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Working Holiday Visum: Alles Wichtige rund um Beantragung, Kosten und Voraussetzungen

Arbeiten im Ausland

Backpacker und Working Traveller aufgepasst: Die optimale Freiheit beim Reisen ist nur dann gegeben, wenn das richtige Working Holiday Visum zur Reiseausstattung gehört. Denn nur dann ist es möglich, während des Aufenthalts im bevorzugten Reiseland einen bezahlten Job anzunehmen. Alles Wichtige zum Working Holiday Visum, wie es beantragt werden muss und welche Besonderheiten gelten, erfährst du hier in diesem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt unterschiedliche Working Holiday Visum für unterschiedliche Länder.
  • Nur die rechtzeitige Beantragung garantiert die rechtzeitige Ausstellung des Visums.
  • Achte auf den Zeitraum und prüfe, dass bei der Beantragung alle Unterlagen zur Hand sind.

Definition: Was ist ein Working Holiday Visum?

Ein Working Holiday Visum, dass im Rahmen des „Working Holiday Programms“ vergeben wird, ist hauptsächlich für junge Leute geeignet. Es handelt sich dabei um ein bilaterales Abkommen zwischen zwei Staaten, in dem Ferienaufenthalte im Ausland geregelt werden. Das Besondere ist jedoch, dass während dieser Ferienaufenthalte das Arbeiten im Gastland erlaubt wird.

Regenschirme

Mit Hilfe eines Working Holiday Visums kannst du auch ohne viel Geld unbekannte Welten entdecken. Du machst nicht nur Ferien, sondern arbeitest auch im Gastland und hast damit einen besonderen Blick auf Menschen und Kultur. (Bildquelle: pexels.com / Alex Knight)

Der Vertrag, der im Rahmen dieses „Work-&-Travel Programms“ abgeschlossen wird, besteht zwischen jeweils zwei Staaten. Innerhalb des Vertrages wird geregelt, dass den Angehörigen des jeweils anderen Staates ein längerfristiger Aufenthalt im gewünschten Zielland ermöglicht wird. Dieser längerfristiger Aufenthalt kann bis zu einem Jahr dauern und erlaubt es, dass Work & Travel über einen Job im Zielland zu finanzieren. Solche Abkommen hat das Land Deutschland beispielsweise mit Australien, Japan, Kanada, Neuseeland und auch Südkorea geschlossen.

Vergeben wird ein solches Visum in der Regel nur einmal pro Person. Die Person darf dabei nicht älter als 30 Jahre sein.

Hintergründe: Was du über das Thema Working Holiday Visum wissen solltest

Wenn du dich für ein Working Holiday Visum interessierst, solltest du daher darauf achten, dass deine Überlegungen diesbezüglich nicht zu sehr in der Ferne liegen. Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die die Welt bereisen und gleichzeitig ein wenig arbeiten wollen. Immerhin lernst du bei einem Auslandsaufenthalt nicht nur viel über Land und Leute. Du kannst mit einer solchen Reise auch deine Vita aufpolieren und im Anschluss mit einem Auslandsjahr bei Bewerbungsgesprächen punkten. Personaler sehen so etwas besonders gerne und berücksichtigen es bei der Auswahl der neuen Mitarbeiter.

Welche Länder bieten Working Holiday Visa an?

Ein richtiges Working Holiday Visa bekommst du aktuell für zwölf Länder. Denke immer, dass die Kombination aus Jobben und Reisen vorhanden sein muss. Zu diesen 12 Ländern gehören:

[tablex][th]Land;Mindestalter; Höchstalter[/th][tr]Australien; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Neuseeland; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Kanada; 18 Jahre; 35 Jahre[/tr][tr]Japan; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Südkorea; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Taiwan; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Chile; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Singapur; 18 Jahre; 25 Jahre[/tr][tr]Hongkong; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Argentinien; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Uruguay; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][tr]Israel; 18 Jahre; 30 Jahre[/tr][/tablex]

In naher Zukunft wirst du auch die Möglichkeit haben, über ein Working Holiday Visa nach Brasilien zu reisen. Auch mit diesem Land wurde bereits ein entsprechendes Abkommen getroffen, das aber aktuell noch nicht wirksam ist.

