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Sales Manager: Was du über diesen Beruf wissen solltest

Beruf

Die Struktur in einem Unternehmen umfasst einige Teilprozesse. Sollen neue Produkte entstehen, dauert es in der Regel länger, bis alle notwendigen Prozesse abgeschlossen sind. Die Ideenfindung, dessen Optimierung und der anschließende Gang in die Produktion läuft selten auf Anhieb erfolgreich ab. Viele neue Versuche sind im Normalfall notwendig, bis das neue Produkt endlich marktfähig ist.

Doch mit dem Abschluss der Herstellung ist noch lange nichts gewonnen. Auch wenn das Unternehmen von den Vorzügen der Produkte begeistert ist, muss diese Botschaft auch an potenzielle Kunden vermittelt werden. Zur Erfüllung dieses Vorhabens sind jedoch andere Abteilungen zuständig. Hier kommen die Bereiche Marketing, PR und auch Sales zum Einsatz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Sales Manager eines Unternehmen ist essenziell für den Umsatz eines Unternehmens. Mit seiner Kommunikationsstärke sollen neue und auch bestehende Kunden vom Kauf überzeugt werden.
  • Die Aufgabenbereiche eines Sales Managers können vielseitig ausfallen. Sowohl der Kundenservice als auch der Außendienst sind Teilaspekte dieses Berufs.
  • Das Gehalt eines Sales Managers hängt nicht nur von der individuellen Bildung ab. Auch der Standort des Unternehmens kann diese Parameter maßgeblich beeinflussen.

Definition: Was ist ein Sales Manager

Ein angestellter “Sales Manager” ist ein essenzieller Bestandteil für so ziemliches jedes Unternehmen, welches Services und Dienstleistungen verkaufen möchte. Die Hauptaufgabe ist es, jene Güter erfolgreich Händlern oder Endkonsumenten anzubieten. Das daraus gewünschte Resultat sind möglichst ertragreiche und langanhaltende Handelsbeziehungen. Der Einstieg erfolgt im Normalfall mit dem Titel Junior Sales Manager – mit steigender Erfahrung erhöht sich neben dem Gehalt auch der individuelle Verantwortungsbereich.

Die projizierten Verkaufszahlen müssen stimmen – diese Erfüllung dieses Ziels obliegt der Verantwortung des Sales Managers. Eine solche Funktion ist prinzipiell nicht auf ausgewählte Branchen eingeschränkt. Um die eigenen Umsatzziele effizient zu verfolgen, hat mittlerweile so gut wie jedes Unternehmen einen Sales Manager eingestellt. Abhängig von der Produktmenge und -vielfalt vertrauen viele Firmen auch auf mehrere Personen mit dieser Anstellung.

Ein Sales Manager ist viel in Kontakt mit Händlern und potenziellen Kunden. (Bildquelle: 123rf.com / Aleksandr Davydov)

Ratgeber: Fragen zum Thema Sales Manager, denen du dich auf jeden Fall stellen solltest

Möchtest du mehr über das Berufsbild Sales Manager erfahren, bist du hier an der richtigen Stelle. In weiterer Folge haben wir uns nämlich jenen Fragen im Detail gewidmet, welche in diesem Zusammenhang besonders häufig auftreten.

Welche Aufgabenbereiche hat ein Sales Manager zu erfüllen?

Wie du bereits zuvor entnehmen konntest, muss ein Sales Manager für hergestellte Produkte und Leistungen seines Unternehmens möglichst viele Verkäufe generieren. Grundsätzlich sind die Einsatzbereiche jedoch nicht flächendeckend in Stein gemeißelt. Wirst du in dieser Position angestellt, kann dein Aufgabengebiet verschiedenste Teilbereiche umfassen:

