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Stundenlohn: Diese Infos sind wichtig

Beruf

Einer beruflichen Betätigung nachzugehen, kann viele Zwecke erfüllen. Es besteht die Möglichkeit sich privat und professionell zu vernetzen, einen Zweck im Leben zu schaffen oder das Hobby zum Beruf machen. Ist vor allem der letzte Aspekt erfüllt, kann eine großzügige Vergütung den professionellen Alltag perfekt abrunden.

Zu diesem Zweck werden üblicherweise regelmäßige Überweisungen in monatlichen Abständen als Honorar festgelegt. Allerdings bestehen auch andere Zahlungsformen wie in etwa in wöchentlicher Form oder anhand geleisteten Outputs. Ein nicht zu vernachlässigender Wert ist dabei auch der Stundenlohn – er kann als Basis für verschiedenste Aspekte genutzt werden, die nicht nur für Arbeitgeber interessant sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Stundenlohn ist eine wichtige Größe in Zusammenhang mit Arbeitsleistung. Er gibt den Wert der stündlichen Beschäftigung wieder.
  • Der Stundenlohn wird anhand verschiedener Faktoren berechnet. Abgesehen von einem gesetzlichen Mindestwert ist auch der Marktwert der Branche richtungsweisend.
  • Im direkten Ländervergleich liegt Deutschland in Sachen Stundenlohn im Mittelfeld. Afrikanische Länder und Regionen des mittleren Osten schneiden am schlechtesten ab.

Definition: Was ist der Stundenlohn?

Unter dem Begriff Stundenlohn können grundsätzlich zwei verschiedene Definitionen verstanden werden. Im Normalfall handelt es sich dabei um einen Richtwert. Er entspricht jener Summe, welche die stündliche Entlohnung anhand monatlicher Gehältern widerspiegelt. Dabei können Voll- und Teilzeitentlohnungen herangezogen werden.

Die Höhe des Stundenlohns kann von vielen Faktoren bestimmt werden. Vor allem entscheidend ist dabei die jeweilige Branche und deren Marktwert. Aber auch individuelle Parameter sind von Bedeutung. Wie lange schon gearbeitet wird, die Höhe der eigenen Risikobereitschaft aber auch die unternehmerische Treue können dazu beitragen.

Der Stundenlohn ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. von der Branche oder der Berufserfahrung. (Bildquelle: pixabay.com / jackmac34)

Ratgeber: Fragen zum Thema Stundenlohn, mit denen du dich unbedingt befassen solltest

In Zusammenhang mit Stundenlöhnen sind oft einige Fragen offen bzw. nur schwer zu beantworten. Mit unseren Informationen solltest du allerdings ein umfangreiches Basiswissen zu diesem Thema erhalten.

Wie kann der Stundenlohn berechnet werden?

Um die Höhe deiner stündlichen Vergütung zu ermitteln, kannst du verschiedene Ansätze wählen. Die einfachste Rechnung ist jene anhand der monatlichen Arbeitsstunden. Um diesbezüglich einen ausschlaggebenden Wert zu erhalten, muss dein wöchentlicher Input zunächst als Grundlage herangezogen werden. Diese Zahl multiplizierst du anschließend mit dem Wert 4,33. Dies entspricht der Anzahl an Wochen pro Monat. Die anschließende Division deines Bruttogehalts durch diesen Wert ermittelt die Höhe des Stundenlohns.

Der Stundenlohn kann mithilfe einer recht simplen Rechnung berechnet werden. (Bildquelle: pixabay.com / Bru-nO)

Im direkten Vergleich zu anderen Methoden ist dieser Ansatz jedoch etwas ungenau. Um einen Durchschnittswert für einen längeren Zeitraum zu ermitteln, solltest du mehrere Auszahlungen in deine Berechnungen einfließen lassen. Die Höhe des Stundenlohns wird ich somit anhand folgender Bemessungsgrundlagen bestimmt:

  • Drei Monatsgehälter (Summe)
  • Anzahl Wochen (13 über 3 Monate)
  • Wöchentliche Arbeitszeit (in Stunden)

Um einen Durchschnittswert zu erhalten, muss die Summe der Gehälter durch die Wochenanzahl und -arbeitszeit dividiert werden. Diese Berechnung kann auch mithilfe des gesamten, jährlichen Verdienstes erfolgen. Damit du einen vernünftigen Wert erhältst, musst du jedoch zusätzlich die Anzahl an Monatsgehältern als Divisionsfaktor ergänzen. Stehen Sonderzahlungen aus, ist die Zahl entsprechend auf 13 oder 14 zu erhöhen.

Wie wird der Stundenlohn in Deutschland festgelegt?

Um ein berufliches Verhältnis einzugehen, ist ein beidseitig unterschriebener Arbeitsvertrag die notwendige Grundlage. In diesem Dokument werden Eckpfeiler wie Aufgabenbereiche, Kernzeiten, Arbeitszeiten und auch die Entlohnung festgelegt. In Deutschland besteht für Arbeitgeber keine Möglichkeit, einen willkürlichen Betrag auszuwählen.