Wenn du dir die Altersgrenzen anschaust, siehst du, dass bei den meisten Ländern ein Alter von 18 bis 30 Jahren vorausgesetzt wird. In Kanada darfst du maximal 35 Jahre und in Singapur maximal 25 Jahre alt sein.

Gibt es auch für die USA ein Working Holiday Visum?

Ein „echtes“ Working Holiday Visum für die USA gibt es leider nicht. Denn zwischen Deutschland und den USA gibt es kein bilaterales Abkommen. Wenn du aber das J1 Visum nutzt, ist es dir auch in den USA möglich, Working Holidays zu verbringen. Das J1 Visum hilft dann, wenn du beispielsweise in einer amerikanischen Gastfamilie als Au Pair arbeitest oder dich als Betreuer in einem Sommercamp nützlich machst. Einen viel größeren Spielraum bezüglich der Jobauswahl hast du aber nicht.

Ferner musst du berücksichtigen, dass du das J1 Visum nur über eine Austauschorganisation für Au-Pairs oder für Sommercamp Betreuer bekommst. Möglich ist auch, das Visum über ein Organisation zu beziehen, die mit einem Visa Sponsor zusammenarbeitet. Zum Zeitpunkt der Antragstellung musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Du musst eine schriftliche Jobzusage haben und eine finanzielle Sicherheit nachweisen können. Dein Reisepass muss mindestens 6 Monate länger gültig sein, als dein Aufenthalt in den USA dauert. Das J1 Visum solltest du etwa vier bis sechs Wochen vor deiner Reise beantragen.

Welches Ziel verfolgen die Staaten mit Working Holiday Visa?

Ziel des Visums ist es, nicht nur junge Menschen aus Deutschland in die entsprechenden Länder zum Arbeiten zu schicken. Die beteiligten Länder können ihre jungen Menschen über das Programm ebenfalls nach Deutschland schicken. So soll ein reger Austausch stattfinden, der den jungen Menschen erlaubt, die Länder auf Reisen kennenzulernen gleichzeitig durch eine Arbeit die Reise zu finanzieren.

Bei der Auswahl der passenden Arbeit müssen aber die jeweiligen Vorschriften in den Ländern berücksichtig werden. Zudem musst du wissen, dass in vielen Fällen eine finanzielle Sicherheit schon vor Reiseantritt vorhanden sein muss. Es muss nachgewiesen werden können, dass ein ausreichend großes Guthaben vorhanden ist, um die Reise zur Not auch ohne die Arbeit oder nur mit geringen Einnahmen bestreiten zu können.

Welche Arbeiten kann ich mit einem Working Holiday Visum annehmen?

Um Work & Travel wirklich durchführen zu können, muss geschaut werden, welche Arbeiten in den einzelnen Ländern im Rahmen dieses Programms angenommen werden dürfen. Es gibt teilweise Unterschiede, so dass vor Reiseantritt geschaut werden muss, was möglich ist. Angeboten werden zum Beispiel folgende Arbeiten:

  • Hotellerie und der Gastronomie: Klassische Hilfstätigkeiten wie Zimmerreinigung und andere Servicetätigkeiten. Wenn du gute Sprachkenntnisse hast, kannst du auch anspruchsvollere Tätigkeiten in Anspruch nehmen
  • Auslandspraktika und Freiwilligenarbeit: Gerne bei gemeinnützigen Organisationen und Vereinen, die sich um Kinder, Jugendliche und Bedürftige kümmern.
  • Farmarbeit: Erntehelfer werden vor allen Dingen in den Sommermonaten gesucht. Doch Vorsicht. Diese Arbeit ist sehr anstrengend.
  • Au-pair: Kinderbetreuung in einer Gastfamilie. Dein Vorteil:  Die Unterkunft und Verpflegung ist bereits vorhanden. Nachteil: Das Reisen ist auf die nahe Umgebung beschränkt, da solche Stellen meist für ein Jahr ausgeschrieben werden.
  • Betreuer in Sommercamps: Auch hier sind es vor allen Dingen die Sommermonate, in denen Hilfe benötigt wird.
  • Klassische Sommerjobs als Kellner, Rezeptionist, Animateur oder Bademeister

Im besten Fall informierst du dich im Vorfeld, welche Tätigkeiten in welchen Ländern erlaubt sind. Und du entscheidest dich dann schon von Deutschland aus, welche Arbeiten du annehmen willst und wo du diese Arbeiten findest. Je besser deine Vorbereitung ist, umso schöner deine Reise.

