Selbständigkeit

Seriöse Heimarbeit: So erkennst du gute Einnahmequellen für zu Hause

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Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, mit seriöser Heimarbeit Geld zu verdienen – entweder im Nebenjob oder sogar als Hauptberuf. Leider erweist sich nicht jedes Heimarbeitsangebot als seriös.

Wir möchten dir bei der Auswahl einer seriösen Heimarbeit mit diesem Beitrag behilflich sein. Denn es gibt durchaus lukrative Jobs, die von zuhause aus erledigt werden können. Einige davon stellen wir kurz vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heimarbeit ist in zahlreichen Branchen möglich und nicht nur auf den IT-Sektor begrenzt.
  • Überlege dir vorher, wie viel Zeit du investieren kannst und welchen Stunden- oder Tageslohn du auf jeden Fall erhalten möchtest.
  • Die Tätigkeit in Heimarbeit ist nicht für jeden geeignet. Wer viele Kontakte zu anderen Menschen benötigt oder seinen Arbeitsalltag nicht gut selbst strukturieren kann, sollte sich eine Tätigkeit in Heimarbeit noch einmal genau überlegen.

Definition: Was ist Heimarbeit?

Im Gegensatz zum angestellten Arbeitsverhältnis befindet sich die Arbeitsstätte des Heimarbeiters entweder in der eigenen Wohnung oder an einem anderen selbst gewählten Ort (beispielsweise Garage, auswärtig angemietetes Büro etc.). Während man früher unter Heimarbeit das Zusammenbauen von Kugelschreibern, Steckdosen, das Einpacken von Wundertüten für Kinder oder an der Nordsee auch das Krabbenpuhlen verstand, ist diese Arbeitsform mittlerweile deutlich anspruchsvoller geworden.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen nichtselbstständiger und selbstständiger Heimarbeit. Bei einer unselbstständigen Heimarbeit ist derjenige nur für einen Auftraggeber tätig, der die Produktionsmittel stellt und nach erfolgter Fertigstellung das Eigentum des hergestellten Produktes erwirbt. Sehr oft wird der Heimarbeiter nach gefertigter Stückzahl entlohnt. In Ausnahmefällen gibt es auch Spezialtarifverträge.

Heimarbeit kann entweder selbstständig oder als Angestellter durchgeführt werden. Immer bringt es jedoch den Vorteil mit sich, dass du in vertrauter Umgebung arbeitest und dir die Anreise ins Büro sparst. (Bildquelle: pexels.com / bruce mars)

Auch die Festlegung eines Mindestentgeltes pro Stunde ist üblich. Eine Sonderform der nichtselbstständigen Heimarbeit kann die Teleheimarbeit darstellen. Hier wird die Arbeit am heimischen PC verrichtet, wofür der Arbeitgeber oft die benötigte Hard- und Software stellt. Nichtselbstständige Heimarbeiter unterliegen nicht dem Direktionsrecht des Auftraggebers, gleichzeitig sind sie auch nicht in das Unternehmen eingegliedert. Für diese Tätigkeit werden aber wie bei angestellten Beschäftigten Abgaben zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung abgeführt.

Bei der selbstständigen Heimarbeit hingegen gibt es meist eine Vielzahl an Auftraggebern, die sich der Heimarbeiter selbst aussucht und auf eigene Rechnung durchführt. Aber auch dann, wenn kein spezieller Auftrag vorliegt, kann der Selbstständige eigene Produkte und Dienstleistungen anbieten, beispielsweise über die eigene Webseite, im Rahmen von Network-Meetings, aber auch in entsprechenden Facebook- und Xing-Gruppen.

Hintergründe: Was du über das Thema Heimarbeit wissen solltest

Um seriöse Heimarbeitsangebote erkennen zu können, solltest du zunächst die folgenden Infos über Heimarbeit durchlesen.

