Selbständigkeit

Selbstständig machen: Ideen, mit denen du dich selbständig machen kannst

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Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Dabei kann es sich um das eigene Handwerksunternehmen – welches vielleicht von den Eltern übernommen oder selbst aufgebaut wird -, aber auch um eine Tätigkeit als Redakteur, Journalist, als Schmuck- oder Modedesigner, als Fotograf, Mietkoch, Hebamme, Caterer, Schriftsteller, EDV-Berater, IT-Spezialist, Finanzberater, Energieberater etc. handeln. Dabei solltest du aber über ein profundes Fachwissen verfügen, dass du dir beispielsweise im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung und – wenn möglich – in deiner bisherigen beruflichen Tätigkeit angeeignet hast.

Der größte Vorteil der Selbstständigkeit liegt sicher darin, dass du dein eigener Chef bist und deine Arbeitszeit frei einteilen und auch deinen Lohn frei aushandeln kannst. Durch die selbstständige Tätigkeit lassen sich auch Beruf und Familie oftmals besser miteinander vereinbaren. Wir möchten dir hier ein paar Ideen dazu liefern, wie du dich selbstständig machen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Start in die Selbstständigkeit will gut vorbereitet sein.
  • Eine profunde Ausbildung in der gewählten Branche ist von großem Vorteil.
  • Die Aufstellung eines Businessplanes ist auch dann ratsam, wenn du keinen Geldgeber von deinem Konzept überzeugen musst.

Definition: Was ist Selbstständigkeit?

Selbstständige unterliegen keinem Weisungsrecht, sondern sind ihr eigener Chef. Zugleich sind sie in kein anderes Unternehmen eingegliedert und können ihre Arbeitszeit selbst festlegen. Auch ihren Lohn bestimmen sie selbst.

Schreibtisch

Als Selbstständiger bist du dein eigener Chef. (Bildquelle: pexels.com / Pixabay)

Hintergründe: Was du über Selbständigkeit wissen solltest

Für viele ist es der Traum schlechthin, in die eigene Selbstständigkeit zu starten. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass dies auch ein paar Schattenseiten hat. Zudem gibt es auch einige rechtliche Aspekte zu beachten – ein Stichwort ist hier die Scheinselbstständigkeit. Damit du keine Gefahr läufst, vom Finanzamt als scheinselbstständig eingestuft zu werden, solltest du für mehrere Kunden gleichzeitig oder zumindest in kurzen zeitlichen Abständen tätig werden.

Wie mache ich mich selbstständig?

Zuerst einmal musst du dir natürlich Gedanken darüber machen, welche Dienstleistungen du anbieten möchtest. Notiere dir deine Geschäftsidee in einem Notizbuch und schreibe dazu auf, was dich dafür befähigt. Benötigst du für die Durchführung finanzielles Kapital, musst du die Bank deiner Wahl von deinem Konzept überzeugen.

Bist du derzeit arbeitslos und möchtest einen Gründerzuschuss beantragen, so musst du deinem Arbeitsvermittler ein schlüssiges Konzept präsentieren. Sowohl für die Bank, den Arbeitsvermittler und auch für dich selbst solltest du einen Businessplan aufstellen.

Grundsätzlich ist der Besuch eines Gründerseminars, wie es beispielsweise von der IHK, aber auch vielen kommunalen Anbietern durchgeführt wird, sehr sinnvoll. Hier erhältst du auch umfassende Informationen darüber, was du in den Businessplan aufnehmen solltest, wie du deine Preise ermitteln kannst und wie viel du im Monat mindestens verdienen musst, um finanziell über die Runden zu kommen. Des Weiteren erhältst du dort Informationen zur einfachen und doppelten Buchführung, zu anderen steuerlichen Aspekten, aber auch zu deiner Online-Präsenz und Social-Media-Aktivitäten, die du selbst starten solltest.

Unter Umständen musst du vor der Gründung deines Unternehmens auch Genehmigungen einholen. Mache dir auch Gedanken über die Unternehmensform (Einzelunternehmer, GmbH, Ltd. etc.). Für deine Geschäftstätigkeit benötigst du auch mindestens ein Geschäftskonto. Formuliere auch schon Verträge vor, die du bei Bedarf anpassen kannst. Ganz wichtig ist auch, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) niederzuschreiben. Diese kannst du deinen Kunden gleich bei der Übermittlung deines Angebotes mitsenden oder auf die Webseite verweisen, auf der sie dann zu finden sind.

