fbpx
Glossar

Traffic

Traffic, das englische Wort für Verkehr, bezeichnet die Besucherströme oder auch den Datenfluss im Internet. Im Gegensatz zum Straßenverkehr, freuen sich Webseitenbetreiber über möglichst viel Traffic. Je mehr Besucher sich auf ihrer Seite tummeln, desto lukrativer ist es für sie in der Regel.

In diesem Artikel erklären wir dir wieso viel Traffic gut für dein Geschäft ist und wie Klicks auf einer Webseite ausgewertet werden. Zudem erfährst du was der Unterschied zwischen echten Besuchern und Fake Traffic ist und wie man durch Paid Traffic mehr Bewegung in die Sache bringt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Traffic ist ein wichtiger Indikator für die Attraktivität einer Webseite und wird von Suchmaschinen beim Ranking berücksichtigt.
  • Durch die Traffic-Analyse kannst du feststellen, ob deine Werbekampagne zielführend war und oder ob hier Verbesserungsbedarf liegt.
  • Nicht jeder Traffic ist erwünscht. Fake Traffic und Trash Traffic haben keinen positiven Effekt auf die Klickraten deiner Webseite.

Glossareintrag: Der Begriff Traffic im Detail erklärt

Wenn du eine Webseite betreibst oder dich für Online-Marketing interessierst, bist du sicher schon auf den Begriff “Traffic” gestoßen. Was zu Deutsch nichts anderes als Verkehr heißt, ist genau das: Verkehr im Internet. Damit du umfassend informiert bist, haben wir für dich in den folgenden Abschnitten die wichtigsten Fragen rund um das Thema Traffic aufgegriffen. So weißt du, worauf es ankommt und was dieser Begriff für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet.

Was ist Traffic?

Der englische Begriff “Traffic” heißt zu Deutsch “Verkehr”. Im Online Marketing wird das Wort Traffic genutzt, um das Benutzeraufkommen auf einer Webseite zu beschreiben. In selteneren Fällen wird dieser Ausdruck für den allgemeinen Datenverkehr im Internet verwendet. (1)

Durch verschiedene Methoden der Suchmaschinenoptimierung kann der Traffic auf einer Webseite gesteigert werden. Je mehr Traffic eine Seite hat, desto interessanter scheint sie für die Besucher zu sein. Wenn der Nutzer länger auf der Seite bleibt, wirkt sich das positiv auf das Ranking bei den Suchmaschinen aus.

Wie wird Traffic gemessen?

Diverse Auswertungstools geben unter anderem Aufschluss darüber, wie viele Male eine Webseite geöffnet wurde und wo die Besucher hergekommen sind. Zudem kann ausgewertet werden, ob jemand die Seite mehrmals geöffnet hat und wie lange er geblieben ist.

Ein einzelner Besucher, der in einer bestimmten Zeitspanne die Webseite mehrfach aufgerufen hat, gehört in die Kategorie «Unique Visitor». Die einzelnen Besucher werden innerhalb dieses Zeitraums nur einmal gezählt – unabhängig davon, wie oft sie die Seite aufrufen.

Die zeitliche Dimension ist bei Traffic sehr wichtig zu beachten. Je nach Unternehmen kann es zum Beispiel an den Wochenenden zu tiefen Besucherzahlen kommen, da ihre Kunden dann nicht arbeiten. Oder bei saisonalen Betrieben werden je nach Jahreszeit mehr Klicks in ein paar wenigen Monaten generiert als im restlichen Jahr. Deshalb ist es auch sehr wichtig zu verstehen, wann deine Kunden auf deine Seite kommen.

Du kannst auch die Klickrate anderer Webseiten grob ermitteln. Das kann spannend sein, um die Website-Performance deiner Mitbewerber zu prüfen. Doch die Analysetools können nur ungefähre Werte auf fremden Seiten ermitteln und diese sind auch mit Vorsicht zu genießen. (2)

Weshalb wird Traffic analysiert?

Für Suchmaschinen ist der Traffic einer Website ein wichtiger Bewertungsfaktor. Je höher die Besucherzahlen auf einer Webseite, desto besser kann die Seite in den Suchergebnissen gerankt werden.

Wenn viele Besucher die Webseite aufrufen und darauf verweilen, ist das ein Indiz, dass die Seite interessant ist.

Bei der Analyse des Traffics wird geschaut, wo die Besucher herkommen. Daraus wird abgeleitet, welche trafficsteigernde Maßnahmen erfolgreich waren. Außerdem kann man daraus Erkenntnisse erlangen, wo noch Verbesserungsbedarf liegt.