Welche Formen von seriöser Heimarbeit gibt es?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einer seriösen Heimarbeit. Wer eine Ausbildung als Näherin absolviert oder sich das Nähen selbst beigebracht hat, kann in Heimarbeit beispielsweise Näharbeiten erledigen. Wer sehr gut mit Kindern umgehen kann, der überlegt sich vielleicht, als Tagesmutter zu arbeiten. Hierzu müssen vorab entsprechende Kurse belegt werden, über die beispielsweise das örtliche Jugendamt Auskunft geben kann. Später empfängt man die Kleinen dann im eigenen Zuhause oder in angemieteten Räumen.

Auch Online Jobs gehören zur seriösen Heimarbeit. Je nach Kenntnissen und Vorlieben kann man hier beispielsweise eigene Software-Programme entwickeln und vertreiben, eine eigene Agentur gründen, als Grafiker tätig werden oder seine sehr guten Deutschkenntnisse für seine Tätigkeit als Texter, Autor oder Schriftsteller nutzen.

Wer möchte, kann auch mit der Teilnahme an Online Umfragen Geld verdienen. Hierfür gibt es – je nach Umfang – meist ein paar Cent oder Euro. In der Regel muss hier aber ein bestimmter Betrag erreicht werden, um eine Auszahlung veranlassen zu können. Manch einer testet Webseiten auf ihre Nutzbarkeit und bekommt dafür Geld bezahlt.

Mit deinem Smartphone kannst du über verschiedene Apps Micro-Jobs annehmen. Zu den bekanntesten Apps im deutschsprachigen Raum gehören dabei Clickworker, Crowdguru, Streetspotr und Testbirds. Je nach Aufgabe kannst du hier pro Auftrag Cent- oder auch kleine Euro-Beträge verdienen. Insgesamt gibt es weltweit mehr als 2.300 solcher Plattformen, davon etwa 65 in Deutschland. Hier werden unter anderem von Testpersonen Softwareprodukte getestet, die Einrichtung von Läden (Produktplatzierung) kontrolliert, aber auch die Digitalisierung von Daten angeboten. Allerdings wird man von diesen Arbeiten nicht reich, sie sind vielleicht für Studenten und Hausfrauen ein netter Nebenverdienst.

Es besteht auch die Möglichkeit, als Produkttester Geld zu verdienen. Hier schreibst du dann eine Rezension, darfst das Gerät in der Regel behalten und erhältst vielleicht sogar noch einen finanziellen Obolus. Gerade bei Bloggern ist diese Möglichkeit sehr beliebt.

Was sind die Vorteile von Heimarbeit?

Entscheidest du dich für eine Tätigkeit in Heimarbeit, so hat dies einige Vorteile. Zuerst einmal kannst du deine Arbeitszeit frei einteilen. Hast du beispielsweise am Vormittag einen Termin, so kannst du dich dann am Nachmittag oder Abend an die Arbeit setzen. Gleiches gilt auch, wenn deine eigenen Kinder krank werden und nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen können.

Du musst dann deinem Arbeitgeber nicht erklären, warum du schon wieder fehlst, sondern kannst einfach für deine Kinder da sein. Natürlich gilt es auch in der Heimarbeit, gemeinsam mit Kunden festgelegte zeitliche Deadlines einzuhalten. Aber wie du das schaffst, ist dann dir überlassen – das muss nicht unbedingt genau in der Zeit von 9 bis 17 Uhr sein.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass du örtlich unabhängig bist. Verrichtest du einen Online Job in Heimarbeit, können deine Kunden über ganz Deutschland oder Europa verstreut sein, du erledigst deine Arbeit bequem von zuhause aus. Gerade für diejenigen, die in strukturschwachen Regionen wohnen, ist das oft ein Segen. Und wenn du mit deiner Familie umziehst, so kannst du deinen Job einfach mitnehmen.

Verrichtest du als Selbstständiger deine Tätigkeit in Heimarbeit, so bist du dein eigener Chef. Du selbst kannst dann deinen Stundenlohn, dein Projekthonorar etc. immer wieder neu festlegen.

Als Angestellte bleibst du hingegen nach einer Gehaltssteigerung erst einmal längere Zeit auf dem Lohnniveau.

Von großem Vorteil ist, dass du dir den täglichen Weg zur Arbeit sparst. Du musst dich einfach nur in dein heimisches Büro begeben und kannst mit deiner Arbeit starten.