Je nachdem, welche Unternehmensform du wählst, musst du verschiedene Anmeldungen vornehmen. So musst du, wenn dein Umsatz 17.500 Euro überschreitet, ein Gewerbe anmelden. Im Normalfall kannst du das im Bürgerbüro deiner Kommune erledigen. Beim Finanzamt musst du eine Steuer-ID beantragen, die du unter anderem auf deine Rechnungen schreiben musst. Sehr sinnvoll kann es sein, berufsspezifischen Verbänden beizutreten.

Besonders wichtig ist die Kundenakquise. Mit dieser solltest du sofort loslegen, wenn du deinen Businessplan fertiggestellt hast und von deiner Bank eine Finanzierungszusage erhalten hast. Benötigst du keine finanziellen Zuwendungen, so ist es trotzdem ratsam, einen Businessplan aufzustellen. In diesem kannst du beispielsweise vermerken, wie viel du in Werbung investiert hast und was davon von besonderem Erfolg gekrönt war.

Wie kann ich mich als Selbstständiger absichern?

Grundsätzlich ist es für dich sinnvoll, mindestens ein Drittel deiner Einnahmen für die Steuerzahlung und für Sozialabgaben zurückzulegen, wenn sie nicht schon monats- oder quartalsweise von deinem Unternehmenskonto abgebucht werden. So gerätst du nicht so schnell in finanzielle Schwierigkeiten, wenn das Finanzamt von dir eine Steuernachzahlung fordert oder höhere Vorauszahlungen festsetzt. Wenn auf deinen Rechnungen eine Umsatzsteuer ausgewiesen wird, musst du diese natürlich zu den festgesetzten Terminen ebenfalls an das Finanzamt abführen.

Gerade für dich als Selbstständigen ist der Abschluss einer Betriebsausfallversicherung, einer Betriebshaftpflichtversicherung und einer Berufshaftpflichtversicherung angeraten. Fällst du einmal krankheitsbedingt für längere Zeit aus, übernimmt die Versicherung die Kosten für die Suche nach einer Ersatzkraft, aber auch weitere anfallende Kosten.

Als Selbstständiger erhältst du kein Urlaubsgeld und auch keine Lohnfortzahlung, erarbeitest dir in der freien Zeit aber auch keine Einnahmen. Da auch du aber mal Ablenkung vom Berufsalltag benötigst und mit deiner Familie bestimmt mal verreisen und entspannen möchtest, solltest du für solche Zeiten Rücklagen bilden.

Ist Franchise eine sinnvolle Alternative?

Franchise ist nur dann eine sinnvolle Alternative, wenn du das Unternehmerrisiko selbst trägst. Wird dir als Franchisenehmer das Unternehmerrisiko hingegen abgenommen, so ist die Tätigkeit unter Umständen als Scheinselbstständigkeit anzusehen.

Was sind die größten Herausforderungen eines Selbstständigen?

Vor allem in der Anfangsphase wirst du erst einmal recht wenig Geld einnehmen. Deshalb solltest du dir vorher Rücklagen gebildet haben, um diese Zeit zu überbrücken. Musst du erst in die technische oder räumliche Ausstattung investieren? Dann benötigst du dafür natürlich auch Kapital.

Manchem Selbstständigen fällt es auch schwer, in den Urlaub zu fahren, denn schließlich trägt er die Verantwortung für sein Unternehmen. Ist er allein tätig, erzielt er in dieser Zeit keine Einnahmen. Hat er mehrere Mitarbeiter, so fällt es oft schwer, Arbeiten zu delegieren. Auch gedanklich fällt das Abschalten nicht ganz so leicht. Das solltest du aber unbedingt tun, um die Erholung so richtig genießen zu können.

Was sind die Vorteile von Selbstständigkeit?

