen Werbebotschaften werden Kunden meist passiv angesprochen, nicht bei Engagement Marketing. Bewusst angeregte aktive Auseinandersetzung mit der Marke bleibt länger im Gedächtnis des Users.

Auf diesem Weg wächst auch die Überzeugung und das Vertrauen in die Marke. Mit Engagement Marketing können folgende Ziele erreicht werden:

Mehr Reichweite

Engagement hilft mehr Reichweite zu erzielen. Nicht nur Facebook verfügt über den Feed mit Algorithmus, um die Reichweite des Beitrags zu messen, auch Instagram arbeitet mit Engagement Metriken.

So lohnt es sich dort eine Fan-Community aufzubauen, die bereit ist den Content mit ihren Freunden und Bekannten zu teilen. Manchmal ist eine kleinere, jedoch aktive Gruppe eher anzustreben und vom Nutzen, als ein großes stilles und inaktives Publikum.

Aufbau von Vertrauen und Loyalität

Aufzählen von möglichen Vorteilen deines Produkts ohne jegliche Beweise animiert nicht zum Kauf. Versorge deine User und Follower mit gewünschten Informationen und biete benötigte Unterstützung an. Durch Engagement, Gespräche und Interaktionen kannst du deine Philosophie dem Kunden näher bringen.

Im Endeffekt möchten sich Menschen mit Gleichgesinnten verbünden und nur Ideen unterstützen, an welche sie selbst glauben. Dabei sollte Geschichte deiner Marke authentisch, ehrlich und sympathisch sein. So können sich die Menschen eher damit assoziieren und Vertrauen in dein Produkt aufbauen. Erst dann fangen die Verbraucher an, dir zuzuhören.

Engagement weckt Emotionen

Die einzige Emotion die Konversionsrate drosselt, ist die Gleichgültigkeit.
Hingegen bewusst provozierte Emotionen wie Gier, Angst, Altruismus, Neid, Stolz oder Scham beeinflussen die Kaufentscheidung enorm.

Natürlich solltest du dabei nicht übertreiben, es ist nicht unser Ziel den User aggressiv zu machen oder zu verärgern. Gewisses freundliches Niveau und Höflichkeit sollte dabei berücksichtigt werden.

  • Geiz: Wenn ich jetzt das Produkt kaufe, werde ich dafür belohnt
  • Angst: Wenn ich jetzt die Kaufentscheidung nicht treffe, bekomme ich das Produkt nicht mehr
  • Altruismus: Wenn ich jetzt dieses Produkt erwerbe, kann ich mit dem Kauf den Regenwald retten
  • Neid: Wenn ich meine Entscheidung jetzt nicht treffe, wird mein Nachbar es tun
  • Stolz: Wenn ich meine Entscheidung jetzt treffe, wird jeder es sehen und mich bewundern
  • Scham: Wenn ich das Produkt nicht kaufe, werde ich meinem jetzigen Status nicht gerecht

Die Auflistung stellt dar, wie Emotionen bei den Kunden gewisse Haltungen auslösen können.

Engagement hilft Kontakte zu pflegen

Du hast deine Community erfolgreich erweitert, was nun?

Wie viel Aufwand brauchst du, um ihre Aufmerksamkeit beizubehalten?
Follower möchten pausenlos unterhalten werden und sich vernetzen.

  • Mit wertvollem Content sorgst du für Shares und Diskussionen, dies hilft dir deinen Kontaktkreis ständig zu erweitert.
  • Mit einem Gastbeitrag im themenrelevanten Blog mit vielen aktiven Usern, kreierst du Interaktionen, Diskussionen und somit Engagement, das auf Social Media Plattformen viele neue User inspirieren und zu dir führen wird.

Engagement erhöht Aufmerksamkeit

Nicht nur durch Community-Aufbau in Social Media wird Engagement erzeugt. Viele von uns haben bestimmt schon erlebt, wie unterhaltsam die Kommentare zu einem Beitrag sein können.

So kann auch deine Partizipation in Kommentaren von anderen wertvollen Beiträgen Aufmerksamkeit auf deine Marke ziehen auch als neues Publikum zu “deinen” Followern machen und einladen deine Ideen zu unterstützen. Es lohnt sich Twitter Beiträge und Unterhaltungen zu den Keywords deiner Branche durchzustöbern, um auf interessante Diskussionen zu stolpern.