Working Holiday Visum: So bekommst du dein Working Holiday Visum

Das Working Holiday Visum musst du beantragen. Du bekommst es also nicht automatisch bei der Buchung deiner Reise. Damit alles glatt läuft, musst du dich nicht nur an die entsprechenden Stellen wenden. Für das Visum wendest du dich am besten an die Botschaft deines Reiselandes und erkundigst dich dort, wo das Visum beantragt werden kann. Von Land zu Land gibt es diesbezüglich recht unterschiedliche Regelungen.

Backpacker

Die verschiedenen Länder haben unterschiedliche Bestimmungen zum jeweiligen Working Holiday Visum. Du solltest dich vor der Beantragung genau über die Bestimmungen deines Ziellandes informieren. (Bildquelle: unsplash.com / Steven Lewis)

Wer kann ein Working Holiday Visum beantragen?

Beantragen kannst du das Visum, wenn du zwischen 18 und 30 Jahre alt bist. In Kanada darfst du maximal 35 Jahre alt sein. Für Singapur kann das Visum schon mit 17 Jahren beantragt werden. Außerdem musst du folgende andere Voraussetzungen erfüllen können:

  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Gültiger Reisepass
  • Vollständig ausgefüllter Antrag für das Visum
  • Aktuelles Passbild nach biometrischen Regeln
  • Nachweis zur Krankenversicherung
  • Kopie vom Rückflugticket
  • Nachweis der finanziellen Mittel (je nach Land unterschiedlich hoch)

Wo kann ich mein Working Holiday Visum beantragen?

Jedes Land hat andere Regelungen für die Beantragung des Visums. Für Australien ist es beispielsweise so, dass du das Visum von jedem Land der Welt aus online bei der Einwanderungsbehörde in Australien beantragen kannst. Außer von Australien direkt aus. Die Beantragung muss also vor der Einreise stattfinden.

In anderen Ländern ist es ähnlich. Du kannst das Visum aber auch über die Botschaft beantragen oder dich dort zumindest erkundigen, welcher Weg eingeschlagen werden muss. Denke immer daran, dass die Beantragung und Genehmigung vor der Einreise stattfinden muss und dass du das Visum nicht erst vor Ort beantragen kannst.

Welche Dokumente muss ich bei der Beantragung meines Working Holiday Visums vorlegen?

In der Regel sind die Unterlagen für die Beantragung pro Land relativ gleich. Für jede Beantragung benötigst du folgende Unterlagen:

  • Gültiger Reisepass
  • Passfoto
  • Nachweis über finanzielle Mittel
  • Rückflugticket
  • deutsche Staatsbürgerschaft
  • gegebenenfalls Geburtsurkunde
  • Auslandskrankenversicherung und Unfallversicherung
  • keine Vorstrafen (sauberes polizeiliches Führungszeugnis)
  • Kreditkarte für das Ausland
  • Bewerbungsunterlagen
  • Nachweis über Job und Unterkunft

Sollten weitere Unterlagen benötigt werden, informiert dich das Land im Rahmen der Formulare für die Beantragung darüber. So werden für einige Länder unter anderem Nachweise über Impfungen und einen Gesundheitscheck verlangt.

Wie viel kostet ein Working Holiday Visum?

Die Kosten für ein Working Holiday Visum variieren von Land zu Land.