  • Außendienst: In vielen Fällen setzen Unternehmen darauf, die Vorteile ihrer Produkte persönlich mitzuteilen. In diesem Rahmen werden Sales Manager in den Außendienst versendet, um mögliche Kunden in einem direkten Gespräch zu überzeugen. Dabei wird entweder bei Privathäusern von Tür zu Tür gegangen oder bei Unternehmensstandorten Produktpräsentationen abgehalten. Des Öfteren umfasst der Außendienst auch die Interessenvertretung auf Fachmessen, Konferenzen oder Seminaren.
  • Kundenservice: In diesem Bereich geht es darum, Interessenten als auch bestehende Kunden aus wirtschaftlicher Sicht möglichst effektiv zu betreuen. Wünsche, Beschwerden und Anregungen des Gegenübers musst du möglichst detailliert in Erfahrung bringen. Dieser Aspekt ist eine wichtige Basis für künftige Erfolgsaussichten in Sachen Kundengewinnung.
  • Innendienst: Wirst du als Sales Manager nicht zu Privathaushalten oder diversen Veranstaltungen gesendet, bleibt innerhalb der eigenen Unternehmensstrukturen noch einiges zu tun. Kommst du im Innendienst zum Einsatz, bist du beispielsweise für die Abnahme von getätigten Bestellungen zuständig. Die daraus resultierenden Daten und Infos müssen in der Regel auch von dir in die genutzte Kundendatenbank eingetragen werden. Die Planung und Vorbereitung für mögliche Außendienste wird oft auch in diesem Rahmen durchgeführt.
  • Vertriebsassistenz: Insbesondere während der Ausbildungsphase wird dir dieses Aufgabengebiet wohl öfter zugeteilt werden. Die Erstellung von Muster- und Produktkatalogen, die Beschreibung der Produkte und deren Betriebsanleitungen gehören zu den klassischen Tätigkeiten dieses Bereichs. Auch im Qualitätsmanagement und dessen Sicherung wirst du möglicherweise zum Einsatz kommen.
  • Telesales: Ein nach wie vor genutzter Kanal für Verkaufsgespräche ist das Telefon. Der Verkauf der unternehmensinternen Produkte muss dir somit ohne direkten Kundenkontakt gelingen. Im Normalfall umfasst dieser Aufgabenbereich exklusiv die Generierung von neuen Kundenkontakten. In diesem Bereich kann es jedoch auch vorkommen, dass anstelle eines Verkaufsgesprächs die Vereinbarung zu einem Außendiensttermin getroffen wird.

In diesem Zusammenhang können sich auch diverse Schwerpunkte entwickeln. Fungierst du beispielsweise als Account Manager wirst du hauptsächlich im Innendienst tätig sein. Abhängig von deiner Position, werden dir Unternehmen anhand der Größe und dem Standort zugeteilt. Eine weitere Aufgabe ist es außerdem, die Erstellung von neuen Marktstrategien und Vertriebskonzepten zu überwachen. Zu diesem Zweck ist auch eine aktive Beobachtung von Trends im Verkauf und auch Märkten erforderlich. Mit wachsender Erfahrung in diesem Berufsfeld, wird dir möglicherweise auch die Verantwortung für die Erstellung neuer Produkte und Dienstleistungen übertragen.

Welche Ausbildung muss für den Beruf als Sales Manager absolviert werden?

Interessierst du dich für den Beruf als Sales Manager musst du die entsprechende Ausbildung bzw. wichtige Fachkenntnisse vorweisen können. Im Normalfall ebnet ein ökonomisches Studium den Weg. Wirtschaft, Betriebs- oder  Kommunikationswirtschaft bzw. Marketing – mit all diesen Studienrichtungen wird es dir ermöglicht, die Basis für diesen Beruf zu legen. Um als Sales Manager Karriere machen zu können, musst du dich allerdings auch um die relevante Praxiserfahrung kümmern.

Der Einstieg als Junior Sales Manager oder Trainee ist oft an berufliche Erfahrungen in diesen Bereichen geknüpft.

Während oder unmittelbar nach dem Studium solltest du daher versuchen, im Rahmen verschiedener Praktika die notwendigen Voraussetzungen zu erhalten. Ein umfangreicher, theoretischer Background ist zwar wichtig, hat im direkten Vergleich jedoch deutlich weniger Gewicht. Durch den vorhandenen Einblick anhand absolvierter Praktika wirst du zukünftige Arbeitgeber eher davon überzeugen, dass du die notwendigen Skills wie Verkaufstalent oder Verhandlungsgeschick mitbringst.

Insbesondere in Bereichen wie Sales, Wirtschaft, Marketing oder Tourismusmanagement kannst du von einer speziellen Form der Ausbildung profitieren. Durch ein sogenanntes Duales Studium werden dir im Rahmen des Curriculums praktische Erfahrungen durch speziell integrierte Lehreinheiten garantiert. Der am Ende der Ausbildung erhaltene Bachelorabschluss ist im Normalfall mit einer internationalen Anerkennung ausgestattet. Sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge sind in vielen Bereichen verfügbar, die dir den Weg zum Sales Manager ebnen können. Hierbei musst du allerdings bedenken, dass die Kosten im Vergleich zu einem normalen Studium üblicherweise deutlich höher sind.

Welche Gehälter und Verdienstchancen können Sales Manager erwarten?