Durch Nähe zu Engagement

Sich als Mensch und Persönlichkeit zu präsentieren schafft Nähe. Im Blog, auf Fanpage oder Twitter kannst du dich, deine Philosophie und Werte potenziellen Kunden zeigen, um ihnen näherzukommen.

Menschlich zusein und sich zu engagieren lohnt sich. Zeig deinen Kunden, wie wichtig und bedeutend sie für dich sind. Engagement initiieren und aktiv dich daran beteiligen, gibt den Menschen genau das Gefühl, was jeder von uns anstrebt: Bedeutung und Wichtigkeit.

Engagement bleibt unvergessen

Es ist wie im Leben. Du erinnerst dich auch eher an einen Menschen, weil du witzige und freundliche Unterhaltungen mit diesem hattest. Engagement ist ein direkter Weg, sich dem Publikum mitzuteilen und lange in seinem Gedächtnis zu bleiben.

Engagierter Kunde kauft mehr

Die Verbraucherumfrage ergab, dass 90,8 % der Befragten regelmäßig online mit Marken in Kontakt treten.

Ein Vergleich von Engagement und Kauf Tendenzen von Hyper-Engager zu Engager zeigt, dass diejenigen, die sich stärker engagieren und mit Marke beschäftigen, diejenigen sind, die mehr kaufen.

Es zeigt sich, dass sich Hyper-Engager am stärksten engagieren und am meisten Käufe tätigen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit für den täglichen oder mehr als einmal pro Woche Kauf bei Hyper-Engager um vierfaches höher (40,2 % der Befragten) als bei Engager (weniger als 10 % der Befragten)(2).

Wie setze ich Engagement Marketing um?

Engagement Marketing-Kampagnen können offline oder online stattfinden.Im Folgenden werden Strategien vorgestellt, um durch Engagement eher deine Marketing-Ziele erreichen zu können.

Offline Strategien

In Form von organisierten Events, bei denen Kunden und Interessenten an besonderen Aktionen teilnehmen können. Bei solchen Veranstaltungen stehen Spaß und besondere Erfahrungen mit der Marke in Vordergrund. So wird bei Engagement Events Markenstärkung betrieben. Hierbei kommen auch folgende Marketing Typen zum Einsatz:

  • Partizipation-Marketing
  • Experimental-Marketing
  • Event-Marketing

Jedoch ist dabei wichtig den Einfluss von Pandemie COVID-19 auf die weltweite Werbe- und Marketingindustrie zu erwähnen.

Die rasche Ausbreitung des Virus und die daraus resultierenden Bemühungen, das Virus einzudämmen, wie z.B. soziale Distanzierung, Absage von Unterhaltungsveranstaltungen sowie Messen, führen zu einer abnehmenden Werbepräsenz und damit zu Kürzungen der Werbeausgaben.

Aufgrund der folgenden Situation lohnt es sich vorübergehend auf die Online-Marketingstrategien zu konzentrieren.

Online Strategien

Online Engagement basiert auf Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Somit ist es schwer Engagement Marketing von anderen Formen des Online-Marketings abgrenzen. Alle auf Interaktion basierte Marketingformen gehören zu Engagement Marketing, so sind darin folgende Formen enthalten:

  • Social-Media-Marketing
  • Content Marketing
  • E-Mail-Marketing

Eine Studie von Anfang 2020 befragte insgesamt 130 digitale Agenturen weltweit und untersuchte, welche digitalen Marketingkanäle sie ihren Kunden während der Coronavirus-Krise empfohlen haben.

Am meisten empfohlene Kanal mit 15 Prozent war das E-Mail-Marketing, gefolgt von Webdesign und -entwicklung, Blog-Inhalten und Paid Social Ads, die jeweils von 13 Prozent der digitalen Agenturfachleute empfohlen wurden(3). Im Folgenden werden wichtige Strategien zusammengefasst, die dir dabei helfen mit Engagement Marketing Kunden zum Kauf zu bewegen.

1. E-Mail-Kampagnen

Relevantes E-Mail-Marketing erzeugt 18 Mal mehr Umsatz als Massen-E-Mails. 66% der Marketer bewerten ihr E-Mail-Marketing als erfolgreich, 21% als “sehr erfolgreich”(5).

61% der Unternehmen generieren über 10% ihrer Umsätze mit E-Mail-Marketing(4).