Die wichtigste Grundlage ist hierbei der gesetzliche Mindestlohn, welcher im Normalfall im Abstand von zwei Jahren immer wieder neu definiert wird. Für das Jahr 2020 belief sich dieser Wert auf 9,35 €.

Hierbei muss allerdings auch festgehalten werden,dass diese Rahmenbedingungen nicht für jedes Beschäftigungsverhältnis gelten. Gehörst du einer jener Gruppen an, kannst du hier keine Ansprüche geltend machen:

  • Auszubildende (unabhängig vom Alter)
  • Jugendliche unter 18 Jahren und ohne Ausbildung
  • Langzeitarbeitslose (bis zu sechs Monaten nach dem Ende der Arbeitslosigkeit)
  • Praktikanten (auf freiwilliger Basis oder im Rahmen einer Ausbildung)
  • Ehrenamtliche Arbeiter

Diese Parameter gelten als wesentliche Basis für die Einstellung neuer Mitarbeiter. Als Angestellter steht dir jene stündliche Entlohnung in jedem Fall zu. Allerdings dürfen branchenspezifische Anpassungen nicht unerwähnt bleiben.

Um auch jeweilige Marktwerte- und situation zu berücksichtigen, finden zusätzliche Verhandlungen statt. Vertreter der jeweiligen Arbeitgeber bzw. Gewerkschafter der Arbeitnehmer versuchen so, einen für beide Seiten funktionierenden Kompromiss zu finden. Diese verhandelten Stundenlöhne kannst du im sogenannten Tarifvertrag nachlesen. Da hier regelmäßig Änderungen stattfinden, erscheint im Normalfall jährlich eine neue Ausgabe. Um von diesen Ansprüchen profitieren zu können, ist jedoch die Mitgliedschaft in der entsprechenden Gewerkschaft eine unumgängliche Verpflichtung.

Was ist branchenübergreifend über den Stundenlohn in Deutschland zu sagen?

Wie bereits eben angesprochen, ist dein Stundenlohn auch stark von der gegenwärtigen Positionierung deiner Branche abhängig. Im Jahr 2016 befasste sich das Statistische Bundes­amts in Deutschland mit dieser Thematik etwas genauer und konnte eine spannende Übersicht bieten. Um dir ebenfalls einen entsprechenden Einblick zu liefern, wollen wir auf ausgewählte Branchen etwas genauer eingehen.

Landwirtschaft und Gartenbau

Laut den erhaltenen Messungswerten schneiden Berufstätige dieser Branchen in Sachen Stundenlohn am schlechtesten ab. Die durchschnittliche Vergütung belief sich nur auf 11,02 €, wobei Berufe wie der Florist und der Gartenbauhelfer noch darunter lagen. Am besten schneiden Fachkräfte der Jagdwirtschaft und Natur- und Landschaftspfleger mit 15 € bzw. 17,24 € ab. Das mittlere Monatsgehalt bei einer 40-Stunden Woche belief sich auf 1.910 €.

Im Bereich Landwirtschaft kannst du mit einem Stundenlohn von rund 11-17€ rechnen. (Bildquelle: pixabay.com / wurliburli)

Transport, Sicherheit und Reinigung

Nur geringfügig höher ist der Stundenlohn in jenen Berufsfeldern. Unter dem Durchschnitt von 13,69 € sind Berufe wie Gebäude- oder Textilreiniger, Berufskraftfahrer oder Personenschützer zu finden. Am besten schneiden zwei Berufsbilder in den Bereichen Logistik und Verkehr ab. Schiff­fahrts­kaufleute und Luft­verkehrs­kaufleute stehen mit einem Mittelwert von 20,03 € bzw. 22,57 € an der Spitze. Die mittlere Monatsvergütung beträgt 2.370 €.

Medien, Kunst und Kultur

Im profitablen Mittelfeld kannst du Berufstätige aus jenen Branchen antreffen. Werbefachleute, Produktionsdesigner oder Menschen mit darstellenden Berufen werden durchschnittlich mit 18,32 € entlohnt. Auch hier sind jedoch Tätigkeiten vorhanden, die diesen Wert nach unten drücken. Während der Abstand beispielsweise für Klavierbauer oder Kunsthandwerker weniger gering ist, stehen Bild- bzw. Tontechniker oder Raumausstatter wesentlich schlechter da. Spitzenreiter sind redaktionelle und journalistische Spezialisten sowie Kameratechniker in der Größenordnung von etwa 25 €. Hochgerechnet auf 40 Stunden liegt der durchschnittliche Verdienst bei etwa 3.180 € pro Monat.