Selbstverständlich hat die Selbstständigkeit zahlreiche Vorteile, die wir in Gänze hier gar nicht alle aufführen können. Denn jeder sieht diese auch etwas anders. Sicher wirst du uns aber zustimmen, dass die eigene Unabhängigkeit von besonders großem Vorteil ist. Als Selbstständiger bist du dein eigener Chef, triffst also die Entscheidungen selbst. Du kannst dir deine Arbeitszeiten festlegen und bei Bedarf auch mal abändern.

Das ist unter anderem dann von Vorteil, wenn du kleinere Kinder hast, die schnell einmal krank werden können. Auch deinen Verdienst bestimmst du selbst. Du kannst mit jedem neuen Kunden dein Salär neu aushandeln, was in einem Angestelltenverhältnis nur schwer möglich ist. Deinen Urlaub kannst du ebenfalls frei planen – vor allem als Freelancer musst du nicht auf die Belange anderer Mitarbeiter Rücksicht nehmen.

Selbstständig machen: Mit diesen Ideen kannst du dein eigenes Unternehmen aufbauen

Wie du schon anhand unserer Aufstellung siehst, gibt es viele Möglichkeiten, ein eigenes Unternehmen aufzubauen bzw. als Freelancer tätig zu werden. Bestimmt fallen dir selbst auch noch weitere ein.

Webdesign

Webdesigner sind für die Erstellung und auch die Pflege von Webseiten im Internet zuständig. Hier übernehmen sie unter anderem die Gestaltung und den Aufbau der Seite, müssen aber auch die Nutzerführung im Auge behalten. Das Corporate Design des beauftragenden Unternehmens muss dabei ebenfalls Beachtung finden.

Je nach Agentur oder Unternehmen kann aber auch das Responsive Webdesign zu seinen Aufgaben gehören. Oft wird Letzteres allerdings von darauf spezialisierten Webentwicklern erledigt. Der Webdesigner muss oft einen Kompromiss zwischen den Vorgaben des Auftraggebers, den technischen Möglichkeiten und den potenziellen Wünschen der Besucher finden.

Online Verkäufer

Eine Möglichkeit, als Selbstständiger Geld zu verdienen, ist es, einen eigenen Online Shop zu eröffnen. Hier musst du natürlich Kontakte zu Herstellern und/oder Großhändlern knüpfen, die dir deine Waren liefern sollen. Du hast auch die Möglichkeit, selbst etwas herzustellen und dann in deinem Shop zu verkaufen.

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Das mögliche Spektrum ist dabei äußerst vielseitig. So kannst du Produkte verschiedenster Lieferanten im eigenen Online-Shop, aber auch bei Amazon, eBay, Rakuten und weiteren Plattformen verkaufen. Bist du künstlerisch begabt, so kannst du deine selbstgefertigten Objekte unter anderem bei etsy.com zum Verkauf einstellen und so zusätzliche Einnahmen generieren. Die Webseite für deinen Online-Shop solltest du wenn möglich von einem Profi (beispielsweise Webdesigner, Agentur etc.) einrichten lassen und dich selbst auf dein Kerngeschäft konzentrieren.

Texter

In Zeiten des Internets werden immer mehr Texte benötigt. Diese finden sich nicht nur in Online-Shops, sondern auch auf Unternehmenswebseiten, Ratgeberportalen zu den verschiedensten Themen und dergleichen mehr.

Um als Texter arbeiten zu können, sind gute Deutschkenntnisse vonnöten. Du solltest dich also mit der Rechtschreibung, der Grammatik und den Kommaregeln sehr gut auskennen. Texter waren früher in verschiedensten Bereichen tätig, sie kommen unter anderem aus den Geisteswissenschaften, haben im Finanzsektor gearbeitet, waren im Gesundheitswesen tätig oder haben vielleicht auch nur eine Ausbildung als ReNo-Gehilfin, Büro- oder Industriekauffrau absolviert. Auf jeden Fall sollten sie ein Faible für die deutsche Sprache haben.

Affiliate Marketing

Das Affiliate Marketing basiert auf dem Provisionsprinzip. Dabei bringst du bereitgestellte Affiliate-Links (Links zu Webseiten, Produkten etc.) beispielsweise in deinen Blogbeiträgen unter. Im Affiliate-Link ist ein spezieller Code enthalten, welcher dich beim Händler eindeutig identifiziert. Durch den Klick auf den Link wird dein Leser auf die Webseite des Händlers weitergeleitet und Letzterer erkennt, von woher der Kunde in seinen Online-Shop gelangte.