Eines der beliebtesten Tools zur Analyse des Traffics einer Website ist Google Analytics. Der Webmaster kann hier diverse Daten abrufen vom Umsatz über Conversions, Werbung und vieles mehr. Zudem können die Anzahl Besuche und die Seitenabrufe hier angeschaut werden.

Mit Google Analytics kann der Traffic kontinuierlich analysiert werden. Dazu wird ein Tracking-Code in den Code auf deiner Webseite eingebunden. (Bildquelle: Edho Pratama / Unsplash)

Um zu verstehen, ob der Traffic auf deiner Webseite über-, unter- oder durchschnittlich ist, musst du die Kennzahlen deiner Branche kennen. Diese Zahlen sind nicht leicht zu kriegen, doch ein ungefährer Überblick ist z.B. bei Hubspot zu finden. (6) Andere Tools geben Hinweise darauf, ob du dein Traffic-Potenzial ausnutzt. Hier kannst du die Klickrate (CTR) anschauen.

Je mehr Klicks, desto mehr Traffic. Wenn du ein niedriges CTR hast, solltest du herausfinden, weshalb die Suchmaschinennutzer nicht auf deine Suchergebnisse klicken.

Woher kommt der Traffic?

In einem Analyse-Tool kannst du ablesen über welchen Kanal deine Besucher gekommen sind. Es gibt verschiedene Begriffe für den Traffic, der auf eine Webseite gelangt.

  • Direct Traffic: Die Besucher geben die Webadresse ein und gelangen direkt auf die Webseite.
  • Organic Search Traffic: Über eine Suche in einer Suchmaschine finden die Besucher die Webseite.
  • Paid Traffic: Die Besucher sind über die vom Webseitenbetreiber platzierte Werbung auf die Webseite gekommen.
  • Referral Traffic: Über einen Link auf einer anderen Webseite wurden die Besucher auf die Webseite geleitet.
    Social Traffic: Die Besucher gelangen über ein Social Media-Kanal wie Facebook, Twitter, XING usw. auf die Seite. (3)

Diese Informationen geben Hinweise darauf, in welche Kanäle bzw. Quellen man mehr Zeit und/oder Geld investieren könnte um mehr Traffic zu generieren.

Was ist Paid Traffic?

«Paid Traffic» beinhaltet alle Marketingmaßnahmen, bei denen man Geld bezahlt, um Besucher auf die Webseite zu holen. Neben Facebook-Werbung gehören auch das Platzieren von Werbebanner und Videowerbung dazu. So gelangen viele Besucher in kurzer Zeit auf eine Seite.

Paid Traffic ist keine Garantie für viele Besucher.

Doch diese Traffic-Käufe sind keine Garantie dafür, dass die Besucher die gewünschte Aktion auf der Landingpage ausführen. Nur wenn die Werbung perfekt platziert ist und das richtige Zielpublikum anspricht, kann es zum Ziel führen. Anderenfalls läuft man Gefahr, viel Geld in eine Kampagne zu investieren, die zum Scheitern verurteilt ist.

Vorteile:

  • Viele Besucher in kurzer Zeit
  • Zielpublikum ansprechen

Nachteile:

  • Kostet (viel) Geld
  • Keine Erfolgsgarantie

Fortlaufende Tests sind notwendig um zu sehen, inwieweit das Zielgruppentargeting passt und welche Kampagnen gut laufen. Google bietet mit AdSense Experiments die Möglichkeit den Traffic auf deiner Webseite in zwei verschiedene Anzeigeneinstellungen aufzuteilen. So kannst du testen, welche Anzeige bessere Ergebnisse erzielt und fundierte Entscheidungen für weitere Kampagnen treffen. (4)

Finde heraus, was bei deinem Zielpublikum gut ankommt. Vielleicht erweckst du ihre Aufmerksamkeit eher mit Text- und Display-Anzeigen als mit reinem Text. Variiere mit Elemente wie der Inhalt der Anzeige oder der Anzeigestil, aber auch mit Farben um das optimale Ergebnis zu erzielen.

Was ist Fake Traffic?

Nicht jeder Traffic ist echter Traffic. Die Statistiken werden oft verfälscht durch Zugriffe von Referrer Spam. Diese rufen die Webseite gezielt massenhaft auf und verfälschen dadurch den vom Webanalyse-Tool gemessenen Traffic.

Es handelt sich bei Referrer Spam um eine sogenannte Black-Hat Methode um gefälschten Traffic zu generieren. Dabei verbessern Spammer ihre eigenen Rankings. Das hat auf die Leistung deiner Webseite keinen direkten Einfluss, verfälscht aber deine Statistik.

