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Negative SEO

Du beschäftigst dich gerne mit Marketing-Themen, arbeitest im Online-Marketing-Bereich oder möchtest mehr über die Suchmaschinenoptimierung wissen? Dann hast du sicher schon einmal etwas von Negative SEO gehört oder versuchst dich sogar dagegen abzusichern. Damit du bestens über diese besondere Marketing-Strategie bescheid weißt, findest du hier alles über Negative SEO 2021.

Wir möchten dir Negative SEO Strategien erklären und auf die Gefahren und Möglichkeiten aufmerksam machen. Außerdem erfährst du, auf was du besonders achten solltest, um nicht abgestraft zu werden. So kannst du entspannt deinem Themengebiet im Marketing nachgehen ohne dir andauernd Sorgen machen zu müssen und bist bestens über Negative SEO aufgeklärt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Negative SEO bezieht sich auf unethische Praktiken im Bereich der Suchmaschinenoptimierung und wird genutzt, um andere Webseiten abzustrafen und / oder den eigenen Internetauftritt zu verbessern.
  • Die häufigsten Negative SEO Attacken werden mit unseriösen Backlinks durchgeführt, indem deine Seite mit den 3 P´s (Porn, Pills, Poker) in Verbindung gebracht wird. Es gibt jedoch auch andere Methoden wie Hacking-Angriffe, Viren, Google-Bomben, Spamming und vieles mehr.
  • Google hat eigene Maßnahmen entwickelt, um die Backlinks von Negative SEO Attacken zu entwerten. Außerdem gibt es Methoden, um frühzeitig auf solche Angriffe aufmerksam zu werden. Somit ist es fast immer Möglich den Ruf einer betroffenen Webseite wieder herzustellen.

Glossareintrag: Der Begriff Negative SEO im Detail erklärt

Um dich bestmöglich auf Negative SEO vorzubereiten und dich über das Thema aufzuklären, haben wir für sich alle wichtigsten und häufigsten Fragen zur Negativen Suchmaschinenoptimierung zusammengefasst. So kannst du leicht den Überblick behalten und bist Up-do-date, wenn es um Attacken in der Suchmaschinenoptimierung geht.

Was bedeutet Negative SEO?

Negative SEO, oder auch Black Hat SEO, beschreibt unethische Praktiken, welche genutzt werden, um das Suchmaschinenranking einer Website zu vermindern. Es ist ein einfacher Weg um zur Spitze der Rankings zu gelangen, ohne zeitaufwändiges Link-Building zu betreiben(1).

Die Gefahr, dass man von Negative SEO betroffen ist, ist sehr klein, doch wenn man davon betroffen ist, kann diese Strategie viel Schaden anrichten. Man sollte sich daher von Negative SEO Attacken schützen und verstehen wie man darauf reagieren kann, wenn man trotzdem von Mitbewerbern angegriffen wird (2).

Es gibt verschiedene Arten und Möglichkeiten von Negative SEO Attacken, wie den Zukauf von Backlinks, Hackerangriffe oder Duplikationen. Dies macht es schwierig sich gegen alle Anwendungen zu schützen. Es kann jedoch schon helfen, über die verschiedenen Anwendungsgebiete Bescheid zu wissen.

Ist Negative SEO illegal?

Viele Anwendungen der Negativen SEO befinden sich im rechtlichen Graubereich aber können je nach Attacke auch strafbar sein. Meistens werden SEO Maßnahmen bestraft, wenn es sich um Hacking handelt, dabei fällt die Tat nämlich in die “Cyber-Attacken”.

Negative SEO fällt in den rechtlichen Graubereich.
Viele Negative SEO Arten werden trotzdem nicht bestraft und auch nicht verfolgt. Insgesamt sollte man aber mit Negative SEO Methoden vorsichtig sein, da immer wieder neue Gesetze und Regelungen veröffentlicht werden.

Im Folgenden werden Arten und Techniken von “legalem” und illegalem Negativen SEO erklärt.

Welche Arten und Techniken von Negative SEO Attacken gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten und Techniken der Negativen Suchmaschinenoptimierung. Im Folgenden werden die wichtigsten und häufigsten Attacken vorgestellt:

  • Unseriöse Links / Spamming: Eine der meist angewendeten Techniken der Negativen SEO sind gefährliche Links von schlechter Qualität (meistens aus den 3-P-Bereichen: Pillen, Porn, Poker) und / oder in großen Mengen auf eine Website zu setzen(2). Hierbei wird ein Websitelink oftmals auf eine unseriöse Seite gestellt, was dazu führt, dass das Ranking schnell und günstig verschlechtert wird.
  • Hacking- und Virenangriffe: Im Fall von Hacking-Attacken verschaffen sich Personen illegal Zugang zu Internetauftritten und platzieren dort Links, die auf unseriöse Seiten verweisen. Diese Links schaden dem Ruf und somit dem Ranking der Seite bei Google(2). Bei Virenangriffen passiert dasselbe, jedoch verschafft sich dabei ein Programm Zugang.
  • Inhaltsdiebstahl /Duplikate: Eine weitere Form der Negativen SEO ist der Inhaltsdiebstahl, bei dem ganze Seiten oder Teile kopiert werden. Häufig sind solche Seiten in Verbindung mit den 3-P´s und bringen somit sehr schlechte Referenzen für die eigene Seite. Wenn andere Webseitenbetreiber identische oder ähnliche Inhalte übernehmen, bewertet Google die Seiten schlechter.
  • Google-Bombe: Unter einer Google-Bombe versteht man eine Manipulation, indem auf eine Website verlinkt und dabei negative Wörter oder Sätze anfallen. Dies führt dazu, dass Google den Link mit diesen Wörtern in Verbindung bringt und die Website gegebenenfalls schlechter rankt(3).

Weitere, seltener genutzte Attacken sind die Verwendung von Linktexten mit der betreffenden Website-URL, der Einsatz von Bots und Phishing Versuche.

Häufig werden die oben genannten Arten kombiniert, um das Ranking einer Webseite stark zu drücken und somit selbst mehr Klicks zu generieren oder die Konkurrenz aus anderen Gründen zu manipulieren.

Wie groß ist die Gefahr von Negative SEO und wer ist gefährdet?

Die Gefahr von Negative SEO Attacken ist nicht besonders groß, jedoch sind oftmals kleinere und neuere Webseiten betroffen, die in den Augen von Google noch keine besondere Vertrauenswürdigkeit aufgebaut haben.

Ältere und etablierte Webseiten könnten von Google nicht mehr so leicht abgestraft werden, da sie schon Vertrauen aufgebaut, viele Backlinks generiert und mehrere Klicks aufweisen als jüngere Seiten.

Außerdem sind Online-Shops meistens eher betroffen als Informationswebseiten da hierbei das Konkurrenzdenken im Sinne von finanziellen Vorteilen verbreiteter ist. Ebenso sind Nischenbereiche weniger betroffen als verbreitete Branchen.

Somit könnte man sagen, dass es dort, wo man besonders viel Geld im Internet generieren kann, die größte Gefahr gegenüber eines Negative SEO-Angriffes besteht.

Jeder kann jederzeit Opfer einer Negative SEO-Attacke werden. Deshalb ist es für jeden Webseitenbetreiber wichtig, auf solche Angriffe zu achten. (Bildquelle: Unsplash / Kevin Ku)

Grundsätzlich kann aber jeder, der eine Website veröffentlicht, irgendwann betroffen sein. Manchmal benötigt es gar keinen rationalen Grund, um Opfer einer Negative SEO Attacke zu werden. Hacker, Viren oder Konkurrenten die einem Schaden wollen, können sich unbemerkt auf deine Website einschleichen und somit jederzeit angreifen.

Es ist daher wichtig, dass sich jeder, der eine eigene oder fremde Website betreibt, vor Angriffen schützt. Möglichkeiten zum Erkennen und Maßnahmen nach einem Angriff werden etwas später noch genauer erklärt.

Wieso ist negative SEO plötzlich eine so große Bedrohung?

Negative SEO ist, wie schon erwähnt seit dem Google-Update von 2012 besonders präsent. Hierfür gibt es verschiedene Gründe wie:

  1. Negative SEO kann durch das Update leichter durchgeführt werden, da Google seitdem stark auf Backlinks achtet. Somit werden negative Backlinks schnell erkannt und die betroffenen Webseiten schlechter eingestuft.
  2. Natürliche Suchmaschinenoptimierung ist ein sehr aufwändiger Prozess. Im Vergleich dazu ist Negative SEO schneller, günstiger und effizienter.
  3. Hacker, die sich besonders gut mit Marketing Strategien auskennen, verwenden oft die Methoden der Negativen SEO, da sie genau wissen, wie man leicht und effizient Klicks generiert und sich dabei in legalen Bereichen aufhält. Somit bleiben Negative SEO-Attacken oft monatelang unentdeckt und können eine Webseite langfristig zu Fall bringen.

Man sieht also, dass Negative SEO eine einfache und effektive Strategie für einige Marketing Spezialisten ist. Solche Maßnahmen können leicht, günstig, effektiv und oftmals unerkannt durchgeführt werden, was dazu führt, dass es immer häufiger solche Attacken gibt.

Wie kann man Negative SEO Attacken erkennen?

Es ist sinnvoll, regelmäßig das Linkprofil seiner eigenen Seite zu überprüfen. Hierfür gibt es mehrere Tools wie Majestic SEO. Wenn man plötzlich viele Links von unseriösen und / oder ausländischen Seiten erhält, so kann dies auf eine Negative SEO Attacke hinweisen(2).

Außerdem ist es sinnvoll, sich gegen unseriöse und unerwünschte Links mit Googles Link-Entwertungstool zu schützen. Dieses Tool soll zur Entwertung von Backlinks genutzt werden, damit Domains wegen eines nicht natürlichen Backlink-Profils abgestraft werden(4).