Worin liegen die Nachteile der Heimarbeit?

Die Nachteile der Heimarbeit liegen unter anderem darin, dass kaum Kontakt zu Kollegen oder anderen Personen besteht, da viele „im stillen Kämmerlein“ arbeiten. Wer sich damit nur schlecht arrangieren kann, sollte vielleicht darüber nachdenken, sich einen Raum in einem Coworking-Space zu mieten.

Des Weiteren bist du auch für die Strukturierung deiner Arbeitszeit zuständig. Während auf der Arbeit Kollegen auf dich warten und dein Chef dir eventuell Arbeitsanweisungen gibt, musst du dich zuhause selbst motivieren und dir eigene Vorgaben machen, an die du dich dann auch halten solltest.

Gerade zu Beginn wirst du viel Zeit in die Kundenakquise stecken müssen, um dir einen Kundenstamm aufzubauen. Die Einnahmen werden zu Beginn vermutlich gering ausfallen. Deshalb solltest du dir vorher finanzielle Rücklagen bilden.

Wie viel verdiene ich mit Heimarbeit?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, kommt es doch auf deine persönliche Arbeitssituation an. Möchtest du nur stundenweise in der Heimarbeit tätig sein oder soll es durchaus einem Halbtags- oder Ganztagsjob gleichzusetzen sein? Auch je nach Branche fällt der Verdienst recht unterschiedlich aus. Viele entscheiden sich auch dazu, in der Krankenkasse familienversichert zu bleiben, weshalb die monatlichen Einnahmen einen bestimmten Eurobetrag nicht überschreiten dürfen.

Wenn du dich entscheidest, als Texter selbstständig zu arbeiten, und du in mindestens einem Fachbereich über profundes Wissen verfügst, sollten 1.500 Euro pro Monat erreichbar sein. Wer auf seinem Gebiet Experte ist, kann natürlich deutlich höhere Tagespauschalen, Stunden- oder Projektlöhne aushandeln. Spitzenkräfte verdienen in Heimarbeit 5.000 Euro und mehr pro Monat, und das regelmäßig. Meist arbeiten sie dabei mit den gleichen Auftraggebern über einen längeren Zeitraum zusammen.

Was sind Beispiele für unseriöse Heimarbeit?

Einige Jobs sind als unseriöse Heimarbeit einzustufen. Dazu gehören beispielsweise der Zusammenbau von Kugelschreibern, das Verpacken von Einzelteilen in Tüten, das Befüllen von Wundertüten, die Teilnahme an Online-Umfragen, das Eintippen oder Einlesen von Datensätzen und noch einiges mehr. Für das Verpacken von Einzelteilen und das Befüllen von Wundertüten gibt es mittlerweile Maschinen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Auftraggeber entweder eine besondere Ausstattung erwartet, die von ihm zum Kauf angeboten wird, oder Vorkasse verlangt. Hier sollte man hellhörig werden.

Seriöse Heimarbeit: Anhand dieser Merkmale erkennst du seriöse Heimarbeit

Anhand ein paar wichtiger Kriterien kannst du durchaus erkennen, ob eine angebotene Heimarbeit seriös ist oder ob du sie besser ablehnen solltest. Denn du möchtest ja für deine Arbeit entlohnt werden und deinem Auftraggeber nicht wochenlang hinter dem dir zustehenden Geld her rennen.

Unternehmen und Ansprechpartner sind klar erkennbar

Wird dir von deinem potentiellen Auftraggeber ein Vertrag vorgelegt, sollte hierin das Unternehmen, für das du tätig wirst, und auch dein persönlicher Ansprechpartner aufgeführt sein. Schaue dich auch im Internet auf der Webseite des Unternehmens um. Macht diese einen seriösen Eindruck? Hat sie ein Impressum? Informiere dich auch bei einer Suchmaschine über das Unternehmen, lese dir Bewertungen anderer User durch und ziehe deine Schlüsse daraus.

