Selbständigkeit

Solopreneur: So generierst du dir dein passives Einkommen

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Du hast den Begriff Solopreneur bis jetzt noch nicht gelesen und weißt nicht genau, was du dir darunter vorstellen sollst? Nun, so lange gibt es diese Bezeichnung im deutschsprachigen Raum auch noch nicht.

Der Begriff Solopreneur setzt sich aus den Worten Solo und Entrepreneur zusammen. Damit wird ein allein agierender Unternehmer bezeichnet. Nun können natürlich auch Freiberufler, Selbstständige und Freelancer allein arbeiten, sind aber trotzdem keine Solopreneure. Warum das so ist und was diesen auszeichnet, erfährst du in unserem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Solopreneure arbeiten in der Regel als einzelne Person, eventuell unterstützt vom Ehepartner.
  • Sie sind nicht im Kundenauftrag tätig, sondern erschaffen Produkte beziehungsweise Prozesse.
  • Ein Wechsel zurück zum Freelancer, Freiberufler oder anderweitig Selbständigen ist jederzeit möglich.

Definition: Was ist ein Solopreneur?

Ein Solopreneur arbeitet allein und selbstständig. Er richtet sein Angebot aber nicht an den einzelnen Kunden, sondern produziert seine Angebote für die breitere Masse. Das heißt, er gibt keine Schulungen vor Ort, sondern schreibt Bücher, E-Books oder entwickelt Programme und Anleitungen, die online von einer Vielzahl an Nutzern eingesetzt werden können.

Solopreneur

Ein Solopreneur zieht sein Unternehmen von Beginn an so auf, das es praktisch von alleine läuft und passives Einkommen generiert. (Bildquelle: unsplash.com / ROOM)

Diese Offerten kann er jederzeit optimieren und immer wieder Interessenten zum Kauf anbieten. Auch wenn er allein tätig ist oder maximal seine Partnerin oder ihr Partner mit hilft, kann er doch auf ein gutes Netzwerk an anderen Fachkräften zurückgreifen, an die er dann Tätigkeiten auslagert. Die Oberhand über das gesamte Projekt behält allerdings er selbst.

Was ist der Unterschied zwischen Solopreneur, Freelancer und Selbständigem?

Im Gegensatz zu den Freelancern und Selbstständigen haben Solopreneure ihren Fokus auf Prozesse und nicht auf einzelne Kunden oder Projekte gerichtet. Das bemerkt man, wenn man sich mal die Arbeitsweise von Selbstständigen genauer anschaut. Diese arbeiten gegen Honorar und oft auf Vertragsbasis an Einzelaufträgen respektive Projekten. Das ist beispielsweise bei Rechtsanwälten, Architekten, Unternehmensberatern und anderen Freiberuflern der Fall.

Freelancer hingegen, zu denen unter anderem Designer, Texter, IT-Fachkräfte etc. gehören können, arbeiten meist auf Stunden- oder Tagessatzbasis oder haben für Kundenprojekte einen Fixpreis vereinbart. Sowohl Freiberufler als auch Freelancer sind von ihren Kunden und den derzeit vorliegenden Aufträgen abhängig. Das mögliche Wachstum ist durch die eigenen Kapazitäten begrenzt.

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Der Solopreneur hingegen führt sein Business alleine und schafft dabei eigene Produkte und Prozesse. Des Weiteren entwickelt er skalierbare Geschäftsmodelle und strebt nach höherer Selbstbestimmmung und Unabhängigkeit. Er kann sowohl im Homeoffice als auch mobil arbeiten. Seine eigenen Produkte kann er jederzeit verkaufen und erzielt somit regelmäßig ein passives Einkommen, ohne dass er dafür immer wieder neu tätig werden muss. Die gewonnene Zeit kann er dann wiederum für die Entwicklung weiterer wachstumsversprechender Produkte verwenden.

Hintergründe: Was du über das Thema Solopreneur wissen solltest

Immer mehr Personen sind auf das Geschäftsmodell Solopreneurship aufmerksam geworden. Sie nutzen ihre Tätigkeit beispielsweise zur Erstellung von Online-Kursen, Büchern, E-Books, Online-Webinaren, für die Erstellung von Newslettern, in denen sie ihre eigenen Produkte anbieten und dergleichen mehr.

Da diese auch nach dem erstmaligen Gebrauch weiter Bestand haben, können sie dauerhaft angeboten werden und so ein zusätzliches Einkommen erschaffen. Das ist gerade dann, wenn man aktuell nicht so aktiv sein kann, da gerade das Babyjahr ansteht oder aber ein Familienangehöriger gepflegt werden muss, von großem Vorteil.