Dafür bekommst du eine festgelegte Provision. Diese kann sowohl für den reinen Klick auf den Link, die Übermittlung der Kundendaten als auch durch den Verkauf eines Produktes erzielt werden. Hier kommt es auf die zwischen dem Affiliate und dem Händler ausgehandelten Bedingungen an. Als Affiliate bist du dabei nur die Schnittstelle zwischen Händler und Kunden. Zu den renommiertesten Affiliate-Anbietern gehören unter anderem Amazon und GearBest.

Um im Affiliate Marketing erfolgreich zu sein, solltest du Kenntnisse im Online Marketing haben. Denn nur wenn dein Gesamtauftritt im Netz stimmt, wirst du auch Geld verdienen. Diese Kenntnisse kannst du sehr gut über Kurse, Praktika und eigene kleinere Projekte sammeln.

Virtuelle Assistenz

Als virtuelle Assistenz unterstützt du Unternehmen bei ihren Social-Media-Aktivitäten, vereinbarst für deine Auftraggeber Termine, organisierst Messen und Vorträge, buchst Reisen, erledigst Schreibarbeiten und bist für die Kunden deines Auftraggebers oft auch erster Ansprechpartner. Oftmals bist du bei kleinen Unternehmen auch für die Buchhaltung und die Korrespondenz mit dem Steuerberater zuständig.

Diese Tätigkeit ist in etwa mit der einer Bürokauffrau oder Sekretärin vergleichbar, nur dass du jetzt in deinen eigenen Räumlichkeiten sitzt, die sich durchaus Hunderte Kilometer entfernt vom Auftraggeber selbst befinden können, und zeitgleich für mehrere Auftraggeber tätig bist. Oftmals werden diese Dienstleistungen auf Stundenbasis angeboten.

Viele digitale Nomaden, die also in der ganzen Welt herumreisen, bieten ihre Dienstleistungen als Virtuelle Assistenz an, da sie unabhängig arbeiten können, nur auf ein funktionierendes Internet angewiesen sind, und ihre Arbeit via Laptop erledigen können.

Digitale Nomaden: Arbeiten und die Welt bereisen

Fitness-Trainer

Wer gern sportlich aktiv ist, sich für gesunde Ernährung interessiert und andere gern dabei unterstützt, sich sportlich zu betätigen, für den ist sicher der Beruf des Fitness-Trainers von Interesse. In der Regel sind sie in einem Fitness-Studio oder einem anderen Gesundheitsunternehmen tätig. Um als Fitness-Trainer arbeiten zu können, sind entsprechende Trainerlizenzen Voraussetzung.

Die wichtigste Grundlage bildet die Fitness-Trainer B-Lizenz. Während der Ausbildung werden die Anatomie und Physiologie, aber auch die Trainingslehre und Ernährungslehre thematisiert. Nach erfolgreich bestandener Prüfung kannst du dann deine Kunden praxisorientiert anleiten und betreuen. Um später die Fitness-Trainer A-Lizenz zu erhalten, müssen zuvor die Lehrgänge Fitness-Trainer B-Lizenz, Personal-Trainer und Medizinischer Fitness-Trainer erfolgreich abgeschlossen werden.

Hast du alle diese drei Lehrgänge erfolgreich absolviert, erhältst du dann die Fitness-Trainer A-Lizenz. Jetzt kannst du auch Sportler individuell betreuen, die unter einer Verletzung leiden, sich aber trotzdem weiter sportlich betätigen oder ihre körperliche Fitness wieder vollständig herstellen möchten.

Übersetzer/Dolmetscher

Übersetzer arbeiten sehr oft im eigenen Büro und erledigen von hier aus ihre Arbeit, da sie für die schriftliche Übersetzung zuständig sind. Dolmetscher hingegen übersetzen mündlich. Dolmetscher bzw. Übersetzer werden an Fachakademien ausgebildet. Die Ausbildung dauert in er Regel 2 bis 3 Jahre und wird mit einer staatlichen Abschlussprüfung beendet. Es gibt aber auch Ausbildungen unterschiedlicher Dauer, die nach internen Vorgaben der Bildungsträger durchgeführt werden, die dann auf die staatliche Prüfung vorbereiten. Eine Weiterbildung zum Dolmetscher bzw. Übersetzer ist ebenfalls möglich.