Als Kameratechniker verdienst du rund 25 € pro Stunde. (Bildquelle: pixabay.com / StockSnap)

Naturwissenschaften und Informatik

Hierbei handelt es sich in Deutschland um die absoluten Spitzenreiter in Sachen stündlicher Verdienste. Mit einem Mittelwert von 22,64 € sind die Einnahmen teilweise mehr als doppelt so hoch als bei vielen Berufen der Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang sind kaum Berufsbilder zu finden, welche pro Stunde weniger als 15 € erwirtschaften. Abgesehen von Softwareentwicklern, IT-Koordinatoren und -Anwenderberatern schneiden vor allem Physiker und Chemiker besonders gut ab. Stundenlöhne in der Region von 30 € sind in all diesen Berufsbildern absolut üblich. Mit knapp unter 4.000 € monatlicher Entlohnung liegen jene Branchen auch diesbezüglich an der Spitze.

Was ist über die Entwicklung des Stundenlohns in Deutschland zu sagen?

In Deutschland konnten in puncto Stundenlohn einige Veränderungen im Laufe der Zeit festgestellt werden. Seit dem Jahr 2014 ist ein Gesetz in Kraft getreten, welches die Grundrechte arbeitender Menschen dementsprechend sichert. Eine neunköpfige Kommission ist hier dafür verantwortlich, einen Mindestverdienst auf Basis durchschnittlicher Lebenshaltungskosten bzw. wirtschaftlicher Komponenten zu finden. Seit der erstmaligen Anwendung im Jahr 2015 stieg der Wert laufend an.

Seit dem Anfangswert ist die Summe im Jahr 2020 auf mittlerweile fast einen zusätzlichen Euro angewachsen. Mit der Ausnahme von 2016 und 2018 wurden jedes Jahr neue Anpassungen vorgenommen. Die genaue Entwicklung kannst du anhand dieser Übersicht feststellen:

  • Ab 1. Januar 2015: 8,50 €
  • Ab 1. Januar 2017: 8,84 €
  • Ab 1. Januar 2019: 9,19 €
  • Ab 1. Januar 2020: 9,35 €

Fördernde Entwicklungen der durchschnittlichen Stundenverdienste deutscher Bürger sind jedoch auch außerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen festzustellen. In einem Zeitraum von fast 30 Jahren konnte sich der durchschnittliche Stundenlohn beinahe verdoppeln. Umgerechnet werden seit dem Jahr 1992 mindestens zweistellige Eurobeträge für diese Zeiträume ausgezahlt. Seitdem sind erhöhte Beträge in jährlichen Abständen zu erkennen. Das ertragreichste Wachstum fand zwischen 1991 und dem Jahr 2000 statt, welche eine Steigerung von fast 3 € bewirkte. Lediglich in den Jahren 2006 und 2007 verringerte sich der Mittelwert deutscher Stundenlöhne. Im Jahr 2018 befand sich der Durchschnitt auf dem damaligen Höhepunkt von 17,94 €.

Wie sieht die weltweite Entwicklung des Stundenlohns aus?

Die deutsche Situation in Sachen Stundenlohn kannst du somit als profitabel einstufen. Im internationalen Vergleich liegt die Bundesrepublik allerdings im guten Mittelfeld. Während der österreichische Nachbar mit leicht profitableren Verhältnissen ausgestattet ist, geht es den Schweizer wesentlich besser. Ein durchschnittlicher Stundenlohn von über 30 € liegt im Normalbereich.

Auf europäischer Ebene ist die Situation des Stundenlohns wohl als zufriedenstellend einzustufen. Zusammen mit den Spitzenreitern Monaco und Liechtenstein befinden sich insgesamt 14 Länder aus Europa in den Top 20. Das lukrativste Land außerhalb Europas ist Bermuda auf Platz 3, ganze 16 Plätze vor Deutschland. Dahinter folgen die Sonderverwaltungszone Macau und die Vereinigten Staaten.

In Europa ist der Stundenlohn vergleichsweise hoch. (Bildquelle: pixabay.com / klimkin)

Weniger erfreulich ist dagegen die Situation in Afrika und dem mittleren Osten. In Ländern wie Nigeria oder Pakistan wird die stündliche Arbeit mit nur knapp 80 Cent bzw. 65 Cent entlohnt. Europäisches Schlusslicht ist die Ukraine, wo der Durchschnittswert bei knapp über einem Euro liegt.

Fazit

Die Vorzeichen in Sachen Stundenlohn sind in Deutschland vorzüglich. Sowohl auf gesetzlicher Ebene als auch branchenspezifisch ist für Staatsbürger und legale Einwanderer entsprechend vorgesorgt. Hier sind jedoch einige Parameter als wesentliche Schwankungsmerkmale zu berücksichtigen. Vor allem die Branche und Qualifikation der jeweiligen Personen muss in Betracht gezogen werden. Auch ohne jene Aspekte zu berücksichtigen, sehen zukünftige Prognosen jedoch ebenfalls vielversprechend aus. Sowohl beim gesetzlichen Mindestlohn als auch der Großzügigkeit von Arbeitgebern sind laut bisherigen Trends erhöhte Beträge zu erwarten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/dieser-gesetzliche-mindestlohn-soll-ab-2019-gelten/150/11266/365822 [2] https://www.merkur.de/leben/karriere/gehalt-hier-gibts-besten-stundenlohn-deutschlands-zr-12254326.html

Bildquelle: pixabay.com / janeb13

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