Ein Solopreneur baut sein Unternehmen so auf, das es sich einfach skalieren und auch ausbauen lässt. Auch das Marketing sowie den Verkauf optimiert er, damit diese weitestgehend automatisch laufen. Gleichzeitig achtet er auf eine schlanke Struktur, leichte Umsetzbarkeit und die Anpassungsfähigkeit seines Geschäftsmodells. Oft sind seine Persönlichkeit und das Business eng miteinander verbunden, sein Geschäftsmodell ist also sein Lebensmodell. Später kann er sein selbst entwickeltes erfolgreiches System leicht duplizieren, anpassen respektive modifizieren.

Wie werde ich Solopreneur?

Da Solopreneure auf verschiedenen Gebieten tätig sein können, lässt sich diese Frage nicht verallgemeinern. Sinnvoll ist sicherlich eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium in dem Bereich, in dem du als Solopreneur tätig werden möchtest. Aber natürlich kannst du auch dein Hobby zum Beruf machen.

Wer in der IT-Branche fit ist, kann beispielsweise Software programmieren, neue Spiele entwickeln und dazu auch Online-Weiterbildungen anbieten. Bist du in Handarbeiten fit, so strickst du vielleicht besonders schöne Objekte und verkaufst die von dir erstellten Häkelanleitungen auf diversen Internetplattformen oder in Facebook-Gruppen, die Handarbeiten zum Thema haben. Andere wiederum haben sich vielleicht einen 3D-Drucker und die entsprechende Software zugelegt und erstellen Dateien für druckbare Objekte. Diese Dateien können sie dann kostenpflichtig zur Verfügung stellen.

Bewirbst du als Solopreneur deine Angebote regelmäßig, beispielsweise

  • im eigenen Newsletter
  • auf deiner Facebook-, Instagram- oder Pinterest-Seite
  • auf deiner Homepage
  • bei Xing und LinkedIn

so lassen sich ebenfalls regelmäßige Einnahmen generieren.

Welche Vorteile habe ich als Solopreneur?

Viele Selbstständige wünschen sich mehr Flexibilität und auch finanzielle Freiheit. Sie sind bis dato immer auf neue Aufträge ihrer Kunden angewiesen oder müssen in neue Kundenakquise Zeit und auch Geld investieren. Oft gelten für Aufträge enge zeitliche Vorgaben, sodass vielleicht ab und an auch am Wochenende gearbeitet werden muss.

Laptop

Das Business eines Solopreneurs kann theoretisch unendlich wachsen, ohne dass er selbst viel tun muss. (Bildquelle: unsplash.com / Glenn Carstens-Peters)

Die Familie steht dann leider oft hintenan. Lehnt man einen Auftrag beispielsweise aufgrund zu geringer zeitlicher Kapazitäten ab, macht sich das im Umsatz sofort bemerkbar. Dazu kommen noch viele Arbeiten, die zwar in der Kostenkalkulation Berücksichtigung fanden, aber doch erhebliche zeitliche Kapazitäten in Anspruch nehmen können, wie beispielsweise die Rechnungsstellung, Buchhaltung, die Neuakquise von Kunden und eventuelle technische Probleme, die oft sofort einer Lösung zugeführt werden müssen, um weiterarbeiten zu können.

Ein Solopreneur hingegen arbeitet nicht direkt für den einzelnen Kunden. Als Solopreneur automatisierts und optimierst du die Prozesse so, dass sie regelmäßig Geld einbringen, auch dann, wenn du anderweitig beschäftigt bist, im Urlaub weilst oder vielleicht krankgeschrieben bist. Durch eine erfolgreiche Optimierung und Anpassung profitierst du unter anderem von

  • höherem, regelmäßigen (passiven) Einkommen
  • stärkerem Wachstum
  • größerer Unabhängigkeit
  • freier Zeiteinteilung
  • ortsunabhängiger Arbeit

Nebenjob Homeoffice: Geld verdienen von zu Hause aus

Zugleich bist du nicht mehr von einzelnen Kunden und Projekten abhängig. Du hast damit die Möglichkeit, dich deinen weiteren Kernaufgaben zu widmen, also neue Produkte zu entwickeln und diese durch verschiedene Maßnahmen zu bewerben.

Was sind die Nachteile eines Solopreneurs?