Als staatlich geprüfter Dolmetscher bzw. Übersetzer kannst du dein eigenes Übersetzungsbüro eröffnen, aber auch für Dolmetscherdienste, für verschiedene Landes- und Bundesbehörden und für international ausgerichtete Unternehmen tätig werden.

Hochzeitsplaner

Hochzeitsfeiern werden immer mehr zum Event. Dies geht natürlich mit umfangreichen Planungen einher. Nicht jedes Brautpaar möchte die Hochzeitsvorbereitungen allein managen, sondern beauftragt einen Weddingplaner bzw. Hochzeitsplaner. Die Tätigkeit als Hochzeitsplaner ist rechtlich nicht geschützt, jeder kann in diesem Bereich tätig werden.

Allerdings ist es sehr sinnvoll, eine Ausbildung als Veranstaltungskaufmann, in der Gastronomie oder im Hotelwesen abgeschlossen zu haben. Studenten der Betriebswirtschaftslehre können den Schwerpunkt Eventmanagement wählen. Weiterbildungen zum Weddingplaner sind ebenfalls möglich und werden unter anderem von der IHK angeboten.

Grundsätzlich braucht ein Hochzeitsplaner Organisationstalent und viel Einfühlungsvermögen. Die Planung der Hochzeitsfeierlichkeiten beginnt oft im Winter, im Sommer ist dann Hochsaison. Während der Hochzeit selbst hält der Planer alle Fäden in der Hand und ist bei eventuellen Problemen ein erster Ansprechpartner.

Fotograf

Das Internet ist für Hobbyfotografen fast wie geschaffen. Sie können hier ihre eigene Webseite erstellen und die eigenen Aufnahmen hochladen, aber auch in den Sozialen Netzwerken ihre Fotografien präsentieren. Auch viele professionelle Fotografen nutzen diese Möglichkeit. Des Weiteren gibt es einige Portale, in denen Fotografien hochgeladen und teilweise kostenpflichtig zum Verkauf angeboten werden. Auch hier hast du als Fotograf Möglichkeiten, ein Einkommen zu generieren.

Hast du dich auf Landschaftsfotografie spezialisiert, so kannst du Fotografien für einen Kalender zusammenstellen und diesen potentiellen Kunden zum Kauf anbieten. Bevorzugst du die Porträtfotografie, so kannst du ein eigenes Fotostudio eröffnen und dieses auf verschiedenen Kanälen bewerben. In beiden Fällen ist es sehr sinnvoll, wenn du eine Ausbildung als Fotograf, Graphiker etc. abgeschlossen oder an verschiedenen Weiterbildungsseminaren teilgenommen hast.

Catering

Caterer sollten eine Ausbildung als Koch, Bäcker oder Metzger abgeschlossen haben. Eine Gaststättenkonzession benötigen sie in der Regel nicht, eine Gewerbeanmeldung reicht meist aus. Jeder Mitarbeiter, der Kontakt mit Lebensmitteln hat, muss eine Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten, die nicht länger als drei Monate her ist und aller zwei Jahre erneuert werden muss.

Das Cateringunternehmen hat zusätzlich nachzuweisen, dass seine Mitarbeiter über die notwendigen Kenntnisse der Lebensmittelhygeneneverordnung informiert sind. Dazu können Kurse an der IHK absolviert werden. Auf keinen Fall kann das Catering aus der eigenen Küche heraus erfolgen, sondern es sind passende Räumlichkeiten anzumieten, welche den Anforderungen an Lebensmittelbetriebe entsprechend. Mancherorts besteht die Möglichkeit, Kantinen oder Restaurants außerhalb ihrer eigenen Geschäftstätigkeit anzumieten, und so die Investitions-, Ausstattungs- und Pachtkosten niedriger zu halten.

Gerade zu Beginn stehen also einige Investitionen an, zumal der Caterer auch noch über ein geeignetes Fahrzeug, in dem das Essen gekühlt oder warm transportiert werden kann, verfügen muss. Viele Caterer liefern auch nicht nur Essen, sondern auch Geschirr, Tischwäsche, Gläser und Besteck für die Party mit. In dieses müssen sie natürlich auch erst einmal investieren.