Es ist eine Herausforderung Engagement mit E-Mail-Marketing zu erreichen, jedoch ein großes Privileg, E-Mail-Adresse von User und seine Einwilligung in den Erhalt von Newsletter zu bekommen. Aber dann diese Person dazu zu bringen, eine E-Mail zu öffnen, wird zu einer Challenge.

In zahlreichen Blogs werden viele Strategien diesbezüglich diskutiert. Zusammenfassend sind drei wichtigste Aspekte von erfolgreicher E-Mail zu nennen.

Betreff

Betreff ist einer der wichtigsten Aspekte einer E-Mail. Dieser ist mit einer Tür zu vergleichen. Wenn die Betreffzeile ansprechend genug klingt, wird der Leser eintreten. Wir empfehlen einen thematisch passenden Emoji in den Betreff zu platzieren.

Erste Zeile

Die erste Zeile der E-Mail ist auch ausschlaggebend und begleitet die Betreffzeile. Diese sollte wie eine Untertitelzeile betrachtet werden, die Intrige und das Interesse des Lesers entfacht.

Die erste Zeile der E-Mail ist sehr wichtig und begleitet die Betreffzeile. Diese sollte wie eine Untertitelzeile betrachtet werden, die das Interesse des Lesers entfacht. (Bildquelle: Adam Solomon/ unsplash)

Warum ist diese Zeile so wichtig? Immer mehr E-Mail-Programme (auch in mobiler Ansicht) zeigen eine Vorschau der Nachricht dem User. So ist es zu empfehlen deine E-Mail-Nachricht an die Vorschau anzupassen.

Nachricht kurz halten

Denk daran, dass heutzutage jeder von uns mit zahlreichen E-Mails bombardiert wird und wir kaum Zeit haben diese bis zum Ende durchzulesen. Aus diesem Grund sollte die Nachricht kurz gehalten und auf den Punkt gebracht werden. Denn nur, wenn der Inhalt den Leser überrascht oder Emotionen auslöst, wird die E-Mail gelesen.

Wir empfehlen E-Mail visuell übersichtlich zu gestalten, mit Absätzen und Bullett-Points zu versehen. Das wichtigste kann nochmal fett markiert werden. Persönliche Ansprache mit dem Namen wirkt immer sympathisch und lädt ein weiterzulesen.

Ganz wichtig ist zum Abschluss am Ende der E-Mail den “Call to Action- Button” dezent zu platzieren. Moderne E-Mailprogramme wie Mailchimp erleichtern dir die Gestaltung und Design deiner E-Mail enorm.

2. Kundenfeedback

Regelmäßiges Kundenfeedback ist ein wirksames Mittel, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Du beugst mit Meinung und Feedback Umfragen vor, deine Kunden nicht zu verlieren.

Feedback führt zu direkten Interaktionen mit Kunden und gibt dir die Möglichkeit, deine Prozesse für die Zukunft zu verbessern.

Umfragen bieten dem Kunden die Möglichkeit, seine Meinung zu deinem Produkt oder Kundenservice auf diesem Wege zu äußern. Dabei sollten die Fragen so formuliert werden, dass die Teilnehmer sich geschätzt fühlen.

Feedback führt zu direkten Interaktionen mit Kunden und gibt dir die Möglichkeit, deine Prozesse für die Zukunft zu verbessern. Deine Kunden werden es zu schätzen wissen, dass sie ehrlich ihre Meinungen und Ansichten mit dir teilen können.

Jedoch sollten Umfragen nicht übertrieben lang gestaltet sein und oft durchgeführt werden. Verbraucher sollte sich nicht von regelmäßigem Feedback überfordert fühlen. Verknüpft mit einer Belohnung in Form von Rabattaktion schaffst du Anreize für die Teilnahme.

Sicher wollen die Teilnehmer der Umfrage wissen, was dabei herausgekommen ist. So kannst du hinterher einen Blogpost mit Infografiken und Ergebnissen verfassen und deinen Followern präsentieren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die User deinen Post auch mit ihrer Community teilen. Im Folgenden sind Empfehlungen für zielorientierte Umfragen vorgestellt.