Die Tätigkeit wird klar beschrieben

In deinem Vertrag muss die Tätigkeit als auch deren Umfang klar beschrieben werden. Hast du dazu Rückfragen, so melde dich vor Vertragsunterzeichnung bei deinem Ansprechpartner und bitte bei Bedarf um eine neue Fassung des Vertrages. Wenn man diesem Wunsch nicht nachkommt, solltest du dich eventuell gegen eine Zusammenarbeit entscheiden.

Einnahmen werden realistisch dargestellt

Wichtig ist, dass die möglichen Einnahmen realistisch dargestellt werden. Hier wäre beispielsweise ein Stundenlohn, der sich mit deinen Vorstellungen deckt, sehr wichtig. Gehe aber bitte nicht davon aus, dass du zu Beginn gleich mehrere Tausend Euro monatlich verdienen wirst. Wird das vom Unternehmen propagiert, ist allergrößte Vorsicht geboten.

Heimarbeit

Angebote, die dir tausende von Euro innerhalb weniger Wochen versprechen, sind in der Regel sehr unseriös. Lass die Finger davon! (Bildquelle: unsplas.com / Oliur)

Natürlich kommt es auch auf dein Vorwissen an. Arbeitest du im technischen oder grafischen Sektor in Heimarbeit, erzielst du sicher von Anbeginn höhere Einnahmen als jemand, der nur Adressen kontrolliert und in die Datenbank einpflegt oder Textilien in größerer Stückzahl näht. Als Modedesignerin hingegen wirst du hier sicher deutlich mehr Geld erwarten dürfen als eine Näherin. .

Du musst als Arbeitnehmer muss keine Vorkasse leisten

Es gibt immer noch Unternehmen, die von ihren Heimarbeitskräften Vorkasse verlangen. Das kann beispielsweise für die Ausrüstung mit verschiedenen Gerätschaften oder Produkten, die in Heimarbeit genutzt und vertrieben werden sollen, aber auch für die Materialien selbst sein.

Anders ist es, wenn du beispielsweise einen Texter oder Grafiker beschäftigst, die dir deine Webseite betexten und gestalten. Ist es eure erste Zusammenarbeit, so ist es durchaus üblich, einen Teilbetrag als Anzahlung zu überweisen, denn diese gehen ein höheres Risiko ein, ihren zustehenden Lohn vielleicht doch nicht zu erhalten. Dies sollte dann in den Vertragsbedingungen aber auch so kommuniziert werden.

Fazit

Es gibt eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten, in Heimarbeit dein Geld zu verdienen. Dabei kann es sich sowohl um ausgelagerte Arbeiten eines Unternehmens handeln (beispielsweise Teleheimarbeit), die vom Angestellten zu Hause erledigt werden, als auch um eine selbstständige Tätigkeit. Hier ist der Selbstständige sein eigener Chef. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Wenn man sich auf die Suche nach seriöser Heimarbeit begibt, muss man sich natürlich vorher Gedanken darüber machen, was man anbieten kann, wie viel Zeit man investieren möchte und wie hoch die Einnahmen liegen sollen. Als Hartz IV-Bezieher darf man nur 160 Euro dazuverdienen, sonst wird das Einkommen verrechnet. Als Kleinunternehmer gilt, wer im Jahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz erzielt, danach ist Umsatzsteuer abzuführen.

Hast du bei einem Jobangebot ein komisches Gefühl, so recherchiere noch einmal sorgfältig über das Unternehmen. Oft kündigt sich das schon bei den ersten Telefonaten oder E-Mail-Kontakten an. Höre dabei auf deine innere Stimme. Bist du dir nicht sicher, so könntest du von dem Unternehmen eine kleine Anzahlung für deine Dienstleistung verlangen oder eine Zwischenabrechnung vereinbaren. Auch wöchentliche Rechnungslegungen sollten gerade zu Beginn einer Zusammenarbeit möglich sein, denn schließlich trittst du in Vorleistung.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.juraforum.de/lexikon/heimarbeit

[2] https://selbststaendigkeit.de/existenzgruendung/orientierung/online-geld-verdienen/serioese-heimarbeit

[3] https://www.n-tv.de/ratgeber/Unserioese-Angebote-zur-Heimarbeit-erkennen-article16684736.html

Bildquelle: unsplash.com / Christopher Gower

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