Natürlich birgt der Beruf auch einige Nachteile. Zuerst muss der Solopreneur viel Zeit und Geld in die Entwicklung des Produktes und in den Ausbau der Prozesse stecken. Deshalb ist gerade zu Beginn ein finanzielles Polster von großem Vorteil. Vielleicht findest du aber auch einen Geldgeber, der von deinem Projekt überzeugt ist und dir so eine später zurückzuzahlende Anschubfinanzierung gewährt.

Selbständige, die eigene Mitarbeiter beschäftigen, können an den verschiedenen Projekten gemeinsam arbeiten, sich über Marketingmaßnahmen abstimmen und diese gemeinsam auf den Weg bringen. Das ist beim Solopreneur nicht der Fall. Er muss die Entwicklung selbst voranbringen und auch immer wieder neue Ideen verwirklichen.

Welche Versicherungen sind für Solopreneure sinnvoll?

Genau wie Freelancer, Freiberufler und andere Selbständige benötigt auch er einige Versicherungen. Unabdingbar sind beispielsweise eine Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung. Aber auch eine Betriebsausfallversicherung, eine betriebliche und eine private Haftpflichtversicherung und dergleichen mehr sind sehr sinnvoll.

Welche Versicherungen für Freelancer, Freiberufler, Solopreneure und andere Selbständige von Vorteil sind, kannst du in unserem Beitrag “Freiberufler werden: So machst du dich erfolgreich unabhängig” nachlesen.

Freiberufler werden: So machst du dich erfolgreich unabhängig

Ressourcen: Die besten Einstiegsmöglichkeiten für Solopreneure

Hier in Deutschland ist die Tätigkeit eines Solopreneurs noch relativ unbekannt. In den USA hingegen kommt diese Berufsform sehr häufig vor, weshalb es gerade auf englischsprachigen Webseiten eine Vielzahl an Informationen gibt.

Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, dass nicht alle Informationen 1 : 1 für Deutschland übertragen werden können. Vielleicht ist dir aber beim Lesen unseres Beitrages schon jemand eingefallen, der diesen Beruf ausübt. Frag doch einfach mal bei ihm nach, ob er dir mehr darüber erzählen kann oder ob er dir vielleicht auch ein Praktikum anbieten würde.

Einige Social Media Plattformen wie beispielsweise Xing und LinkedIn kannst du ebenfalls dazu nutzen, mit diesem Personenkreis in Kontakt zu treten. Sicher wirst du einige finden, die dir von ihren Erfahrungen berichten.

Welche bekannten Bücher gibt es über Solopreneure?

Die Auswahl an deutschsprachigen Büchern über Solopreneure ist nicht allzu groß. Nahezu als Standardwerk kann das von Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg im Jahr 2015 veröffentlichte Buch „Solopreneur: Alleine schneller am Ziel“ angesehen werden.

Des Weiteren können wir das Buch „Auf dem Weg zum Solopreneur: Steckt die Unternehmer DNA in Dir?“ von Stefan Hoffmeister empfehlen.

Im englischsprachigen Raum ist das Buch „Go Solo“ von Kelsey Humphreys sehr erfolgreich.

Fazit

Im Gegensatz zum Freelancer und Freiberufler arbeitet der Solopreneur nicht für Kunden, sondern an Prozessen oder Produkten, die er später selbst vermarktet. Dadurch bietet sich ihm die Möglichkeit, regelmäßige Einnahmen zu erhalten, obwohl er sich bereits weiteren Projekten widmet.

Viele Selbständige betreiben mittlerweile eine Mischung aus eigenen Projekten und der Arbeit für Kunden, da das Solopreneurship für sie noch nicht ausreicht, um vollkommen abgesichert zu sein. Da der Kundenkreis als Sonopreneur immer größer wird, besteht auch keine Gefahr einer Scheinselbständigkeit.

Gerade für diejenigen, die gern ihr eigenes Ding machen und ungern im Team arbeiten, kann diese Tätigkeit von großem Vorteil sein. Und wenn sie doch nicht wie erwartet läuft, besteht jederzeit die Möglichkeit, sein Geschäftsmodell anzupassen, ohne dass es zu größeren finanziellen Schwierigkeiten kommen dürfte. Denn er hat natürlich jederzeit die Möglichkeit, seine Dienstleistungen auszuweiten und wieder direkt im Kundenauftrag tätig zu werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://blog.holvi.com/de/was-ist-ein-solopreneur

[2] https://solopreneurday.de/

[3] https://gruender.wiwo.de/solopreneur-vs-teamgruender-was-ist-das-richtige-konzept/

Bildquelle: pexels.com / Startup Stock Photos

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