  • konkretes Ziel festlegen: z.B. Gründe für Kaufabbruch finden
  • Fragen relevant und aussagekräftig: auf das Ziel ausgerichtete Annahmen hinterfragen
  • Umfrage kurz halten: Nicht mehr als 10 Fragen stellen
  • Vorformulierte Antworten: Fragen nach aktuellem oder vergangenem Vorhaben stellen
  • Richtiges Timing für Umfragen: Umfrage z.B. am Donnerstag veröffentlichen, damit die Leute übers Wochenende Zeit haben diese auszufüllen
  • Anreiz schaffen: Einen Gutschein oder einen Ausgleich für die investierte Zeit anbieten
  • Frist setzen: Dringlichkeit schaffen und Vorfreude auf Ergebnis erzeugen
  • Ergebnisse veröffentlichen: Für bessere Einbindung von den Teilnehmern und passiven Beobachter, Anzahl der zukünftigen Teilnehmer wird wachsen

Mit diesen Tipps kannst du effektvoll wichtige Informationen sammeln und auswerten sowie deine Annahmen über deine Kundengruppe bestätigen lassen oder widerlegen.

3. Kundenservice

Laut Statista erwarten 18 % der Befragten, dass ein Unternehmen innerhalb einer Stunde auf eine Social-Media-Beschwerde reagiert. Fast die Hälfte erwartet eine Antwort im Laufe des Tages. Und überraschenderweise 33 % erwarten überhaupt keine Antwort(6).

Es ist in deiner Verantwortung den Prozess der Kommunikation so einfach wie möglich für den Kunden zu gestalten.

Schaffe dem Kunden einfache Möglichkeit, damit er dich kontaktieren kann, um sein Feedback oder seine Beschwerde loszuwerden. Niemand ist gern in der ewigen Warteschlange am Telefon, um danach auch noch mehrfach weitergeleitet zu werden, bis der richtige Ansprechpartner am Apparat ist.

Es ist in deiner Verantwortung den Prozess der Kommunikation so einfach wie möglich für den Kunden zu gestalten. Die für ihn wichtige Informationen sollen leicht zugänglich gemacht werden.

Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn ein Kunde etwas mehr Support braucht und dabei ein Anruf unumgänglich ist. Jedoch sollte grundsätzlich auf dem gleichen Kanal (Social Media-Plattformen wie Facebook,Twitter oder Email) auf die Anfrage von dem Kunden reagiert werden. So bleibt die ganze Unterhaltung übersichtlich, schnell, interaktiv und hoffentlich gibt sie dem Kunden genau die Antworten, nach welchen er sucht.

4. Gewinnspiele

Leute lieben Adrenalin und Gewinnspiele. Sie fantasieren gern darüber, was sie mit dem Preis anstellen würden. Wie aufwendig ist ein Spiel und wie gelingt es dir möglichst viele Teilnehmer anzuziehen?

Folgende Tipps könnten dich bei Spielvorbereitung unterstützen:

Klares Ziel setzen

Möchtest du mehr Leeds generieren, den Bekanntheitsgrad der Marke steigern, bestehende Kunden enger an sich binden und/oder neue Kunden gewinnen? Der Verlauf Wettbewerbskampagne sollte an dein Ziel angepasst werden.

Erfolg messen

Es soll von Anfang an klar definiert werden, ab welchen Messwert der geplante Wettbewerb als erfolgreich gilt. Dabei solltest du festlegen, was du messen möchtest und wie. Natürlich sollten dazu die notwendigen Tools vorhanden sein.

Effektiver Hashtag

Durch einen besonderen Hashtag kann Engagement mit dem Wettbewerb verknüpft werden. Es sollte etwas Kurzes, relevantes, einprägsames, universelles (leicht von deinem Publikum verstanden werden) und selten sein.

Definiere ein Thema

Ideal wäre, wenn das Thema einen direkten Bezug zu deiner Marke hat. Oder orientiere dich an deinem Ziel und was dafür vom Interesse sein könnte(z. B. Sport, Wetter oder bestimmtes Geschehen in der Welt).

Bestimme die Regeln und den Gewinner

Es ist wichtig klar und verständlich zu kommunizieren, wie Menschen gewinnen können. Sollte ein bestimmter Post mit Likes unterstützt werden oder in eigenen Story repostet werden? Vielleicht sollten die Teilnehmer den Post kommentieren oder eigene Bilder zum Thema des Gewinnspiels hochladen und dein Unternehmen verlinken?

Du beistimmst, wie kreativ dein User mit dir interagiert. Regeln sind zwar nicht erforderlich, aber sie machen es den Teilnehmern leichter, an deinem Wettbewerb teilzunehmen. Die Regeln können entweder als Blogpost, in Bildformat sowie auf einer separaten Webseite veröffentlicht werden.