Bist du als Sales Manager angestellt, besteht durchaus das Potenzial für eine besonders ertragreiche Karriere. Mit wieviel du im Endeffekt jedoch tatsächlich rechnen kannst, wird durch viele Faktoren festgelegt. Die großen Variationen können auch dadurch erklärt werden, dass dieser Beruf des Öfteren mit Provisionen ausgestattet ist. Je nach Branche und Ausmaß des Erfolges werden Aufschläge von 20 bis 30 Prozent des Jahresgehalts als üblich gehandelt.

Ist die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, steigst du als Junior Sales Manager mit einem relativ großzügigen Durchschnittsverdienst ein.

Bereits ab 30.000 € pro Jahr wird dieser Beruf in Deutschland honoriert. In diesem Zusammenhang ist jedoch auch dein Bildungsgrad entscheidend. Kannst du nur einen Bachelor- und keinen Masterabschluss vorweisen, musst du üblicherweise mit einer deutlich geringeren Vergütung rechnen.

Kannst du mit deinen Fähigkeiten auf lange Sicht überzeugen, wirst du auch in Bezug auf deinen Verdienst mehr Spielraum erhalten. Als Sales Manager mit Berufserfahrung sind Jahresgehälter von über 70.000 € durchaus realistisch. Solltest du es jemals zum Senior Sales Manager bringen, steht dir abhängig von Erfahrung und Ausbildung eine beinahe doppelt so hohe Entlohnung zu.

Zusätzlich zu deinen individuellen Faktoren kannst du dein Gehalt als Sales Manager auch anhand externer Einflüsse in Erfahrung bringen. Besonders wichtig ist hier beispielsweise die jeweilige Branche. Wie du zu Beginn in Erfahrung bringen konntest, werden qualifizierte Sales Manager in so gut wie jedem Industriebereich benötigt. Hierbei sollte dir bewusst sein, dass der entsprechende Marktwert auch in direktem Zusammenhang mit deinem Gehaltspotenzial steht. Anhand folgender Übersicht wollen wir dir einen nützlichen Leitfaden präsentieren:

  • Branchen mit hohen Verdienstchancen: Chemie, Elektrotechnik sowie Pharma und IT – diese und ähnliche Branchen bieten dir als Sales Manager die besten Verdienstchancen. Monatliche Bruttogehälter in der Größenordnung von 4.000 € sind hier zu erwarten.
  • Branchen mit mittleren Verdienstchancen: Groß- und Einzelhandel sind zwar weniger lukrativ, sichern allerdings nach wie vor attraktive Vergütungen. Ebenso wie beim Handel von Konsumgütern kannst du mit monatlichen Einkünften von etwa 3.500 € rechnen.
  • Branchen mit geringeren Verdienstchancen: Bereiche wie Marketing, Werbung oder PR schneiden hier im direkten Vergleich am schlechtesten ab. Sollten dich diese Bereiche jedoch interessieren, kannst du dir hier ebenfalls einen sicheren Lebensunterhalt verdienen. Durchschnittliche Monatsgehälter belaufen sich dabei auf knapp 3.000 € brutto.

Zusätzlich können auch Spezifikationen deines Unternehmens auf dein Jahreseinkommen Einfluss nehmen. Bist du in einer größeren Firma tätig, kann der Unterschied im direkten Vergleich signifikant sein. Unternehmen mit überschaubarer Personaldecke zahlen im Schnitt etwa 500 € weniger pro Monat als Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Innerhalb Deutschlands kann auch der Standort des Unternehmens zum entscheidenden Faktor werden. In Regionen wie Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen werden im Durchschnitt Gehälter von teilweise weit über 4.000 € ausgezahlt. Weniger lukrativ sieht es vor allem den sogenannten Neuen Ländern aus. Bundesländer wie Sachsen, Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern können aufgrund ihrer Vorgeschichte keine vergleichbare Wirtschaftslage bieten. In letzterem Fall liegt der Durchschnitt sogar weit unter 3.500 €.

In einigen Branchen lässt sich als Sales Manager viel Geld verdienen. (Bildquelle: pixabay.com / nattanan23)

Sollten anhand dieser Vorzeichen nicht die von dir gewünschten Entwicklungen stattfinden, kannst du auch während deiner beruflichen Laufbahn entsprechend nachhelfen. Besonders in der heutigen Schnelllebigkeit der Gesellschaft sind Weiterbildungen nicht nur erwünscht, sondern auch teilweise notwendig. Mit zusätzlich erworbenen Zertifikaten kannst du dir nicht nur ein weiteres Ass für die Gehaltsverhandlungen sichern – höher gestellte Jobangebote und damit neue Herausforderungen bringen jene Schritte üblicherweise ebenfalls mit sich.