[tablex][th]Land;Kosten für WHV[/th][tr]Australien;rund 300 Euro (485 AUD)[/tr][tr]Neuseeland; rund 145 Euro (245 NZ$)[/tr][tr]Kanada; rund 170 Euro (250 CA$)[/tr][tr]Japan; kostenlos[/tr][tr]Südkorea; rund 75 Euro[/tr][tr]Taiwan; 86 Euro[/tr][tr]Chile; 70 Euro[/tr][tr]Singapur; rund 100 Euro[/tr][tr]Hongkong; etwa 26 Euro (230 HK$)[/tr][tr]Argentinien; 150 Euro[/tr][tr]Uruguay; keine Angaben[/tr][tr]Israel; 41 Euro[/tr][/tablex]

Bitte achte darauf, dass die Kosten für das Working Holiday Visum nicht gleichzusetzen sind mit den finanziellen Mitteln, die du für die Reise nachweisen musst. Die Kosten für das Visum müssen zusätzlich bereitgestellt werden. Obendrein gilt zu berücksichtigen, dass die Kosten auch dann anfallen, wenn es nicht zur Ausstellung des Visums kommt. Es handelt sich um Bearbeitungskosten und nicht um Kosten, die immer mit einer Genehmigung einhergehen.

Muss ich eigene Ersparnisse vorweisen?

Die meisten Länder verlangen von dir eine finanzielle Sicherheit. Sie sollte so hoch sein, dass du problemlos auch ohne Job im Land für eine gewissen Zeitraum leben kannst. Zudem muss das Geld für Kosten beim Arzt oder einen vorzeitigen Rückflug reichen. Selbst dann, wenn du eine Auslandskrankenversicherung und ein Rückflugticket in der Tasche hast. In deinem eigenen Interesse solltest du daher die Ersparnisse nicht zu knapp berechnen. Folgende finanzielle Mittel setzen die Länder bei dir generell voraus:

  • Australien: rund 3200 Euro
  • Neuseeland: rund 2500 Euro
  • Kanada: rund 1700 Euro
  • Japan: rund 2000 Euro
  • Chile: bis 25 Jahre müssen die Eltern angeben, dass ausreichend finanzielle Mittel bestehen, danach reicht eine Auskunft vom Reisenden
  • Südkorea: rund 2000 Euro
  • Taiwan: 2000 Euro
  • Singapur: Keine Angaben
  • Hongkong: rund 2300 Euro
  • Israel: Keine Angaben
  • Argentinien: 2500 Euro
  • Uruguay: Keine Angaben

Kann ich mein Working Holiday Visum verlängern?

Für die meisten Länder wird das Working Holiday Visum für maximal 12 Monate gewährt. Nach Singapur kannst du damit sogar nur für 6 Monate reisen. Eine Verlängerung ist nicht vorgesehen.

Lediglich Taiwan bildet eine Ausnahme bezüglich der Laufzeit des Visums. Es gilt generell nur für 180 Tage, kann auf Wunsch aber auf 360 Tage verlängert werden. Auch hier kannst du also maximal ein knappes Jahr mit diesem speziellen Visum im Land bleiben.

Fazit

Das Working Holiday Visum ist für junge Leute eine ideale Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen und gleichzeitig im Gastland zu arbeiten. Diese Reisemöglichkeit steht daher vielen Interessierten offen, da bis auf den Nachweis der finanziellen Mittel kein großes Vermögen vorhanden sein muss.

Wichtig ist, dass eine frühzeitige Beantragung erfolgt, dass alle Unterlagen vollständig und der Reisepass gültig ist. Ferner muss berücksichtigt werden, dass das Working Holiday Visum in einigen Ländern nicht unbegrenzt vergeben wird. Das Kontingent ist in Kanada auf 5330 Visa, in Taiwan auf 500 Visa, in Singapur auf 2000 Visa und in Honkong auf 300 Visa pro Jahr begrenzt. Wenn du in eines dieser Länder reisen möchtest, musst du das Kontingent berücksichtigen und in deine Planungen einbeziehen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.auslandsjob.de/working-holiday-visa-alle-laender-uebersicht.php [2] https://www.working-holiday-visum.de/work-and-travel-visum/

Bildquelle: unsplash.com / Jamie Fenn

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