Aber wie kannst du feststellen, ob deine Webseite von Referrer Spam betroffen ist? Es ist nicht ganz einfach festzustellen, doch folgende Faktoren können auf Fake Traffic verweisen:

  • Absprungrate: Das gibt die Einzelseiten-Sitzungen an, bei denen es keine Interaktion mit der Seite gab. Extrem hohe bzw. niedrige Zahlen können auf gefälschten Traffic hinweisen.
  • Sitzungsdauer: Es gibt Nutzer, die mehrere Minuten auf der Seite bleiben. Über Facebook oder Instagram kann der Besuch auch nur etwa 30 Sekunden dauern. Wenn der Aufenthalt deutlich darunter liegt, könnte es ein Bot gewesen sein.
  • Seiten/Sitzung: Ähnlich wie bei der Sitzungsdauer verhaltet es sich bei den Seiten pro Sitzung. Einige Besucher lesen 4-5 Seiten pro Sitzung, andere nur eine Seite. Bei einem Durchschnitt von ungefähr einer Seite ist etwas nicht in Ordnung.
  • Neue Sitzungen: Natürlich freust du dich über neue Benutzer, aber wenn nicht, wenn plötzlich jeder Nutzer neu ist. Eine hohe Anzahl an neue Sitzungen ist ungewöhnlich, aber auch eine niedrige oder nicht vorhandene Anzahl solltest du prüfen.
  • Geografische Aspekte: Du eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Besuchern aus einem nicht-deutschsprachigen Land erhaltest, kann das ein Zeichen für verdächtigen Traffic sein.

Um diese «falschen Besucher» aus der Statistik zu entfernen, nutzt du am besten einen Filter. Diese können bekannten Crawler Spam identifizieren und ausschließen. (5)

Was ist Trash Traffic?

Trash-Traffic ist für den Webseitenbetreiber nutzlos und deshalb unerwünscht. Dieser kann entstehen, wenn eine Website fehlerhaft programmiert ist oder die falschen Keywords verwendet wurden. Die Besucher gelangten auf die Website obwohl sie kein Interesse an dem Angebot hatten.

Die User landen aufgrund eines Fehlers auf die Website und merken schnell, dass sie hier nicht das Gewünschte finden und schließen die Seite wieder. Da die Aufenthaltsdauer auf einer Webseite auch in die Wertung der Suchmaschine fließt, kann das negative Folgen für das Ranking haben.

In den meisten Analyse-Tools kann Fake Traffic erkannt und herausgefiltert werden. (Bildquelle: Myriam Jessier / Unsplash)

Es gibt auch Webseitenbetreiber, die bewusst auf Trash Traffic setzen. Sie verdienen mit Seitenaufrufen Geld, meist indem sie Werbeflächen auf Webseiten verkaufen. Da sich der Preis für die Werbeplätze größtenteils nach der Anzahl Seitenaufrufe im Monat richtet, erhöhen sie diese Zahlen künstlich.

Die Besucher gelangen über irreführende Bannerwerbung auf die Webseite. Meist werden die Schaltflächen auf den Bannern so gestaltet, dass sie mit anderen verwechselt werden. Zusätzlich verspricht der Text etwas anderes als der wahre Inhalt. Des Weiteren sind Warn- und Fehlermeldungen beliebt um an Klicks zu gelangen. Die Nutzer springen zwar sofort ab, wenn die Zielseite nicht ihren Erwartungen entspricht, doch die Seite hat den Klick trotzdem gekriegt.

Fazit

Als Webseitenbetreiber lohnt es sich den Traffic regelmäßig zu analysieren. Dabei können verschiedene wichtige Erkenntnisse über die Qualität der Seite und das Interesse der Nutzer gelesen werden. Öffnen die gleichen Besucher die Webseite mehrmals innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, sind sie am Angebot interessiert d.h. das Zielpublikum wurde erreicht.

Wenn deine Werbemaßnahmen noch nicht zu den gewünschten Klickzahlen geführt haben, stimmt etwas an der Kampagne nicht. Analysiere den Traffic deiner Webseite genau, um das gesamte Potenzial auszuschöpfen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Datenverkehr [2] https://ahrefs.com/blog/de/webseite-traffic/ [3] https://de.statista.com/themen/1842/soziale-netzwerke/ [4] https://blog.google/products/adsense/adsense-101-building-your-brand/?_ga=2.104817032.964440169.1602514342-422235186.1602514342 [5] https://rocket.works/google-analytics-spam-wie-wird-man-ihn-los/ [6] https://blog.hubspot.com/marketing/average-traffic-sources-for-websites-benchmarks-from-15k-hubspot-customers

Bildquelle: Crew / Unsplash

Weitere Glossarbeiträge

Featured Artikel im Glossar
Menü