Welche Soft Skills sollte ein Sales Manager in jedem Fall beherrschen?

Abgesehen von den fachlichen Qualifikationen, musst du als erfolgreicher Sales Manager auch auf persönlicher Ebene überzeugen. Ohne ausreichend Soft Skills wirst du deine praktischen Kenntnisse nur mit geringem Erfolg anwenden können. Um in deinem Beruf zu bestehen, solltest du daher bei Bedarf auch bei jenen Aspekten einen Nachholbedarf ausgleichen:

  • Strategie- und Organisationstalent: Um eine erfolgreiche Verkaufsstrategie auf die Beine zu stellen, müssen mehrere Teilbereiche mit Sorgfalt und Geduld überwacht werden. Weißt du nach wenigen Schritten nicht mehr wo sich oben und unten befindet, wird sich die Umsetzung verzögern und das Ergebnis wird höchstwahrscheinlich nicht zufriedenstellend ausfallen. Daher ist es besonders wichtig, die einzelnen Aufgaben in strukturierter Form zu erledigen. Solltest du etwas mehr Zeit benötigen, ist die dadurch erhaltene Sorgfältigkeit mit Sicherheit einer schnellen Durchschnittslösung vorzuziehen.
  • Englischkenntnisse: Speziell in Kombination mit internationalen Kunden sollten deine linguistischen Fähigkeiten über das Beherrschen deiner Muttersprache hinausgehen. Englisch ist nach wie vor die wichtigste internationale Sprache und auch bei Verkaufsgesprächen sehr gefragt. Bei der Grundausstattung eines erfolgreichen Sales Managers darf ein möglichst umfangreiches und sicheres Vokabular somit nicht fehlen. Idealerweise kannst du deine Flexibilität durch zusätzliche, weit verbreitete Sprachen wie Spanisch oder Französisch abrunden.
  • Kommunikationsfähigkeit: Den eben angesprochenen Sprachschatz solltest du auch entsprechend zu deinem Vorteil nutzen können. Umfangreiche Kommunikationsskills gehen mit jener Überzeugungskraft einher, die dir Abschlüsse von Verkäufen maßgeblich erleichtern. Andererseits ist dieses Kriterium auch innerhalb der Firmenstrukturen wesentlich. Erfolgt die Absprache mit deinen Kollegen eher ungenau, werden viele Prozesse deutlich langsamer und weniger effizient ablaufen.

Welche Zukunftsprognosen sind über das Berufsbild des Sales Managers möglich?

Das Berufsbild des Sales Managers hat sich in den vergangen Jahren des Öfteren verändert – insbesondere jetzt wird dieser Trend fortgesetzt. Der Entfall der klassischen Wertschöpfungskette in Unternehmen wird auch die Herausforderungen und Perspektiven des Sales Managers beeinflussen. Beispielsweise gehören durch die Veränderung der Digitalisierung zusätzliche Bereiche zu den täglichen Aufgaben. Die Mitarbeit an innovativen Projekten und Kooperationen mit Technikern und Marketing-Managern prägen die neue Vielseitigkeit dieses Berufs.

Der Sales Manager von Morgen ist somit ein Multitasker. Die Aufgabenrotation wird zunehmen und jene Angestellte somit deutlich flexibler machen. In Zusammenhang mit dem digitalen Zeitalter sind allerdings auch einige Herausforderungen zu meistern. Deutlich größere Datenmengen müssen ebenso gemanaged werden wie die Aufgabe, neue Wege der Internationalisierung zu finden. Das prognostizierte Wachstum sozialer Medien und die resultierende notwendige Beherrschung wird nur einer dieser Teilbereiche in jenem Zusammenhang darstellen.

Fazit

Sales Manager sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Firmenstruktur. Selbst ein noch so gutes Produkt kann selten ohne die Hilfe der dadurch gewährleisteten Überzeugungskraft verkauft werden. Um in diesem Beruf zu bestehen, müssen persönliche Kompetenzen mit fachlichen Kenntnissen einhergehen. Nur mit dieser Kombination ist es möglich, einen lang anhaltenden Erfolg der eigenen Produkte und Marke zu garantieren.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://executiveacademy.at/de/news/detail/der-sales-manager-von-morgen-kann-mehr-viel-mehr [2] https://www.campusjaeger.de/karriereguide/berufswelt/aufgaben-sales

Bildquelle: 123rf.com / Antonio Diaz

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