Influencer

Jeder kann auf Portalen wie Instagram und YouTube eigene Beiträge und Videos posten, ohne dass er gleich zum Influencer wird. Viele Istagram-Nutzer haben um die 200 bis 300 Follower, die sie entweder persönlich oder von anderen Portalen her kennen. Um von der Werbebranche als Influencer eingestuft zu werden, benötigst du hingegen eine viel größere Reichweite. Diese kannst du mit dem Setzen von Hashtags, dem regelmäßigen Posten von Beiträgen, aber auch durch die Interaktion mit deinen Followern erzielen. Dabei ist es wichtig, regelmäßig aktiv zu sein, und beispielsweise nahezu täglich etwas auf dem eigenen Instagram-Profil zu posten.

Wichtig ist auch, dass du als Influencer über die notwendige technische Ausstattung verfügst. Dazu gehören nicht nur eine gute Handykamera, sondern auch ein Notebook, eine Fotokamera, ein Selfie-Stick, eine Powerbank, ein USB-Stick, ein UMTS-Stick und mehrere SD-Karten. Wer auf Reisen ist, sollte ausreichend Ersatzkabel mit sich führen. Die SIM-Karte erwirbst du am besten vor Ort, damit du dein Handy dann auch wirklich nutzen kannst. Sinnvoll sind hier Prepaid SIM-Karten. Um ganz sicher zu gehen, kannst du auch das Prepaid Handy selbst direkt vor Ort erwerben.

Ferienwohnungen/Ferienhäuser vermieten

Nicht nur in Feriengebieten besteht die Möglichkeit, Ferienhäuser oder Ferienwohnungen zu vermieten und so ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Du kannst dich auch als Vermittler oder Vor-Ort-Betreuer von Ferienwohnungen und -häusern selbstständig machen. Viele nutzen dazu den Kleinunternehmerstatus. Bist du also selbst im Besitz eines Hauses, in dem du eine Ferienwohnung vermieten kannst, so musst du dich natürlich über die rechtlichen Vorgaben deiner Kommune informieren.

Gleiches gilt für den Bau und die Vermietung von Ferienhäusern. Deine Unterkunft kannst du dann auf Touristik-Webseiten, auf verschiedenen Reiseportalen (beispielsweise airbnb), in Katalogen von Tourismus-Unternehmen etc. und natürlich auf der eigenen Webseite präsentieren.

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Das kann beispielsweise ein eigenes Modeatelier, die Durchführung von Workshops, EDV-Dienstleistungen, die Übernahme der Buchführung für andere Unternehmen und noch viel mehr sein.

Fazit

Wir haben dir hier einige Möglichkeiten vorgestellt, wie du dich selbstständig machen kannst. Die Liste ist dabei keineswegs vollständig, ganz im Gegenteil. Teilweise benötigst du dafür nicht einmal viel Kapital. Natürlich musst du gerade für den Anfang mit geringen Einnahmen rechnen und voll auf Kundenakquise setzen. Dafür solltest du dir auch ein Werbebudget einräumen.

Damit du nicht vollkommen ahnungslos in die Selbstständigkeit startest, solltest du einen Businessplan aufstellen – auch dann, wenn du keinen Kredit benötigst. Der Businessplan dient dir immer wieder zur Überprüfung dessen, welche Ziele du bereits erreicht hast, zeigt dir aber auch auf, wo du stärker investieren musst.

Wenn du die Möglichkeit hast, ein Gründerseminar besuchen zu können, so solltest du diese Chance unbedingt wahrnehmen. Hier werden dir auch viele steuerliche und buchhalterische Informationen in kompakter Form vermittelt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Selbst%C3%A4ndigkeit_(beruflich)

[2] https://www.etsy.com/de/

[3] https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=4PqH7Uu rT6vLxYMc1BNDj0f_1_IXooB6fbkYQd5SqgVYHMn8HdLY!62585171?path=null/kurzbeschreibung&dkz=8303

[4] https://bjoerntantau.com/influencer-guide-instagram-07022017.html

Bildquelle: pexels.com / bruce mars

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