Ein weiteres sinnvolles Tool ist Google Alerts. Hierbei kann man sich Alarme einrichten, die auf neue Inhalte der Webseite aufmerksam machen. Diese Benachrichtigungen werden direkt an die angegebene Email gesendet, damit man immer einen Überblick über die Inhalte seiner eigenen Seite haben kann(5).

Der beste Weg, um sich vor Negative SEO zu schützen, ist jedoch eine hohe Glaubwürdigkeit im Internet und somit eine starke Position bei Google(2).

Eine hohe Glaubwürdigkeit kann durch starke Backlinks oder Empfehlungen von Medien erzielt werden. Weiters kann man Glaubwürdigkeit durch sauberes und wissenschaftliches Arbeiten erreichen.

Es ist von besonderer Wichtigkeit, Passwörter und Sicherheitssysteme öfters zu ändern und stark zu verschlüsseln. Außerdem sollte man regelmäßig die Inhalte seiner eigenen Website kontrollieren und versuchen sich bestmöglich vor Hackerangriffen zu schützen.

Welche Maßnahmen und Möglichkeiten gibt es bei Negative SEO Attacken?

Um schädliche Backlinks loszuwerden, bietet es sich an zunächst die betreffenden Seiten zu kontaktieren und sie darum zu bitten, die Links zu entfernen(6). Dies ist die einfachste und kostenschonendste Methode sich gegen Negative SEO Attacken zu wehren. Diese Methode wirkt jedoch nicht immer.

Es ist wichtig. Das Ranking der eigenen Webseite regelmäßig zu beobachten. Um Negative SEO-Attacken möglichst schnell erkennen zu können (Bildquelle: Unsplash / Ruthson Zimmermann)

Bei hartnäckigeren Attacken können Tools von Google angewendet oder sich an Google gewendet werden. Das beste Instrument um einen Negative SEO Angriff zu erkennen ist Google Disavow – hiermit können eingehende Links entwertet werden(4).

Außerdem kann man bei Cyber-Kriminalität wie Hacking oder Phishing einen Rechtsanwalt zur Hilfe holen. Hierbei sollte jedoch vorher zumindest ein Anschreiben der betreffenden Webseiten stattgefunden haben.

Hast du den Verdacht, dass ein Virus an dem absinkenden Ranking beteiligt ist, kannst du zunächst ein Anti-Virensystem heranziehen oder einen Techniker zur Hilfe holen. Bei besonders schlimmen und / oder wiederkehrenden Virus-Angriffen kann jedoch auch ein Rechtsanwalt für Ordnung sorgen.

Kann sich eine Webseite nach einer Negative SEO-Attacke wieder erholen?

Sobald Google die Backlinks mithilfe des Disavow-Tools abgewertet hat, kann sich das Ranking deiner Seite wieder verbessern und in Bezug auf die Klicks wieder ursprüngliche Werte annehmen. Eine solche Verbesserung dauert jedoch zwischen 3 Tage und 3 Monate und findet meistens nur schrittweise statt.

Ist deine Webseite schon zu lange in den Händen von mehreren Negativ SEO-Attacken, so besteht leider nicht mehr viel Hoffnung schnell auf das ursprüngliche Ranking zurückkehren zu können, deshalb sollte man die möglichen Mittel ergreifen, sobald man die Angriffe bemerkt.

Auf alle Fälle sollten alle Maßnahmen ergriffen werden, um die eigene Reichweite wieder zurückzubekommen. Falls jede Hilfe zu spät kommt, kann man bei illegalen Fällen einen Anwalt zur Hilfe holen um zumindest einen Schadenersatzanspruch geltend machen zu können.

Fazit

Negative SEO-Maßnahmen werden oftmals mit unseriösen Backlinks, Spamming, Hacking, Viren oder weiteren unethischen Praktiken in Verbindung gebracht. Mittlerweile gibt es jedoch gute Methoden, um sich vor solchen Angriffen zu schützen und den ursprünglichen Ruf seiner Webseite wiederherzustellen.

Negative SEO Methoden kann man bestenfalls präventiv begegnen. Dies ist möglich, indem man besonders guten und vertrauenswürdigen Content erstellt, seine Passwörter regelmäßig ändert und mithilfe von Google Alert bei Änderungen des Inhalts benachrichtigt wird. Insgesamt stellt Negative SEO somit eine gefährliche aber abwehrbare Strategie des Online-Marketings dar.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://lmssuccess.com/wp-content/uploads/LBMMagazineAug2019.pdf [2] https://www.worldsites-schweiz.ch/presse/fachartikel/Worldsites_Fachartikel_MK_Negative-SEO.pdf [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Google-Bombe [4] https://disavow-tool.de/ [5] https://de.wikihow.com/Google-Alerts-einstellen [6] https://t3n.de/news/negative-seo-546521/

Bildquelle: Free-Photos / Pixabay

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