Text in Bildformat sollte sich klar vom Hintergrund absetzen und gut lesbar sein. Wenn du eine andere Webseite verwendest, sollte die URL dafür kurz sein.

Gewinner könnte jemand sein, der den beliebtesten Beitrag hat. Das könnte die Leute ermutigen, den Wettbewerb mit anderen zu teilen.

Bestimme den idealen Preis

Der Preis sollte die Menschen in fröhliche Aufregung versetzen, sodass es sich wirklich lohnt bei dem Spiel mitzumachen.

Der Wert des Preises hängt von deinem Publikum und davon ab, wie engagiert es bereits ist. Manche freuen sich über einen Gutschein in Wert von 15 € und andere brauchen etwas mehr Anreize. Deswegen lohnt es sich im Voraus genau deine Zielgruppe zu definieren, um ein Geschenk zu machen, welches garantiert ansprechen wird.

Sind es Karten für Autokino oder lebenslanger Yoga-App Zugang, nur du weißt es besser, was deinen Kunden bewegt. Es ist auch der Gedanke, der hinter dem Geschenk steht. Du willst ja genau “deinen” Kunden für das Produkt anlocken und seine Beziehung damit zusätzlich zum Unternehmen festigen.

Es ist sinnlos einen Teilnehmer mit dem Geschenk anzusprechen, der keinerlei Beziehungen zu deiner Marke aufzubauen plant. Wenn es um effektive Kundenbindung geht, sollte ein Preis ausgewählt werden, der Menschen, die potenziellen Kunden sind, verhältnismäßig stark einbindet.

5. Sei aktiv auf Social Media

Kreiere einen Post, verwickle deine User in eine Diskussion oder spreche ihn direkt an. Errege positive Emotionen bei User und verleite ihn zu Engagement. Sei dabei kreativ, schnell und freundlich.

6. Führe einen Blog

Mit 13% wird Blog als erfolgreicher Marketing Kanal von führenden Agenturen empfohlen(3). Firmeneigene Blogs sollen für User relevante Informationen beinhalten. Themenrelevante Beiträge schaffen Mehrwert, werden öfters geteilt und laden den Leser ein wieder für ihn interessante Themen vorbeizuschauen. Auch für Gewinnspiele bietet sich Blog an.

Fazit

Durch Engagement Marketing kann bei Kunden mehr Zufriedenheit, positive Emotionen und Vertrauen hervorgerufen werden. Auch regelmäßige Beschäftigung der Kunden mit der Marke schafft Identifikation mit den Werten und bewegt die Kunden eher zum Kauf.

Präsenz des Unternehmens auf Facebook oder Twitter schafft für den User leichteren Zugang zu notwendigen Informationen und stellt einen direkten Kommunikationskanal mit der Marke dar.

Fürsorglicher Kundenservice mit kurzer Reaktionszeit trägt definitiv zur Verbesserung der Kundenbeziehungen bei und steigert die Wahrscheinlichkeit positiven Feedbacks und Erweiterung der Follower-Community. Umfragen, Wettbewerbe und Online Events sorgen für Engagement und halten den User neugierig sowie aktiv.

Dabei sollte Engagement Marketing in Massen genossen werden. Der Kunde sollte nicht von deinen Aktionen überfordert und deinen Newslettern überschwemmt werden. Sobald deine Interaktion-Initiativen auf Gleichgültigkeit stürzen, hilft umdenken.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://login.eaccess.ub.tum.de/login?qurl=https://www.statista.com%2fstatistics%2f235184%2fmeasurement-criteria-for-content-marketing-success-worldwide%2f [2] https://docs.google.com/viewer?url=http://think.storage.googleapis.com/docs/brand-engagement-in-participation-age_research-studies.pdf&chrome=true [3] https://login.eaccess.ub.tum.de/login?qurl=https://www.statista.com%2fstatistics%2f1156448%2fmarketing-channels-digital-agencies-coronavirus-worldwide-2020%2f [4] https://econsultancy.com/reports/email-census/ [5] https://econsultancy.com/reports/email-census/ [6] https://www.statista.com/statistics/808477/expected-response-time-for-social-media-questions-or-complaints/

Bildquelle: Christina @ wocintechchat.com / unsplash

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